Giersch: von wegen ex und hopp

Giersch: von wegen ex und hopp

Die gute Idee für Garten und Balkon auf Bayern 1: Gilt als das hartnäckigste  und schlimmste Unkraut – wird als biblische Plage angesehen und als Garten-Apokalypse gefürchtet. Giersch! Weg damit?

Der Fachhandel bietet viele verschiedene Herbizide an:
Viele Spritzmittel mit dem Hinweis „wirkt auch gegen Giersch“ enthalten i.d.R. Glyphosat – und das will doch niemand im Garten anwenden!?
Spritzmittel mit natürlichem Wirkstoff Pelargonsäure (Nonansäure; verursachen Hautreizungen, schwere Verätzungen sowie ernsthafte Augenreizungen, sind schädlich für Wasserorganismen mit langanhaltender Wirkung).

Wer meint, mit solchen Mittel dauerhaft mehrjährige Arten wie Giersch, Quecke, Disteln, Winden, Löwenzahn ausmerzen zu können, wird stets eines Besseren belehrt. Mal ganz abgesehen von dem Schaden, den man mit solchen Mitteln der Umwelt (und oft sogar sich selbst) zufügt – der Giersch lacht sich eins!

Hartnäckige Unkräuter wie Giersch sind nur durch fortgesetzte Behandlungen („Aushungern“) wirksam zurückzudrängen. Auch viele einjährige Unkrautarten müssen wiederholt behandelt werden, Vogelknöterich, Kompasslattich u.v.a. verfügen nämlich über ein ausgeprägtes Wurzelwerk und treiben aus tief liegenden Knospen wieder aus.

Meine Alternative 1: Storchschnabel dicht pflanzen, darunter geht der Giersch zugrunde – in Storchschnäbeln ist nämlich die besagte Pelargonsäure (siehe oben) enthalten.
Meine Alternative 2: Kontrolliert ausgraben; Erde gründlich lockern, mit den Fingern die Gierschwurzeln erfühlen und behutsam herausziehen, so dass sie möglichst nicht reißen oder brechen, Wurzeln in die Sonne legen und ausdörren – und hartnäckig bleiben, mehrmals wiederholen.
Meine Alternative 3: Frieden schließen und aufessen bzw. nutzen! Giersch ist überaus gesund und lecker. Rezepte gibt es in meinem Buch „Das wilde Kräuterbuch“.

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