Heimische Exoten

Auf Fichte, Buche und Eiche trifft man in unseren Wäldern allerorten. Andere Baumarten dagegen findet man nur sehr selten: Speierlinge (Sorbus domestica), Elsbeeren (Sorbus torminalis), Wildbirnen (Pyrus pyraster) und weitere. Wegen ihres geringen Vorkommens bezeichnet man sie auch als „heimische Exoten“. Ich freue mich jedesmal, wenn ich einen solchen Baum finde. Und besuche ihn dann …

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Wildapfel

Man trifft ihn nur noch selten an, den heimischen Wild- oder Holzapfel (Malus sylvestris). Und nicht jedes Jahr trägt er so viele schöne Früchte wie hier auf dem Bild. Wobei die einzelnen Äpfelchen nur 2-4 cm Durchmesser erreichen. Sie schmecken sehr sauer, fast bitter. Aber sie runden Apfelspeisen, Apfelsaft und -most sehr gut ab – …

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Heckenrose giftig?

Durch eine im Kommentar gestellte Frage zu meinem Artikel über Hagebutten bin ich auf eine Webseite vom Gartenjournal.net gestoßen, auf der man Seltsames über Heckenrosen, Hundsrose und Hagebutten lesen kann: Man dürfe Heckenrose nicht mit Hundsrose verwechseln, weil „nur die als Hagebutten bezeichneten Früchte der Hunds-Rose“, also von Rosa canina essbar seien. Die „eher orangeroten …

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Köstlicher Schlehensaft

Bevor es richtig Herbst wird und wieder so richtig ans Teetrinken geht, schwelge ich gerne in Fruchtsäften – vor allem von Wildfrüchten, selber gemacht. Favorit derzeit: Schlehensaft! Dafür Schlehen (siehe auch Blogbeitrag „Köstliche Schlehen“ vom 24.9.2019) ernten, verlesen, waschen und in einen großen Topf geben. Zucker nach Geschmack (ich nehme wenig, pro Kilogramm Schlehen nur …

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Köstliche Schlehen

Schlehen werden überwiegend als „nicht schmackhaft“ angesehen, ganz besonders direkt vom Strauch gepflückt. Aber da tun wir den blauen Steinfrüchten vom Schwarzdorn (Prunus spinosa) unrecht, denn die „Sauerpflaumen“ wollen nur richtig behandelt sein. Wer das versteht, erhält unvergleichlich schmackhafte Schlehen, die fein nach Bittermandel, Pflaume und Kirsche schmecken – leicht herb, angenehm säuerlich und doch …

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Zu Jakobi gibt’s Jakobiäpfel

25. Juli – heute ist Jakobi. Früher ein besonderer Tag, in der arbeitsreichsten Zeit des Jahres. Mit Jakobi beginnt die Erntezeit, vor allem von Getreide, die bis Bärtlmä (Bartholomäus) am 24. August währt. Für mich ist Jakobi von Kindsheitstagen her ein Festtag, der mit einer Frucht zusammenhängt, dem Jakobiapfel.

Johannisbeeren? Nicht ganz…

Auf den ersten Blick: Johannisbeeren! Aber orange, nicht rot oder weiß? Nur ein paar wenige Beerchen, keine üppigen Trauben? Jaja, denn es sind auch keine „echten“ Johannisbeeren, jedenfalls keine Kultursorten von Ribes rubrum, der Garten-Johannisbeere. Sondern sie hängen an der Alpen- oder Berg-Johannisbeere (Ribes alpinum), einem oft als Straßenbegleitgrün oder in Wildhecken gepflanzten Strauch, der aber auch wild in Gebüschen und an Waldrändern zu finden ist. Die Früchte sind essbar!

Erdbeeren? Nicht ganz…

Diese Früchte sehen aus, wenn man nicht ganz genau hinschaut, wie Erdbeeren, Walderdbeeren. Sind aber keine. Unterschied: kugelrund statt eiförmig und nach oben gereckt (mit einem hübschen grünen Blattkragen drunter) statt nach unten hängend (mit einem adretten dunkelgrünen Kelchkrönchen). Trotzdem essbar, wenn auch nicht unbedingt der Hit. Es sind Scheinerdbeeren, Falsche oder Indische Erdbeeren, nahe verwandt mit den Fingerkräutern wie Gänsefingerkraut, Kriechendes Fingerkraut, Blutwurz. Botanisch heißen die Pflanzen jetzt Potentilla indica, zu deutsch Scheinerdbeer-Fingerkraut, noch immer besser bekannt unter Duchesnea indica.

Baumspaziergang und Kochshow

Spannendes zu Bäumen, diesmal am Freitag, 28. Juni 2019 in der Baumschule Steib in Roth: Ich öffne Ihnen die genussvolle und heilsame Welt der Bäume und Sträucher, die in Ihrem Garten wie in heimischer Natur wachsen. Bei einem kleinen Rundgang durch die abwechslungsreichen Baumreihen der Baumschule erfahren Sie viel Wissenswertes rund um die Gehölze, vor allem über deren Nutzung für die Küche wie fürs Wohlbefinden. Abgerundet wird alles mit einer kleinen Kochshow, bei der Köstlichkeiten mit Baumzutaten entstehen, die Sie natürlich auch probieren können.

Waldmeister – für Haus und Hof

Wo Waldmeister wächst, hat Unkraut keine Chance. Zum einen verhindert der Waldmeister das Keimen von Samenunkräutern und lässt zwischen sich kaum Platz, zum andern unterdrücken Ausscheidungen seiner Wurzeln das Wachstum anderer Gewächse. Das macht ihn zu einem idealen Bodendecker, vor allem in Gartenbereichen, die ohnehin nur schwierig zu bepflanzen sind.

Waldmeister – für Haus und Hof

Was so gut duftet und damit so angenehm entspannend wirkt, muss Böses fernhalten und Übles vertreiben. Ähnlich wie viele andere stark duftende Pflanzen reiht sich auch der Waldmeister in die Riege der Zauberkräuter zu Abwehr von Hexen und Dämonen ein.

Waldmeister – Medizinisches

Ähnlich wie der Wermut im Absinth wurde Waldmeister mindestens teilweise zu Unrecht verdächtigt, selbst bei zurückhaltendem Gebrauch der Gesundheit zu schaden. Noch ein Irrglaube hält sich hartnäckig, nämlich dass Waldmeister mit der Blüte giftig würde. Das stimmt schlicht und ergreifend nicht, er wird mit fortschreitender Entwicklung nur immer herber. Waldmeister muss man ernten, wenn er voll in Saft und Kraft steht, zudem nach kurzem Antrocknen stark duftet.

Waldmeister – Mythos der Giftwirkung

Waldmeister hatte nicht nur wegen der Nachwehen von Maibowle seinen Ruf weg, sondern wurde zusätzlich durch erschreckende Forschungsberichte über seinen Hauptinhaltsstoff zur Schadpflanze gestempelt. Der sinnlich anregenden Wirkung des süßen, kräuterartig würzigen Dufts von Waldmeister kann man sich ebenso wenig entziehen wie dem Aroma von Vanille, Bergheu oder auch Zimt. 1820 wurde der Duft- und Aromastoff erstmals aus Tonkabohnen isoliert und nach der in Guyana dafür üblichen Bezeichnung Coumarouna (spanisch cumarú) benannt: Cumarin. Wenige Jahrzehnte später fand Cumarin breite Anwendung, etwa in der Pharmazie zum Überdecken von unangenehmen Gerüchen, in der Kosmetik für Parfums und Cremes, in der Lebensmittelproduktion für Liköre, Schokolade, Süßwaren und Eiscreme.

Waldmeister – Wonnetrank im Wonnemonat

Kurz vor der Blüte ist der Waldmeister in seiner besten Phase, jedenfalls aus menschlicher Sicht. In seinen filigranen Blättchen steckt ein herrlicher Duft, der aber erst geweckt werden muss. Das Cumarin, das den Waldmeister so typisch riechen lässt, wird erst frei, wenn die Pflanzen welken. Der fränkische Dichter Friedrich Schnack (1888-1977) beschreibt es so: „Der Waldmeister lebt erst nach seinem Tode wahrhaft auf. Wenn die Pflanze dahingewelkt ist, spendet sie den Hauch ihres Opfers: prickelnden, in Wein geborenen Maienduft…“.

Waldmeister – der Mai kann kommen!

Der Mai ist zwar noch nicht gekommen, die Bäume schlagen aber schon aus und auch der Waldmeister schießt ins Kraut. Zur Walpurgisnacht, zum Tanz in den Mai hat das grazile Kraut seine Sternstunde. Mit unvergleichlichem Aroma entzückt die berühmte Maibowle – dem Waldmeister sei Dank. Das Volk setzt nicht allein auf die kulinarischen Qualitäten, sondern vertraut auch auf die Heilkraft des Waldmeisters.

Karfreitag

Mit Karfreitag sind so manche Pflanzen eng verbunden. Schneidet man in der Nacht zu Karfreitag einen Holunderzweig auf dem Kirchhof und bohrt das Mark heraus, kann man damit Hexen erspähen. Man braucht nur beim Gottesdienst hindurch zu blicken, Hexen sitzen stets verkehrt herum zum Altar. Aber man sollte die Kirche vor dem Läuten schleunigst verlassen, sonst drehen einem die entdeckten Hexen den Kragen um oder jagen einem ihre Katzen auf den Hals.

Gründonnerstag

In der Passionswoche zwischen Palmsonntag und Ostern hat der Donnerstag eine besondere Bedeutung. Gründonnerstag, eine sehr logisch klingende und wahrscheinliche Deutung des Namens bezieht sich auf den Brauch, an diesem Tag besonders viel Grünes zu essen. Mit grünem Gemüse und grünen Kräutern soll man die Kraft des Frühlings und die Stärke des Austriebs in sich aufnehmen. Laut Volksglauben wird man dadurch das ganze Jahr nicht krank und hat immer Geld im Beutel. Traditionell gibt es an diesem Tag eine bestimmte Speise wie Suppe, Brot oder Kuchen.

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