Köstliche Schlehen

Schlehen werden überwiegend als „nicht schmackhaft“ angesehen, ganz besonders direkt vom Strauch gepflückt. Aber da tun wir den blauen Steinfrüchten vom Schwarzdorn (Prunus spinosa) unrecht, denn die „Sauerpflaumen“ wollen nur richtig behandelt sein. Wer das versteht, erhält unvergleichlich schmackhafte Schlehen, die fein nach Bittermandel, Pflaume und Kirsche schmecken – leicht herb, angenehm säuerlich und doch …

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Winterknospen für winterliche Würze

Unverzichtbar für die Küche in der kalten Jahreszeit sind Gewürze, darunter auch solche, die aus Knospen bestehen. Allen voran zu nennen sind Nelken, die getrockneten Blütenknospen vom tropischen Gewürznelkenbaum. Aber auch Zimt- und Rosenblütenknospen sorgen für Aroma. Zu den Knospengewürzen zählen ebenso Kapern, echte vom Kapernstrauch wie „falsche“ von Gänseblümchen, Löwenzahn, Wegerich, Kapuzinerkresse oder Ringelblume – doch von denen ein andermal mehr. Hier geht es um die Knospen von Bäumen, in denen perfekt über den Winter verpackt der Frühling schlummert.

Wacholder – ein sagenhaftes Gehölz

Als immergrünes Gehölz steht der Wacholder oder Kranewitt (Juniperus communis) für immerwährendes Leben. Noch unterstrichen dadurch, dass die Sträucher steinalt werden können. Mit einem Knüppel aus ihrem zähen, dauerhaften Holz sollte man den Leibhaftigen erschlagen können. „Eichenlaub und Kranewitt, das mag der Teufel nit!“ heißt ein Spruch des Volkes. Also, auf damit in die Küche. Wacholder steht nicht auf der Liste der Anlage 1 zur Artenschutzverordnung, also darf man Zweige und Zapfen ernten, solange man den Strauch als Ganzes nicht beeinträchtigt und sich selbstverständlich nicht an Exemplaren in Naturschutzgebieten bedient.

Einfach süß

So eine hübsche Wildpflanze. Dottergelb leuchtet sie aus vielen Wiesen und Weiden heraus: Der Hornklee (Lotus corniculatus) ist ein häufiger Schmetterlingsblütler unserer Heimat. Jede seiner Blüten produziert pro Tag Nektar mit einem Gehalt von 0,04 mg Zucker. Das ist erstaunlich viel! Für einen gestrichenen Teelöffel Zucker müsste man einfach nur rund 125.000 Blüten „melken“. Da überlegt …

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Apfel-Nuss-Kuchen mit Brombeerzucker

Apfelnusskuchen mit BrombeerzuckerErinnert Ihr Euch noch an das Brombeerpulver, das aus den Resten vom Brombeerverarbeiten entstanden ist? Ich habe es mit Zucker gemischt, um damit einen Kuchen zu verfeinern, bei dem wiederum die Verwertung von „Resten“, nämlich Fallobst, im Vordergrund steht. Ganz fix steht dann ein feiner, kräftiger Kuchen auf dem Tisch, der dank des Brombeerzuckers ganz besonders schmeckt. Leider kommt die schöne Farbe des Zuckers auf dem Foto nicht so ganz zur Geltung…

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Süßes, bitter erkauft

SteviaStevia. Süßblatt. Honigkraut. Stevia rebaudiana, ein südamerikanischer Korbblütler, hat sich schon mehrere Jahre im Kräutersortiment etabliert. Die Blätter schmecken süß, etwas lakritzartig, und werden als Zuckerersatz verwendet – kalorienfrei, zahnfreundlich. Natürlicher Süßstoff. Lange war Stevia bei uns als Lebensmittel nicht zugelassen, seit 2011 ist der aus den Blättern gewonnene Süßstoff in der EU unter E 960 als Lebensmittelzusatzstoff zugelassen. Na super! Aber hinter all der Süße verbirgt sich oft bittere Wahrheit und hinterlässt einen herben Geschmack, wirkt sich säuerlich auf die Laune aus und salzt die Preise.

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Garten: Adventsfreuden

Mistel im BaumAdvent, Advent – das Kaminfeuer brennt. Wohin mit der Asche? Advent, Advent – lass Zweige blühen. Pflegen Sie den schönen Brauch am Barbaratag. Advent, Advent – die Mistel ruft. Küssen erlaubt. Im Gartenrezept sorgt der Apfel gut gebraten für wohlige Wärme (nicht nur) im Bauch. Meine wöchentlichen Gartentipps – auch auf br.de.

Pflanze der Woche:
Mistel
In den schon kahlen Baumkronen leuchten die grünen Wunderkugeln der Mistel, die inzwischen zur Vorweihnachtszeit gehören wie Tannenzweig, Apfel, Nuss und Mandelkern. Misteln sind zauberhafte Lebewesen, der Erde entrückt, dem Himmel nahe. Was Wunder, das man ihnen magische Kräfte nachsagt. Ein „Donnerbesen“ unter den Giebel gehängt, wehrt nach altem Glauben böse Kräfte ab und hält Blitze vom Haus ab.

Bauernregel:
Knospen an St. Barbara (4.12.),
sind zum Christfest Blüten da.

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Quitte, ganz begehrt

QuittenbrotMit Speck fängt man Mäuse, mit Quittenspeck lockt man Zuckerschnuten! Quittenspeck, Quittenbrot, Quittenpaste, Quittenkonfekt – ich liebe es! Und nicht nur ich. Geht weg wie die warmen Semmeln. Weil es so gut ist. Rezept? Bitteschön:

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Quitte, bitte zum Löffeln

Schale verwertet, Kerne getrocknet, Saft aufgefangen – jetzt bleibt das Fruchtfleisch. Es ist durch Saften schon weich, jetzt kommt noch ein wenig Zucker oder Honig dazu, auch Vanille schadet nicht. Fertig ist ein Kompott, um das uns die Götter beneiden!  Und jetzt hat sich all die Arbeit gelohnt, denn Quitten geben ihre Köstlichkeit nur unter …

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Strudel Blüte

Strudelblüten

Bei uns blühen Strudelblätter auf – zum verlockenden Dessert: Strudelteigblüten gefüllt mit Vanille-Ricotta-Creme und herbstlichem Früchtekompott!   Und sind dann – schwupps – verschwunden, im Mund. Schnell noch welche nachmachen: Strudelteig in Quadrate schneiden, ca 10 x 10 cm groß. Für eine Blüte ein Quadrat mit etwas Wasser bepinseln, ein zweites Teigquadrat versetzt darauf legen, …

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Garten: Im Mai hat der Gärtner nie frei

Lilienbluetige TulpeMairegen macht groß, heißt es nicht zu Unrecht. Es wächst alles so schnell, dass man kaum noch hinterher kommt. Und dabei fängt sie gerade erst richtig an, die Gartensaison. Nach den Eisheiligen, die wohl dieses Jahr sehr gelinde ausfallen, geht es ans Pflanzen. Im Gartenrezept diese Woche: Löwenzahn-Blütensirup. Meine wöchentlichen Gartentipps – auch auf br.de.

Pflanze der Woche:
Lilienblütige Tulpe
Sie ist die Grazie auf dem Laufsteg des Blumenfrühlings, fesch und doch nicht aufgetakelt. Ihre eleganten Blütenkelche mit den spitz zulaufenden Blütenblättern scheinen auf langen Stängeln fast zu schweben. Bemerkenswert ist auch die extrem lange Blütezeit. Lilienblütige Tulpen zeigen sich oft über vier Wochen top gekleidet.

Bauernregel:
Pankraz (12.5.), Servaz (13.5.), Bonifaz (14.5.)
machen erst dem Sommer Platz.

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Kürbis herrlich süß

Die ersten Kürbisse reifen. Zeit für neue Rezepte. Kürbis mal süß, das gibt ein Dessert! Hier lauwarm serviert mit Aprikosen und Amarettini, dazu frisch-fruchtig-zitroniges Joghurt, eisgekühlt. So wird’s zubereitet…

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Rhabarberschorle mit dem gewissen Etwas

Rhabarber – beim Küchen-Rendezvous am 25. April 2012 konnte man das edle Gemüse (ja, Gemüse! Die zarten Stangen werden tatsächlich als Gemüse bezeichnet, denn es sind keine Früchte und daher kein Obst) zum Start wie im Finale verkosten. Rhabarberschorle zum Auftakt, Rhabarberkompott mit Nusskrokant und Basilikumeis zum Abschluss.

Rhabarberschorle

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Apfelgelee

Wohin mit den vielen Äpfeln? Rein ins Glas – auf Vorrat. Wobei sich der meistens nicht lange hält, weil viel zu lecker. Immer wieder gern gegessen: Apfelgelee. Hier eines meiner Rezepte dafür: Man nehme reichlich saftige, möglichst noch nicht ganz reife Äpfel…

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Kraut der Herzen

Sonntag ist Muttertag. Wer die Herzen der Mütter (aber nicht nur die) erfreuen möchte, dem sei der Waldmeister ans Herz gelegt. Waldmeister (Galium odoratum) heißt auch Herzfreund oder Herzensfreude, schon Tabernaemontanus sagte über ihn, dass er das Herz stärken und erfreuen würde. Na also!

Herzensfreude bringt das kleine Kraut allein schon durch seine Gestalt. Und dann erst der Duft! Maiwein, also ein leichter Weißwein angesetzt mit einem Sträußchen Waldmeister, gilt seit jeher als Kräftigungsmittel für Herz und Leber. Getrocknet in ein kleines Kissen oder einfach in ein hübsches Taschentuch gefüllt, verhilft der Waldmeister zu herzigen Träumen. Aber immer daran denken – Waldmeister entwickelt seinen wunderbaren Duft erst, wenn er welkt. Bei mir darf er in der Wohnung trocknen, das bringt gute Laune in die Räume. Und dann hätte ich hier noch ein Rezept: Rhabarbersaft mit Waldmeister.

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Maroni-Spatzen

Maroni- oder Kastanienmehl. Stand im Regal eines Naturkostladens, und weckte mein Interesse. Mitgenommen, was Hübsches draus kochen. Und das ist es geworden: Maroni-Spatzen (oder auf gut schwäbisch: Spätzle). Die waren allesamt sofort aufgefuttert. Rezept – gibt es hier…

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