Baum-Advent: 6. Dezember

Einmal, an einem strahlend sonnigen und noch sehr milden Tag im Herbst, entdeckte Petrus von seiner Himmelswolke aus, dass drunten auf der Erde bei einem Haus reichlich Rauch aus dem Schornstein quoll. Er fand das sehr merkwürdig, denn es war noch viel zu warm zum Heizen, und zum Kochen doch nur ein kleines Herdfeuer nötig. Und das erzeugte höchstens eine dünne Rauchfahne. Petrus meinte, es sei nötig nachzuforschen, und schickte den Heiligen Nikolaus auf die Erde hinab.

Wacholder – ein sagenhaftes Gehölz

Als immergrünes Gehölz steht der Wacholder oder Kranewitt (Juniperus communis) für immerwährendes Leben. Noch unterstrichen dadurch, dass die Sträucher steinalt werden können. Mit einem Knüppel aus ihrem zähen, dauerhaften Holz sollte man den Leibhaftigen erschlagen können. „Eichenlaub und Kranewitt, das mag der Teufel nit!“ heißt ein Spruch des Volkes. Also, auf damit in die Küche. Wacholder steht nicht auf der Liste der Anlage 1 zur Artenschutzverordnung, also darf man Zweige und Zapfen ernten, solange man den Strauch als Ganzes nicht beeinträchtigt und sich selbstverständlich nicht an Exemplaren in Naturschutzgebieten bedient.

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