Vor Grippe nicht zittern

Ergänzend zu den vorherigen Bemerkungen zur Zitterpappel noch ein paar Worte bezüglich der Knospen. Pappelknospen werden seit jeher in der Volksheilkunde verwendet, insbesondere in Form von Tinktur, um Erkältungen und grippalen Infekten zu begegnen. Heilsame Knospen Man erkennt sie schon, die Knospen der Pappeln. Sie verstecken sich in den Achseln der Blätter, sitzen zwischen Blattstiel …

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Birke – von der Knospe zum Blatt

Eine Birke im Frühling – immer wieder ein Schauspiel, wie aus den unscheinbaren Knospen die Blättchen hervorbrechen und sich entfalten. Man sollte sich davor setzen und das Wunder in allen Phasen genau beobachten. Keine Zeit oder Gelegenheit? Dann schaut doch mal auf den Blog meiner lieben Freundin Renate Blaes. Sie hat eine neue Birke gepflanzt und dokumentiert ab sofort, was da passiert. Im Artikel „Meine Freundin, die Birke“. Und nachdem Renate wirklich ein gutes Auge für Pflanzen und deren Geheimnisse hat, wird es bestimmt eine sensationelle Dokumentation mit hinreißenden Fotos.

Birken-Frühling

Vor unserem Wintergarten steht eine kleine Birke, etwa zweieinhalb Meter hoch. Noch lässt sie ihre feingliedrigen Äste voller winziger Knospen wie einen Perlschnurvorhang blattlos herunterwallen. Der Ostwind kämmt die Birke mit eisigen Fingern, der Westwind besprüht sie mit Regentröpfchen, der Südwind haucht ihr Sommerwärme unter die weiße Rinde. Es raschelt und reibt, es knistert und knackt in der Birke. Mir scheint, sie erzählt von ihren Träumen, Frühlingsträumen.

Winterknospen für winterliche Würze

Unverzichtbar für die Küche in der kalten Jahreszeit sind Gewürze, darunter auch solche, die aus Knospen bestehen. Allen voran zu nennen sind Nelken, die getrockneten Blütenknospen vom tropischen Gewürznelkenbaum. Aber auch Zimt- und Rosenblütenknospen sorgen für Aroma. Zu den Knospengewürzen zählen ebenso Kapern, echte vom Kapernstrauch wie „falsche“ von Gänseblümchen, Löwenzahn, Wegerich, Kapuzinerkresse oder Ringelblume – doch von denen ein andermal mehr. Hier geht es um die Knospen von Bäumen, in denen perfekt über den Winter verpackt der Frühling schlummert.

Wie wohl der Sommer wird?

Jetzt gilt es genau zu schauen: Blühen die Schlehen auf? Denn so viele Tage die Schlehen vor Georgi (23.4.) ihre Blüten öffnen, so viele Wochen herrscht der Sommer. Eine alte Bauernregel weiß: „So viele Tage vor Georgi die Schlehe blüht, so viele Tage vor Jakobi (25. Juli) man zur Ernte zieht.“ Eine andere: „Blüht die Schlehe weiß wie Schnee, ist’s Zeit, dass man die Gerste säe.“

Sehnsüchtig erwartet

HolunderEr lässt sich Zeit, dieses Jahr, der Holler oder Holunder, mancherorts auch Flieder geheißen. An einigen Ecken blüht er schon, bei mir noch nicht. Die Knospen mögen einfach nicht aufgehen… und so muss der Sommer eben noch ein bisserl warten, denn mit der Hollerblüte beginnt der Frühsommer. Also noch nix mit Hollersirup, Hollerkücherl, Hollergelee. Aber halt, da gab’s doch noch was: Holler-Kapern! Aus den noch geschlossenen Blütenknospen des Holunders lassen sich (wie aus noch unreifen Beeren) Kapern machen.

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Garten: Drinnen oder draußen

PolsterglockenblumeAchterbahnfahrt beim Wetter, mal wintereisig, dann wieder frühlingsmild. Rein und raus auch beim Gärtner, mal ist im Zimmer was zu tun, mal geht’s nach draußen. Die Freiluftsaison rückt näher, die Schneeglöckchen künden schon davon. Schließlich beginnt am 1. März der Frühling, jedenfalls für Meteorologen.

Frisch entdeckt:
Frühlingslaune in frühlingsblau: Mini-Glockenblumen sind charmante Vorboten von dem, was bald kommen soll, nämlich blumige Zeiten unter blauem Himmel. Früh im Jahr wird meistens die winterharte Polsterglockenblume (Campanula portenschlagiana) angeboten. Hell und nicht zu warm bei 15-18 °C aufgestellt behält sie ihre Blüten über lange Zeit, ab Ende März, je nach Witterung, kann sie ins Freie, z.B. in einen Steingarten oder eine Rabatte, umgesiedelt werden. Mehr Wärme braucht die Sternglockenblume (Campanula isophylla), auch als Zimmer- oder Topfglockenblume gehandelt. Das kleine mediterrane Gewächs blüht überreich, oft mit stark gefüllten, an kleine Rosen erinnernden Blüten. Sie darf nicht in die pralle Sonne und mag es um 20 °C warm. Erst nach Mitte Mai kann auch sie ins Freie, am besten in einen Balkonkasten oder eine Ampel.

Wetterregel:
Wer sich nach dem Frühling sehnt,
darf nicht auf den Nussbaum sehen.
Hugo von Hofmannsthal (1874-1929)

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Die Kraft der Knospen: Gemmotherapie

Ribes nigrum KnospenImmer wieder faszinierend: Knospen! Während des Winters bewahren sie das Kostbarste der Pflanzen perfekt verpackt und optimal geschützt, damit das neue Leben im Frühling voller Kraft austreiben kann. Was derart voller Lebensfreude und Vitalität steckt, sollte doch auch uns gut tun – und dem ist auch so.  Im Bild Knospen der Schwarzen Johannisbeere (Ribes nigrum), daraus entsteht eines der wichtigsten Mittel der Gemmotherapie, mit kortisonähnlicher Wirkung, geeignet zum Einsatz u.a. bei Heuschnupfen.

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Frühling, bevor es richtig Herbst ist

Juglans regiaDie Natur verschenkt gerade ihren Reichtum in Früchten, schon ahnt man in den Blättern erste Herbstfarben. Während alles noch auf Sommer gepolt scheint, treffen die Pflanzen bereits Vorsorge für den Winter. Und wo bleibt das Frühjahr? Der ist gar nicht so fern, denn zwischen Blättern und Früchten, an den Ästen und Zweigen sitzt er schon, der Frühling. In Form von Knospen. Hier bei der Walnuss deutlich zu sehen, in den Blattachseln. Knospen? Kann man da was mit anfangen?

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In meinem Garten duftet was

Unglaublich, mein Garten ist in eine Duftwolke gehüllt, die einem fast die Sinne verschlägt. Ein Parfüm, schwer, orientalisch anmutend, vanilleartig – erinnert mich stark an Nelken. Man braucht der Duftspur nur nachzugehen, um zum Urheber zu kommen: Der Großblumige Duftschneeball (Viburnum x carlcephalum) blüht! Und wie schön er ist. Halbkugelige Blütendolden mit zunächst rosaroten Knospen, …

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Garten: Jetzt gilt’s langsam

Zimmerazalee 3Hand aufs Herz, wie geht es Ihren Kübelpflanzen? Für das Wandelröschen hätte ich ein paar Tipps. Zum Beispiel sollten Sie die Menge des Gießwassers an die Lichtverhältnisse im Winterquartier der tropischen Pflanze anpassen. Meine wöchentlichen Gartentipps – auch auf br.de.

Pflanze der Woche:
Azalee
Asiatische Schmuckstücke, die es gerne kühl mögen, das sind die beliebten Zimmerazaleen (Rhododendron simsii). Dicht an dicht reihen sich die Blütenkelche an den Spitzen der kleinen Sträucher, so dass man die ledrigen Blätter kaum noch sieht. Und das zu einer Zeit, wo Blütenzauber höchst willkommen ist. Rund 50 verschiedene Sorten sind im Angebot, mit Blütenfarben von weiß über rosa bis rot, auch lachs und violett sowie zweifarbig.

Bauernregel:
Wenn der Hornung warm uns macht,
friert’s im Mai noch oft bei Nacht.

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Garten: Was sind das nur für Zeiten?

Silber_Akazie Falsche MimoseWinter? Vielleicht noch Herbst? Oder eher schon Frühling? Da soll sich einer auskennen. Aber was ein rechter Gartenfreak ist, der weiß immer etwas zu werkeln. Meine wöchentlichen Gartentipps, passend zur Witterung, auch auf br.de.

Pflanze der Woche:
Silberakazie oder Falsche Mimose
Früh wie selten blüht dieses Jahr ein Baum mit duftenden, goldgelben Blütenpompons, der gemeinhin als „Mimose“ bezeichnet wird. Die Attraktion in Wintergärten, ebenso geliebte Schnittblume in den ersten Monaten des Jahres, gehört das immergrüne Gehölz zu den Akazien, heißt trotz der gelben Blüten korrekt Silber-Akazie (Acacia dealbata). Silbrig schimmern nämlich die filigran gefiederten Blätter, wenn sich das Licht in der flaumigfeinen Behaarung bricht.

Bauernregel:
Ist bis Dreikönig kein Winter,
so folgt auch keiner mehr dahinter.

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Garten: Pflanzen in der Winterruhe halten

GartenschaumkrautFrühling im Winter? Trotzdem sollten Sie empfindliche Pflanzen wie Lavendel und Bauernhortenisen schützen. Und zwar nicht vor strenger Kälte, sondern vor dem Erwachen aus der Winterruhe! Meine wöchentlichen Gartentipps – auch auf br.de.

Pflanze der Woche:
Gartenschaumkraut
Es gibt Pflanzen, die wachsen selbst im Winter. Eine davon ist das Gartenschaumkraut (Cardamine hirsuta). Weder gesät noch gepflanzt, taucht es plötzlich auf den Beeten auf und fällt mit seinen frischgrünen Blattrosetten gerade in der kalten Jahreszeit auf. Ähnlich wie das Springkraut (Impatiens) verbreitet es seine Samen und erobert sich so immer neue Standorte. Den meisten gilt es als Unkraut, es wächst sogar in Blumentöpfen auf der Fensterbank. Aber es ist auch bewundernswert, wie sich so eine kleine Pflanze gegen alle Widrigkeiten behauptet.

Bauernregel:
Ein Januar wie ein März
ist dem Bauern ein schlechter Scherz.

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Die große Knospen-Show

Faszinierend, diese Knospen! Wie aus den schützenden Hüllen das Wunder des Frühling hervorbricht. Das braucht keine Worte – nur ehrfürchtiges Staunen, ehrliches Bewundern, (nat)urtiefe Freude. Sehen sie nicht aus wie betende Hände, die Walnussblättchen? Als wollten sie für ein gutes Jahr bitten… Bergahorn Rotbuche Esche

Garten: Schnee deckt zu und bringt Ruh‘

Wenn es draußen neblig ist, schneit oder graupelt, sind die Blüten der Barbarazweige wahrer Balsam für die Seele. Wer jetzt Kirschen- oder Pflaumenzweige schneidet, kann sich bis Weihnachten einen Hauch von Frühling in die Stube holen. Meine wöchentlichen Gartentipps – auch auf br.de.

Adventszeit – ruhige Zeit:
•    Tannengrün.
•    Blütenrot.
•    Blätterbraun.

Bauernregel:
Fällt auf Eligius (1.12.) ein kalter Wintertag,
die Kälte vier Monate dauern mag.

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Garten: Vor der Winterpause

Der Sommer ist die Kür des Gärtnerdaseins: Die Pflanzen danken die Mühe mit üppigen Blüten und Früchten. Die Arbeit im November hingegen ähnelt eher einer Pflichtübung – aber fürs Gedeihen ist sie ebenso wichtig. Meine wöchentlichen Gartentipps – auch auf br.de.

Der Spätherbst neigt sich den Ende zu:
• Die Baumkronen sind fast blattlos, aber es gibt noch Kraut zu ernten.
• Statt Blüten gibt es zierende Fruchtstände.
• Immergrüne zeigen sich jetzt prächtig.

Bauernregel:
St. Elisabeth (17.11.) sagt es an,
was der Winter für ein Mann.

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Nachwachsende Rohstoffe höchst kreativ

Der Sommer erreicht seinen Höhepunkt, sobald Mais und Sonnenblumen einem über den Kopf wachsen. Jetzt erheben sie ihre stolzen Köpfe noch viel weiter dem Himmel entgegen – sie huldigen der Sommersonne. Aus Blüten werden schon Früchte, das sommerliche Wachstum weicht dem herbstlichen Reifen und Ernten. Holen Sie sich diese Majestäten vom Feld doch mal ins Haus! Wenn die Natur Wurzeln schlägt… Handreichungen von Henriette Dornberger, auch im Bayerischen Landwirtschaftlichen Wochenblatt.

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Garten: Blütenfreuden

Der Frühsommer ist eingezogen, das merkt man an der Blütenfülle allerorten. Meine wöchentlichen Gartentipps – auch auf br.de.

Frühsommerboten:
• Schwarzen Holunder.
• Hohe Bartiris, Gelbe Schwertlilie, Klatschmohn und Türkenmohn.
• Erste Rosenblüten.

Bauernregel:
Viermal Juniregen,
bringt zwölffachen Segen.

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