Tomaten: die besten Tipps zum Vorziehen

Nach wie vor der Hit unter dem Gemüse: Tomaten. Kein anderes Gemüse wird so viel gegessen wie die roten (oder auch gelben, grün gestreiften) Früchte. Am besten schmecken Tomaten allerdings, wenn man sie frisch aus dem eigenen Garten oder vom Balkon erntet. Und das auch noch von selbst gezogenen Pflanzen. Doch die muss man jetzt vorkultivieren.

Sortenwahl

Ab März ist die beste Zeit zur Aussaat. Fleischtomaten fürs Saucen und Suppen, Kirschtomaten für die Genießer, Stabtomaten als Klassiker, Buschtomaten für Balkongärtner, Flaschentomaten für gehaltvolles Ketchup, alte Sorten für Liebhaber, Neuzüchtungen für Experimentierfreudige – die Auswahl ist groß. Wer sich gar nicht entscheiden kann, darf auch die Samen aus der leckeren Tomate, die er gerade verspeist, nehmen. Dazu die Kerne aus dem Fruchtfleisch herausholen, in ein Sieb legen, gründlich unter fließendem Wasser spülen. Dann auf Küchenpapier auslegen, trocknen und die gelben Samen herauslesen.
Selbst geerntete Samen keimen oft genauso gut wie gekaufte – nur was herauskommt, bleibt jedes Mal spannend. Die Sämlinge können immer ein bisschen variieren. Sortenrein ist nur das gekaufte Saatgut, sofern laut Verpackung garantiert.

Für einen guten Wachstumsstart

Die Samen von Tomaten keimen nach meiner Erfahrung schneller, wenn man sie vorquellen lässt. Dazu über Nacht in handwarmes Wasser, noch besser: in eine Thermoskanne mit auf Handwärme abgekühlten Kamillentee legen. Das wirkt vorbeugend gegen Schimmel und Keimlingskrankheiten. Die recht kleinen Tomatensamen schwemmt es dann beim Angießen auch nicht so leicht weg.

Ab in die Erde

Grundvoraussetzung ist eine hochwertige Anzuchterde. Töpfchen oder Multitopfplatten – auch im Boden mit Loch versehene Joghurtbecher, Papprollen von Toiletten- oder Küchenpapier sind bestens geeignet – dicht an dicht (so trocknen sie nicht so schnell aus) in ein Minigewächshaus stellen. Und so geht es: Töpfchen bis knapp unter den Rand locker mit Erde füllen, auf der Tischplatte leicht aufklopfen (damit keine Luftlöcher bleiben) und mit dem Boden eines anderen Töpfchens oder mir dem Handrücken sanft festdrücken.
Auf die Oberfläche kommen die Samen, je 3-5 in jedes Gefäß. Dabei leistet ein Zahnstocher oder eine Pinzette gute Hilfe. Töpfchen eng zusammenstellen und alles mit Anzuchterde übersieben – nur gerade so viel, bis die Samen zugedeckt sind. Erneut alles sanft andrücken.

Feucht und warm

Die Saat jetzt gründlich einsprühen oder mit einer sehr feinen Tülle gießen, mit lauwarmem, entkalktem Wasser. Und zwar nur so lange, bis sich die Erde anfühlt wie ein kräftig ausgedrückter Schwamm. Um Schimmel zu vermeiden, kann man die Aussaaterde dünn mit feinem Sand übersieben. Dann Haube aufsetzen oder eine Folie überziehen. Unter der Abdeckung entsteht ein günstiges Treibhausklima. Warm aufstellen, auf der Fensterbank – bei 20-25 °C.

Umsetzen

Schon nach etwa einer Woche erscheinen die Keimlinge. Sobald das erste Grün herausspitzt, ist Licht vonnöten. Zuerst tragen die kleinen Tomaten nur ganz einfach gebaute Blätter. Wasser gibt es nur, wenn die Erde trockener wird als ein ausgedrückter Schwamm, das Gewächshaus innen nicht beschlägt, keine Tropfen am Deckel hängen. Die Pflänzchen brauchen frische Luft, deshalb immer gut lüften.
Sobald sich die ersten richtigen Laubblätter mit gezähnten Rändern zeigen, müssen die Pflänzchen vereinzelt werden – es bleibt nur das jeweils stärkste Tomatenkind im Töpfchen, die übrigen werden herausgezupft. Die verbliebenen kann man auch in größere Gefäße mit Anzuchterde pikieren, d.h. umsetzen, dabei bis zum ersten Blattansatz in die neue Erde stecken. So bilden sie am unteren Stängelabschnitt viele Wurzeln, wachsen dann viel kräftiger und werden richtig standfest.

Im Wurzeltrainer

Tomaten säe ich im Tetrapack, also gebrauchten Milch- oder Saftbehältern aus, dafür die Tüten oben abschneiden, bis zur Hälfte Aussaaterde einfüllen und Samen ausbringen. Pro Gefäß sicherheitshalber 2-3 Samen, von denen später nur der stärkste Keimling verbleibt (die übrigen verwerfen oder extra einsetzen).
Dank des tiefreichenden Gefäßes können die Tomaten lange Wurzeln ausbilden – während des Wachstum immer wieder etwas Erde (bis zu den Blättchen) nachfüllen, dann bilden sich an den Stängeln ebenfalls Wurzeln. Die Tomaten werden so besonders standfest und haben ein umfangreiches Wurzelwerk, um optimal zu wachsen.

Im „Wurzeltrainer“ wachsen nicht nur Tomaten optimal…

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