Wild Tag

Wilde Schätze fürs Wild

Ein Bericht von Josef Schneider aus Ellwangen-Neunheim: Die Ellwanger Wildwochen gehen noch bis zum 12. November. In einer kleinen Serie stellen wir alle teilnehmenden Gastronomiebetriebe vor. Der „Hirsch – Das Ellwanger Landhotel“ in Neunheim ist von Anfang...

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Wacholder – ein sagenhaftes Gehölz

Als immergrünes Gehölz steht der Wacholder oder Kranewitt (Juniperus communis) für immerwährendes Leben. Noch unterstrichen dadurch, dass die Sträucher steinalt werden können. Mit einem Knüppel aus ihrem zähen, dauerhaften Holz sollte man den Leibhaftigen erschlagen können. „Eichenlaub...

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Wilde Wurzeln für Kaffee und Tee

kaffeeNeben Löwenzahn ergeben vor allem Wurzeln der Wegwarte (Cichorium intybus) getrocknet, geröstet, gemahlen und mit heißem Wasser überbrüht ein Getränk, das dem Bohnenkaffee nahe kommt – zwar auch heiß wie die Hölle, schwarz wie der Teufel, rein wie ein Engel, mit Zucker sogar süß wie die Liebe – aber eben nicht die Bohne Koffein. Verwandte Korbblütler wie Hainsalat (Aposeris foetida), Herbstlöwenzahn (Leontodon autumnalis) oder Ferkelkraut (Hypochaeris radicata) können ebenso zur Herstellung von Blümchenkaffee dienen.

Wilde Wurzeln als Würze

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Engelwurz

Nur durch beständige und fachgerechte Pflege entwickelt Meerrettich (Armoracia rusticana) schöne, gerade Wurzeln. Im Wildwuchs wachsen sie dagegen oft ziemlich verzwickt und verzwackt, schmecken aber trotzdem gut. Beißende Schärfe macht sie zu einer kräftigen Würze. Früher gab man geraffelten Meerrettich zu Apfelkompott und zu eingelegten Gurken, um sie haltbarer zu machen. Rettich- bis kresseartige Schärfe verleihen auch die Wurzeln anderer Kreuzblütler wie Knoblauchsrauke (Alliaria petiolata),  Ackerhederich (Raphanus raphanistrum) oder Hirtentäschel (Capsella bursa-pastoris).

Wilde Wurzeln als Gemüse

loewenzahn-wurzelnSchon mal Löwenzahn (Taraxacum officinale) aus dem Rasen gestochen? Mit ihm lässt sich am besten üben, denn er ist selbst mit größtem Fleiß kaum auszurotten. Und statt die herrlich fleischigen Wurzeln als Leckerbissen in Wühlmausfallen zu stecken, ab in die eigene Küche damit. Feinschmecker warten schon, gedünstet oder gebraten sind sie ein Genuss – und entgegen der Erwartung vieler nicht bitter, sondern sogar fast ein wenig süßlich.

Wilde Wurzeln

wilde-wurzelnDie Wurzel, das ist neben Blatt und Spross das dritte Grundorgan der Pflanzen. Niemals trägt eine Wurzel Blätter, niemals wird sie grün. Wurzeln verankern die Gewächse im Boden, sind für die Wasser- und Nährstoffaufnahme zuständig. Und sie dienen der Speicherung, dafür wandeln sie bei vielen Arten ihre Form, werden zur dicken Pfahlwurzel oder entwickeln sich zur Rübe bzw. Knolle. Oft werden solche Pflanzen als Gemüse kultiviert – Wurzelgemüse, wie im gestrigen Beitrag angesprochen. Aber alle Kulturpflanzen haben wilde Vorfahren. 

Frische Kräuter

Galium aparineDraußen sprießt schon was, die ersten wilden Kräuter! Klettenlabkraut, Brennnesseln und Scharbockskraut, sogar Bärlauch habe ich bereits gesichtet, geerntet und verkostet. Welch ein Genuss!

Verbissener Kampf

Verbissschutz WaldDa gehst im Winter in den Wald und meinst, schau her, was blüht denn da? In diesem Winter wunderst dich ja über gar nichts, nicht mal über blaue Blüten im Januar, mitten im Wald… Aber:

Wild inspiriert

Wilde Pflanzen Rattan_1Welchen Lohn kann man nicht mit Gold aufwiegen? Wenn man erfährt, dass etwas von dem, für das man lebt, das man so liebt, das man von Herzen gern weiter schenkt, auf fruchtbaren Boden fällt. Wie ein Samenkorn, das jemand hütet und sorgsam zum Keimen, zum Wachsen, zum Blühen und Fruchten bringt. Kräuterpädagogin Inez Rattan hat mir eine große Freude gemacht, als sie mich zu ihrer Ausstellung „Wild und inspirierend – heimische Pflanzen als Vorbild, Abbild und Inspiration für Design und Architektur“ vom 25.2. bis 15.3.2014  in München, Schotten & Hansen Showroom, Ludwigstraße 8, eingeladen hat. Was für ein Erlebnis, solch faszinierende, außergewöhnliche Eindrücke von wilden Gewächsen zu bekommen! 

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