Wald-Ziest

Fast jeder Ziest, den du siehst, wenn du durch den Wald ziehst, ist ein Wald-Ziest. Jedenfalls der, der purpurne Blüten trägt, nesselartige Blätter hat und – sagen wir mal – nicht ganz rosenartig duftet. Stinkblatt oder Bockkraut wird der Wald-Ziest (Stachys sylvatica) daher auch genannt. Die alten Kräuterväter bezeichneten ihn als „Urtica foetida maxima“ (Große stinkende Nessel) oder „Lamium maximum sylvaticum foetidum“ (Große stinkende Wald-Taubnessel) – gute Beschreibungen. Was magst mit so einem Kraut schon anfangen?

Statt Steinpilz

Zu nichts zu gebrauchen, weil muffig? Von wegen, der Wald-Ziest hat ungeahnte Qualitäten. Man muss nur warten, denn erst beim Welken und Trocknen entfalten vor allem die Blätter ein Aroma, das schon als majestätisch zu bezeichnen ist. Plötzlich duftet es nach Steinpilzen, den Königen unter den Waldpilzen. Mit Wald-Ziest kann man Suppen, Saucen und andere Gerichte adeln. Am besten mitköcheln oder als Kräutersalz verwenden.

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