Heute, am 10. Juli, wird Alexander, Felix, Januaris, Martialis, Philippus, Silvanus (Silanus) und Vitalis gedacht, der sieben Söhne von Felicitas. Felicitas gilt als Schutzheilige der Frauen und Mütter sowie der Fruchtbarkeit. Sie lebte im 2. Jh. in Rom und wurde gemeinsam mit ihren Söhnen ein Opfer der Christenverfolgung. Ihr Gedenktag ist der 23. November. Vor Gericht ermutigte Felicitas ihre Söhne zur Standhaftigkeit, ihrem Glauben nicht abzuschwören – was sie auch taten.
Für den Siebenbrüdertag gelten folgende Wetterregeln:
- Die Siebenbrüder das Wetter machen, ob sie nun weinen oder lachen.
- Wenn sich sieben Brüder sonnen, kommen sieben Wochen Wonnen.
- Wie`s Wetter am Siebenbrüdertag, es sieben Wochen bleiben mag.
- Ist Siebenbrüder ein Regentag, so regnet’s noch sieben Wochen danach.
Nicht verwechseln mit dem Siebenschläfertag am 27. Juni! Doch beide Lostage sagen Ähnliches voraus, dass nämlich die herrschende Witterung noch eine ganze Weile stabil bleiben wird. Die sieben Wochen Sonnenschein bzw. Regen bewahrheiten sich in zwei von drei Sommern, und zwar umso verlässlicher, wenn dafür der Zeitraum zwischen 5. und 10. Juli betrachtet wird. Woher das kommt? Siebenbrüder am 10. Juli berücksichtigt die gregorianische Kalenderreform, bei der Papst Gregor verfügte, dass auf den 4. Oktober 1582 der 15. Oktober 1582 folgen sollte. Die zehn Tage dazwischen wurden einfach übersprungen.

Das Blut der Söhne, so die Legende, tropfte auf Farnkraut. Solches darf man altem Glauben zufolge nicht am Siebenbrüdertag pflücken. Sonst kann es niemals mehr weiterwachsen…