Giersch: von wegen ex und hopp

Die gute Idee für Garten und Balkon auf Bayern 1: Gilt als das hartnäckigste und schlimmste Unkraut – wird als biblische Plage angesehen und als Garten-Apokalypse gefürchtet. Giersch! Weg damit?

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Ach wenn der Giersch…

Wenn doch bloß der Giersch… nicht wär‘, stöhnen viele Gärtner und versuchen ihn mit allen Mitteln los zu werden. Dabei kommt doch der Giersch am ehesten dem Traum einer „eierlegenden Wollmilchsau“ unter den Pflanzen nahe. Wer kann da eigentlich noch wagen, „Der Giersch muss weg!“ zu sagen?

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„Unkraut“ im Garten: Ackerwinde

[caption id="attachment_85976" align="alignleft" width="300"] Foto: piaxabay[/caption]

Es hört nicht auf mit „Unkraut“: Die Ackerwinde (Convolvulus arvensis). Mag eigentlich auch keiner im Garten haben. Gilt auch als Teufels Nähgarn oder Sauwickel, weil sie andere Pflanzen zusammenschnürt. Aber wie viel passender sind Namen wie Sonnenschirmchen, Engelshemdchen, Herrgottskittelchen oder Marienkelch. Zum letzten Namen gibt es eine Legende:

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„Unkraut“ im Garten: Zaunwinde

Schon wieder „Unkraut“, ein besonders gehasstes – von nicht wenigen Gärtnern an eine der vordersten Plätze auf der Liste der world’s worst weeds gewählt: Die Echte Zaunwinde (Calystegia sepium). Trägt so nette Namen wie Bettlerseil, Schlangenrank, Teufelsdraht, aber auch so einfallsreiche wie Tutenblume, Kaffeetässchen oder Pisspott. Regenblume heißt sie, weil sie sich schließt, wenn Regen ansteht. Elegante Schlingtriebe, herzförmige Blätter, glockige Blüten, die auch nachts im Mondlicht schimmern – kann man so was als Unkraut verreißen?

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„Unkraut“ im Garten: Feinstrahl

Noch mehr „Unkraut“: Feinstrahl (Erigeron annuus), auch Einjähriges Berufkraut – noch ein Neophyt, eine eingeschleppte Pflanze, ursprünglich in Nord-Amerika heimisch. Als Gartenzierpflanze (Feinstrahlaster) bei uns eingeführt und über die Gartenzäune „gehüpft“, verselbständigt und heute argwöhnisch beäugt. Dabei sieht es doch so nett aus, fast wie ein zu groß gewordenes Gänseblümchen. Stehen lassen oder ausrupfen?

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„Unkraut“ im Garten: Franzosenkraut

Und weiter geht’s mit „Unkraut“: Franzosenkraut oder Knopfkraut (Galinsoga). Verbreitet ist vor allem das Zottige Franzosenkraut (G. ciliata), erkennbar an der rauen Behaarung, etwas seltener trifft man auf das nicht oder nur wenig von dicht anliegenden Härchen überzogene Kleinblütige Knopfkraut (G. parviflora).

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Garten: Rosige Aussichten

Bibernellrose weissWas jetzt grad auffällt:
Frühe Rosen
Noch bevor der Rosenmonat Juni beginnt, eröffnen ein paar Frühstarter unter den Rosen mit kostbaren Blüten die Rosensaison. Dazu gehört die Bibernell- oder Dünenrose (Rosa pimpinellifolia). Sie zählt zu den Wildrosen, aber es gibt eine Reihe von Sorten mit weißen, gelben, rosa bis roten Blüten, von einfach über halbgefüllt bis gefüllt, oft duftend. Überaus anspruchslos schmücken die 1-2 m hohen Sträucher selbst an sehr kargen Standorten ihre dicht bestachelten Zweige mit feingliedrigen Laubblättern, bleiben den ganzen Sommer über gesund und bringen im Herbst kugelige, schwarze Hagebutten.

Wetterspruch:
Wenn’s im Mai viel regnet,
ist das Jahr gesegnet.

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Garten: Der Frühling ist ein zartes Pflänzchen

Was jetzt grad auffällt:
Schlüsselblume
Hier und da blühen sie schon, die Schlüsselblumen, Schlüssele oder Himmelsschlüssel. Nach einer Legende sind sie aus den verlorenen Schlüsseln des heiligen Petrus entstanden, und schließen seitdem im Frühling die Erde für alle Pflanzen auf. Die Echte oder Wiesen-Schlüsselblume (Primula veris) gehört laut dem Deutschen Verband für Landschaftspflege zu Bayerns Ureinwohnern und ist heuer „Blume des Jahres“. Die dottergelben Blüten tragen orangefarbene Flecken am Schlund, damit unterscheidet sich diese Art von der viel häufigeren Hohen Schlüsselblume (Primula elatior). Weil die Lebensräume der Echten Schlüsselblume schwinden, kann man ihr im Garten einen Überlebensraum schaffen. Viele Gärtnereien bieten Echte Schlüsselblumen getopft an. Die Pflanzen brauchen einen sonnigen bis licht-schattigen Platz mit magerem, kalkhaltigem Boden.

Wetterspruch:
Märzen kalt und Sonnenschein – bringt eine gute Ernte ein.

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Statt Quinoa: Gänsefuß!

ChenopodiumQuinoa (Chenopodium quinoa) – im Foto links – ist derzeit buchstäblich in aller Munde: Das glutenfreie Pseudo-Getreide, auch Reismelde, Andenhirse oder Inkareis genannt, mit Spinat und Roter Bete verwandt, gilt als besonders wertvolle „Superfood“.

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Der schon wieder!

Kaum freust dich übers frische Frühlingsgrün, sprießt im Garten Ärger. Ja Kreuzbirnbaum unter der Hollerstauden, der Giersch ist da! Die grüne Pest, wie wirst denn die bloß los… Jäten? Ja, wenn du sehr ausdauernd und sehr hartnäckig bleibst, gibt er vielleicht mal auf, der Giersch. Besser nimmst ihm das Licht, deckst ihn mit Unkrautvlies ab. Nach …

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Der Giersch, der Gute

Des Gärtners Fluch, des Koches Segen! Giersch, das ist eines der besten, gesündesten und vielseitigsten Wildgemüse, das es gibt. Statt sich darüber aufzuregen, dass er nutzloses Unkraut ist, sollte man den Giersch besser nutzen und als Würzkraut verputzen. Wie? Das steht beim Küchen-Rendezvous „Dinkel trifft Giersch“ am 30. April 2014 auf Schlossgut Odelzhausen im Mittelpunkt. …

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Garten: Frühling in Rekordzeit

Narzisse OsterglockeMeine wöchentlichen Gartentipps – auch auf br.de.

Pflanze der Woche:
Osterglocken
Die sind dieses Jahr eindeutig viel zu früh da, die Glocken zu Ostern! Mit dem Namen verbindet man mehrere Blumen: Neben Märzenbechern, Küchenschellen und Kaiserkronen gelten vornehmlich die großen gelben Trompetennarzissen als die Osterglocken.

Bauernregel:
Regen im April,
jeder Bauer (Gärtner) will.

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Wildpflanzenkunde

Samen KratzdistelWarum sammelt jemand Samen von „Unkraut“, von Kohl-Kratzdisteln, von Einjährigem Berufkraut, vom Franzosenkraut und vielen anderen Arten? Vernichten! Schreien da viele. Nein, im Gegenteil. Sammeln, bewahren, zeigen, aufklären, verteilen, vervielfältigen. Alle Pflanzen haben ein Recht zu leben, alle haben eine Bedeutung, alle sind wichtig – auch wenn wir das manchmal nicht verstehen (wollen). Kohl-Kratzdisteln sind z.B. ein sehr gutes Wildgemüse, der Wurzelstock enthält viel Inulin (damit für die Ernährung von Diabetikern interessant). Tagfalter lieben die Blüten als ergiebige Nektarquelle. 

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Garten: Verspätete Eisheilige oder verfrühte Schafskälte?

Akelei blauAchtung, Kälte – das mögen viele Pflanzen gar nicht, Gärtner übrigens ebenfalls nicht. Da heißt es sich warm anziehen. Trotzdem wird es wohl bald wieder wärmer, da darf man sich auf Erdbeeren und Bohnen freuen. Im Gartenrezept diese Woche: Salbeimäuschen. Meine wöchentlichen Gartentipps – auch auf br.de.

Pflanze der Woche:
Akelei
Anmutige Blumen schaukeln an dünnen Stielen hoch über adrett gefiedertem Laub. Ihre besondere Blütenform verlieh der Akelei auch die Volksnamen Elfenhandschuh, Taubenblume oder „Fünf Vögerl zusamm“. Einmal im Garten, immer im Garten – die Akelei bleibt treu, denn sie versamt sich reichlich.

Bauernregel:
Ist der Mai heiß und trocken, gibt‘s für den Bauern keine Brocken.
Ist der Mai kühl und nass, füllt das dem Bauern Scheun‘ und Fass.

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Garten: Jetzt wird’s Zeit!

Tulpen_MagnolieEs gibt viel zu tun, legen wir los! Nutzen wir die milden Tage, um alles für bunte Blüten und reiche Früchte vorzubereiten. Es will gepflanzt, gejätet und vermehrt werden. Im Gartenrezept diesmal Löwenzahnknospen. Eine Delikatesse sondergleichen, nur jetzt, nur für kurze Zeit, frisch aus dem Garten. Meine wöchentlichen Gartentipps – auch auf br.de.

Pflanze der Woche:
Tulpenmagnolie
Sie gilt als einer der schönsten Blütenbäume: Die Tulpenmagnolie (Magnolia x soulangiana). Aus dick pelzigen Knospen brechen noch vor den Blättern handgroße Blütenkelche hervor, die einen betörenden Duft verströmen. Junge Blütenblätter kann man sogar essen, sie schmecken knackig-saftig-süß. Werden sie älter verschiebt sich das Aroma schnell zu sehr ins Parfümhafte, Seifige.

Bauernregel:
Regen auf Walpurgisnacht
hat stets ein gutes Jahr gebracht.

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Tölzer Kräuterspaziergang, der dritte

Taraxacum officinaleNach Bäumen und ersten Frühlingskräutern geht es bei den Tölzer Kräuterspaziergängen diesmal, am Freitag, den 26. April 2013 ab 16.00 Uhr um Unkraut, Unkraut, Unkraut. Wetten, dass Sie es schätzen lernen? Weil’s so gut schmeckt… Und ich erzähle Ihnen was, das Sie bestimmt noch nicht über Giersch und Löwenzahn gehört haben.
Gierschspinat und Löwenzahnsirup

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Willkommen!

Heute ist kalendarischer Frühlingsanfang. Schon gesehen? Der Giersch treibt! Was unzählige Gärtner als Zumutung empfinden, ist mir jedes Jahr eine besondere Freude. Für mich ist Giersch nicht lästig, sondern höchst nützlich. Die jungen Blätter haben ein einzigartiges Aroma, schmecken wie eine Mischung aus Petersilie, Möhre und Sellerie, lassen sich in der Küche vielseitig verwenden. Und …

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