Garten: Es wächst!

Garten: Es wächst!

Endlich, die Sonne wurde dieses Frühjahr schon gesichtet. Die Pflanzen reagieren prompt. Der Gärtner ist jetzt aber nicht nur im Garten gefragt. Auch die treibenden Orchideen auf der Fensterbank müssen versorgt werden: umtopfen, wässern, mit neuer Erde und Substrat versorgen. Meine wöchentlichen Gartentipps – auch auf br-online.

Bauernregel:
Gertraud (17.3.) den Garten baut.

Früher Anbau lohnt die Mühe
Der warmen Tage der letzten Woche sei es gedankt, jetzt dürfen erste Saaten ins Gemüsebeet. Nach der alten Regel „Wer will dicke Bohnen essen, darf die Märzsaat nicht vergessen!“ kommen Dicke Bohnen (auch Puff-, Sau- oder Pferdebohnen genannt) an die Reihe. Durch zeitige Aussaat bleiben die Pflanzen von den gefürchteten schwarzen Läusen verschont. Erbsen, Radieschen, Kohlrabi, Mairübchen, Spinat und Schnittsalat können Sie ebenfalls schon säen. Empfehlenswert ist eine wärmende Abdeckung mit Vlies.

Zwiebelchen stecken
Wo die Erde nicht mehr an den Schuhen kleben bleibt und sich gut erwärmt hat, können Steckzwiebeln ausgebracht werden. Man setzt die etwa haselnussgroßen Zwiebeln, z.B. von der Sorte ‚Stuttgarter Riesen‘, in Reihen von 25-30 cm Abstand alle 5-10 cm nur so tief in den Boden, dass ihre Spitzen gerade noch so eben herausragen. Sanft angießen und spätestens, sobald Nachtfröste drohen, mit Vlies abdecken.

Orchideen umtopfen
Im Haus wird es Zeit, die bereits wieder treibenden Gewächse auf der Fensterbank zu umsorgen. Orchideen, heutzutage Hochleistungspflanzen, setzen oft überhaupt nicht mit der Blüte aus, trotzdem sollte man sie alle 2-3 Jahre umtopfen. Dafür ist jetzt eine gute Gelegenheit. Orchideen zunächst einmal kräftig wässern, dann austopfen und alte Erde soweit möglich ausschütteln. Beschädigte, verfaulte Wurzeln entfernen. Neu eintopfen, dafür kann der ursprüngliche Topf gereinigt wieder verwendet werden. Verwenden Sie unbedingt spezielles Orchideensubstrat. Anschließend nur vorsichtig wässern, zunächst soll sich die Pflanze erst eine bis zwei Wochen eingewöhnen.

Kennen Sie das?
Horst-, Nest-oder Dibbelsaat
Im Gegensatz zur Reihensaat, wo die Samenkörner einzeln in Reihen gelegt werden, und zur Flächensaat, bei der man die Samen mit möglichst gleichmäßigem Abstand auf einer Fläche verteilt, kommen bei der Horst- oder Dibbelsaat stets mehrere Körner dicht nebeneinander in die Erde. Angewandt wird diese Sämethode vor allem bei Pflanzen mit großen Samen, z.B. bei Bohnen, Erbsen, Mais, Gurken, Kapuzinerkresse oder Sonnenblumen. In bestimmten Abständen gräbt man dazu ein flaches Loch und legt 3-7 Samenkörner hinein, mindestens doppelt, höchstens viermal so tief wie die Körnchen groß sind. Die keimenden Pflanzen durchstoßen dann mit gemeinsamen Kräften die Erde. Schwache Sämlinge werden später entfernt, damit die verbliebenen sich zügig und kräftig entwickeln.

Keine Kommentare vorhanden

Einen Kommentar schreiben

X