Blütenbutter

Hübsch bunt und duftig schmelzend: Blüten in allen Farben machen eine schlichte Butter zur Krönung auf jedem Brot. Passt aber auch gut Semmeln, zu Gemüse, gegrilltem Obst und selbst zu Fleisch, z.B. Hühnchen. Und geht sehr einfach: Blüten von Rosen, Nachtkerzen, Kornblumen, Klatschmohn, Baldrian, Mädesüß, Malven usw. fein schneiden und unter zimmerwarme Butter rühren. In eine Box füllen oder mit Frischhaltefolie zur Rolle formen oder in Silikonförmchen füllen, kühlen – schon fertig. Wer es gerne süß mag, rührt noch etwas Honig und/oder Himbeeren in die Butter. Wer es pikant bevorzugt, mischt Curry oder Chilipulver dazu.

Woher die Schlehe ihre weißen Blüten hat

Vor langer Zeit hielten die Pflanzen im Wald eine Versammlung ab. Sie forschten nach dem Gewächs, dessen Zweige dereinst dem Heiland als Dornenkrone solche Pein gebracht hatten. Die Wildrose konnte es nicht sein, ihre Ranken hatten viel zu feine und zu weiche Stacheln. Auch vom Weißdorn fiel der Verdacht ab, waren seine Äste doch gar nicht biegsam genug. Schließlich blieben nur der Kreuzdorn und die Schlehe übrig.

Schön, aber auch nützlich?

Foto Wouter Hagens, Quelle wikipedia, gemeinfrei

Alle reden vom Schutz der Insekten, da reihen sich Gartenbesitzer auch gleich mit ein. Immerhin pflegen sie doch ein grünes Paradies voller Blüten. Vielen Hobbygärtnern ist gar nicht bewusst, dass sie aber leider mehr für sich als für die Insekten tun. Beispiel: Harlekinweide (Salix integra `Hakuro Nishiki´), auch Flamingobäumchen oder Kirmesweide genannt. Sieht ja hübsch aus…

Das Licht in den Pflanzen

Blüten, die so leuchten wie die von den Christrosen – da komme ich ins Schwärmen. Es scheint, als ob all das Licht des vergangenen Sommers. in den Wurzeln gespeichert, jetzt über die Stängel nach oben zu den Knospen geleitet wird und in den sich öffnenden Blüten mit großer Strahlkraft die dunklen Tage erhellt. Mit ihrer außergewöhnlichen Blütezeit sorgt die Christrose – einstmals auch Sonnvogelkind genannt – für lichte Momente. Sekundenglück?

Wiesengold

LoewenzahnbluetenNur jetzt noch! Löwenzahnblüten en masse. Bald sind’s nur noch Pusteblumen, dann ist Pustekuchen mit Blütengenuss. An einem sonnigen Tag voller Blütenstaub, der sorgt richtig für Farbe und Aroma. Also schnell eine Schüssel voll zupfen. Und das bitte nur von der eigenen Wiese oder am Wiesenrand, niemals in die Wiese hineingehen. Dann ausbreiten, am besten flach auf ein Tablett, locker mit Zeitung abdecken und 5 Minuten warten. Danach haben sich all die kleinen schwarzen Käferkerlchen und andere Genüsslinge aus dem Staub gemacht. Und nun?

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Schön sauer, der Ampfer

Sauerampfer – klingt verächtlich aus dem Munde eines Weinliebhabers. Dagegen umso verlockender für einen Wildpflanzenkenner. Gerade sprießt er wieder, das Essigkraut, der Sauerlump, der Surimuri. Kaum jemand, der sich nicht erinnert, mit welcher Lust man als Kind die frischen Blätter des Sauerampfers von der Wiese gezupft und genüsslich zerkaut hat: so schön sauer! Da lief einem das Wasser im Munde zusammen und der Durst war gelöscht. Will nicht auch jeder Koch seinen Gästen ein solches Wohlgefühl vermitteln? Dann kommt er am Sauerampfer kaum vorbei.
Mehr zum Sauerampfer auch im Wildpflanzen-Magazin – dem monatlich erscheinenden e-Magazin rund um Wildkräuter und mehr.

Wie wohl der Sommer wird?

Jetzt gilt es genau zu schauen: Blühen die Schlehen auf? Denn so viele Tage die Schlehen vor Georgi (23.4.) ihre Blüten öffnen, so viele Wochen herrscht der Sommer. Eine alte Bauernregel weiß: „So viele Tage vor Georgi die Schlehe blüht, so viele Tage vor Jakobi (25. Juli) man zur Ernte zieht.“ Eine andere: „Blüht die Schlehe weiß wie Schnee, ist’s Zeit, dass man die Gerste säe.“

Die gute Idee für Balkon und Garten auf Bayern 1

Zum Start in die Gartensaison gibt es in der Woche nach Ostern täglich einen Tipp von mir zu hören auf Bayern 1. Da ist für jeden was dabei, ob reiner Fensterbankgärtner oder Großgartenbesitzer. Zum Anziehen von Pflänzchen ein selbst gebasteltes Minigewächshaus, für mehr Fruchtansatz ein Krafttraining für Bäume, die wirklich richtige Rasenpflege, der optimale Termin zum Rosenschnitt…

 

Kätzchen, was für Schätzchen 3

Kätzchen ins Körbchen: Wenn Kätzchen ihren Dienst erfüllt haben, fallen sie gemeinhin einfach im Ganzen ab, nur bei Birken lösen sie sich nach und nach auf. Dann ist’s zu spät, Kätzchen wollen beizeiten gesammelt sein. Wozu? Aus einigen von ihnen lässt sich so manche Köstlichkeit zaubern, die ein oder anderen werden auch in der Volksheilkunde genutzt. Nach altem Glauben bleibt z.B. das ganze Jahr gesund, wer die ersten drei Weidenkätzchen des Frühlings schluckt.

Kätzchen, was für Schätzchen 2

Auch bei Kätzchen dreht sich alles um Liebe: Wenn nicht die Weiden, wer dann trägt auf seinen Zweigen Kätzchen? Weidenkätzchen fallen zwar wieder ein wenig aus dem üblichen Rahmen, denn sie hängen nicht herab und es gibt sie in männlicher wie weiblicher Ausführung, aber dafür verdienen sie den Namen ganz besonders. Männliche Weidenkätzchen tragen ein silbriges, streichelweiches Fell – Schmusekater. Weibliche Kätzchen geben sich bescheidener in grünlichen Seidenpelz gehüllt – Samtpfoten.

 

Kätzchen, was für Schätzchen

Katzenvideos sind die Hits im Internet. Die ganze Welt amüsiert sich über tollpatschige Katzen, findet Kätzchen so süß. Aber die Kätzchen, von denen hier die Rede sein wird, maunzen nicht, schnurren nicht, fahren keine Krallen aus, lassen sich höchstens streicheln. Die Rede ist nicht von Mietzekatzen, sondern von Blütenständen.

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