Lorenzikraut

10. August – Lorenzi- oder Laurenztag. Laurentius gilt als erster „Herbstbruder“, er teilt den Sommer. Die Blüten werden weniger, das Wachstum geht ins Reifen über, die Erntezeit beginnt. Nach altem Glauben soll heute Laurenzikraut oder Lorenzlorbeer gepflückt werden, weil sie jetzt besonders heilkräftig ist. Also auf, Goldrute (Solidago virgaurea) suchen.

Wacholder – ein sagenhaftes Gehölz

Als immergrünes Gehölz steht der Wacholder oder Kranewitt (Juniperus communis) für immerwährendes Leben. Noch unterstrichen dadurch, dass die Sträucher steinalt werden können. Mit einem Knüppel aus ihrem zähen, dauerhaften Holz sollte man den Leibhaftigen erschlagen können.

Schlehen – blaue Perlen zwischen schwarzen Dornen

Schon der Ötzi kaute sie, im Mittelalter war der Schlehenwein gar ein Modegetränk, als Edelbrand mit kirschig-pflaumiger Extravaganz ist sie auch heute eine Spezialität: Schlehen, Juwelen unter den Wildfrüchten. Wer jemals eine frische Schlehe gegessen hat, vergisst das nie.

Wilde Wurzeln ernten

wurzeln-ausgrabenEigentlich widerstrebt es mir, Wurzeln auszugraben. Nicht wegen der damit verbundenen Mühe, sondern weil es das endgültige Ende einer jeden Pflanze bedeutet. Wurzellos, leblos. Aber meine Neugier treibt mich, das geheimnisvolle, weil meinen Blicken verborgene Treiben der Pflanzen unter der Erde zu ergründen. Und so greife ich jetzt im Herbst doch einmal zu Wurzelstecher und Grabgabel, um Schätze aus der Tiefe ans Licht zu holen.

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Zugreifen!

Kriecherl sind reif! Schade, wenn sie ungenutzt vom Baum fallen und vor sich hin faulen. Dabei kann man mit den wilden Pflaumen doch so viel anfangen: verkochen und dampfentsaften, Marmelade, Chutney, Ketchup oder Saucen zubereiten, Likör ansetzen, Sorbet herstellen, in Essig einlegen, milchsauer vergären oder auch Mus kochen und dieses dann zu Fruchtleder trocknen.

Garten: ernten, pflanzen, kompostieren

DahlieFrisch entdeckt:
Dahlien
Blütenpracht, Farbenrausch – Dahlien sind die Stars unter den Herbstblühern. Tausende von Sorten sind im Lauf der Geschichte entstanden, von winzigen Pompons bis zu riesigen Bällen, von strahlendem Weiß bis geheimnisvollem Violett bleibt kaum ein Wunsch hinsichtlich Form und Tönung offen. Der große Forscher Alexander von Humboldt (1769-1859) brachte die Dahlie einst aus Mexiko und Guatemala nach Deutschland.

Wetterregel:
Je früher das Laub im Oktober fällt,
desto fruchtbarer wird das nächste Jahr.

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Garten: Vorfreude auf den Herbst

Sommeraster 2Frisch entdeckt:
Sommeraster
Obwohl sie erst mit ab September voll zur Blüte kommt und sich die Blütezeit bis tief in den Herbst erstreckt, heißt sie doch nicht Herbstaster, sondern Sommeraster (Callistephus chinensis), manchmal auch Garten-, China- oder Madeleine-Aster. Die stolzen Blumen werden schon seit Anfang des 18. Jahrhunderts gezogen. Heute haben sie vorrangig als Schnittblumen Bedeutung. Doch man sollte sie ruhig auch wieder in Beete und Rabatten holen, in vielen Formen und Farben bereichern sie die ausklingende Blühsaison.

Wetterregel:
An Mariä Geburt (8.9.) fliegen die Schwalben furt.
Bleiben sie noch da, ist der Winter nicht nah.

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Garten: Kräuter, Kräuter, Kräuter

KornblumenasterFrisch entdeckt:
Kornblumenaster
Ein Schätzchen für besondere Plätzchen: die Kornblumenaster (Stokesia laevis). Der Name bezieht sich auf die Ähnlichkeit der Blütenkörbe mit denen von Kornblumen, allerdings werden Blütenköpfe bei dieser Staude fast handtellergroß und leuchten eher flieder- bis wasserblau, auch rosa oder weiß. Erst ab August kommt die Staude richtig in Schwung, blüht dann aber bis zum Frost. An sonnigen bis halbschattigen Standorten mit gut durchlässigem Boden erweist sich die Kornblumenaster als ausgesprochen blühfreudig, bleibt an windgeschützten Stellen mit leichter Reisigabdeckung oft sogar den Winter über grün.

Wetterregel:
Scheint die Sonne hell und zart an Mariä Himmelfahrt (15.8.),
wird es schönen Herbst bedeuten.

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Garten: Des Sommers schöne Seiten

ElfenbeindistelFrisch entdeckt: Elfenbeindistel
Spektakulär, silbern, wehrhaft präsentiert sich die Elfenbeindistel (Eryngium giganteum), auch Riesen-Mannstreu genannt. Hochsommer, Hitze, heißer Boden – macht ihr alles nichts aus. Sie versamt sich gut, ohne lästig zu werden, setzt spannende Kontraste zwischen Blühstauden und Ziergräser. Ihr englischer Name lautet Miss Willmotts Ghost, scheinbar wie von Geisterhand tauchte sie nämlich in all jenen Gärten auf, wo die 1858 geborene Garden-Lady unbemerkt Samen verstreute. Zudem leuchtet ihre silbrig-weiße Erscheinung bis tief in die Nacht hinein, als wäre Miss Willmott persönlich anwesend.

Wetterregel:
Wie die Hundstage eingehen (23.7.),
so gehen sie aus (24.8.).

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Garten: Tanken, füllen, ernten

Schokoladen_KosmeeFrisch entdeckt:
Schokoladen-Kosmee
Wenn es im Garten nach Zartbitterschokolade duftet, steht nicht unbedingt ein Schokokuchen auf der Kaffeetafel. Der würde auch ganz schnell schmelzen, bei der derzeitigen Wetterlage. Die Quelle für den verlockenden Duft aber schmilzt selbst in heißen Tagen nicht dahin, im Gegenteil. Die Schwarze oder Schokoladen-Kosmee (Cosmos atrosanguineus) duftet umso stärker, je wärmer es ist. Bei kühlem Wetter dagegen darf man sich mehr am Anblick ihrer samtig dunkelroten Blüten freuen. Der Korbblütler aus Mexiko mag es sonnig und warm, wird wegen der frostempfindlichen Knolle wie eine Dahlie kultiviert.

Wetterregel:
Wie`s Wetter am Siebenbrüdertag (10.7.),
es sieben Wochen bleiben mag.

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So blau, blau, blau…

Nein, nicht wie der Enzian, sondern wie Schlehen! Blitzeblau rufen die Wildfrüchte nach erntenden Händen. Dieses Jahr hängen die Sträucher übervoll, die Zweige biegen sich bis zum Boden. Da darf man ruhig zugreifen. An einem schönen, sonnigen Tag rausgehen und in aller Ruhe pflücken. Innerhalb einer halben Stunde ist meine Schüssel voll. Jetzt aber heißt es …

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Garten: Lohnender Aufwand

Kornelkirsche 2Pflanze der Woche:
Kornelkirsche
Wächst in vielen Gärten, blüht im Frühling noch vor den Forsythien, trägt jetzt eine Fülle roter Früchte – fast wie Kirschen: die Kornelkirsche (Cornus mas), auch Dirndl oder Gelber Hartriegel genannt. Die olivenförmigen, aber kirschroten Früchte schmecken umso süßer, je länger sie am Strauch reifen und umso dunkler sie werden. Dann allerdings fallen sie rasch herunter und verderben sehr schnell. Deshalb trickreich ernten: Tücher unter den Strauch legen, kräftig schütteln, Kornelkirschen herauslesen und sofort verarbeiten, z.B. zu Saft, Fruchtmus, Marmelade.

Bauernregel:
September schön in den ersten Tagen, will den ganzen Herbst ansagen.
Septemberanfang mit feinem Regen kommt allzeit dem Bauer gelegen.

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Garten: Es duftet allerorten

Lavendel 2Pflanze der Woche:
Lavendel
Sein Duft weckt Erinnerungen an den Urlaub im Südfrankreich wie an das Parfüm der Großmutter: Lavendel verströmt ein unverkennbares Aroma. Bekannt ist vor allem der Echte oder Schmalblättrige Lavendel (Lavandula angustifolia), von dem es neben violetten auch weiße und rosafarbene Sorten gibt. Zur Gewinnung des ätherischen Lavendelöls wird hauptsächlich der reich blühende Lavandin (Lavandula x intermedia) angebaut, eine Kreuzung aus Echtem und Großem Lavendel (Lavandula latifolia). Je kürzer man Lavendel hält, ihn an stark besonnte Plätze in kargen, trockenen Sandboden pflanzt, desto besser kommt er durch den Winter.

Bauernregel:
Maria Heimsuch (2.7.) wird’s bestellt,
wie’s Wetter vierzig Tag sich hält.

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Garten: Goldene Gartenzeiten

MispelDer Oktober gibt sich golden, das darf im Garten genutzt werden. Noch ist so Einiges zu tun. Und wie wäre es mit einem feinen Aufstrich, liebevoll gekocht aus dreierlei Früchten – im Gartenrezept geht es um Mispeln, Kakis und Orangen. Meine wöchentlichen Gartentipps – auch auf br.de.

Pflanze der Woche:
Mispel
Mispeln, Asperln, Hespelein oder derb volkstümlich Hundsärsch, botanisch Mespilus germanicus, sind Früchte, die heute kaum noch jemand kennt. Dabei waren sie im Mittelalter eine der am häufigsten genutzten Obstarten. Die kleinen Bäume entwickeln breite, weit ausladende Kronen auf kurzem Stamm, tragen große filzige Blätter und blühen spät im Frühjahr ähnlich wie Quitten. Ab Mitte/Ende Oktober reifen die etwa aprikosengroßen Früchte. Nach Frosteinwirkung oder längerer Lagerung werden sie weich, ihr säuerlich-aromatisches Fruchtfleisch kann roh gegessen oder zu Marmelade, Saft, Kompott verarbeitet werden.

Bauernregel:
Ist Oktober warm und fein,
kommt ein scharfer Winter hinterdrein.
Ist er aber nass und kühl,
mild der Winter werden will.

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Garten: Erntezeit!

HerbstanemoneDer Garten spendet reichlich, von Bäumen, vom Beet und aus der Erde. Auf zur Ernte. Und vielleicht gleich in die Küche, deshalb gibt es im Gartenrezept der Woche feines mit Roten Beten. Meine wöchentlichen Gartentipps – auch auf br.de.

Pflanze der Woche:
Herbstanemone
Elegant wie eine Geisha auf schwebt die Anemonenblüte auf hohen Stielen im Gartenbeet. Geishas sind Unterhaltungskünstlerinnen, auch darin stehen ihnen die Herbstanemonen (Anemone hupehensis) nicht nach. Im Fernen Osten werden die Pflanzen schon lange kultiviert, in Deutschland sind sie seit 1855 als Gartenpflanzen bekannt. Sie gelten als äußerst robust und doch sehr blühfreudig, nicht selten versamen sie sich sogar reich.

Bauernregel:
Ein guter Septemberregen
kommt nie ungelegen.

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Garten: Spätsommeraufgaben

PalmkohlDie heißen Tage sind vorbei, eine Erholung nach all dem Hitze- und Trockenstress. Jetzt geht es ans Vorbereiten der ruhigeren Jahreszeit. Im Gartenrezept der Woche: Die ausgestochenen Löwenzahnwurzeln werden zu Kaffee oder Likör. Meine wöchentlichen Gartentipps – auch auf br.de.

Pflanze der Woche:
Palmkohl
Eigentlich ein Gemüse, wird der Palmkohl (Brassica oleracea var. palmifolia) gerne als stattliche Zierpflanze gezogen. Immerhin kann eine Pflanze mehr als hüfthoch und doppelt armlang ausladend werden. Noch sind die Blätter zart und geschmackvoll, werden aber umso faserreicher und herber, je länger sie stehen. Als Schwarzkohl, Italienischer oder Toskanischer Kohl wird der Palmkohl in der mediterranen Küche gerne verwendet, man erntet jeweils die äußeren Blätter, und muss nicht wie bei Grünkohl auf den ersten Frost warten.

Bauernregel:
September schön in den ersten Tagen,
will den ganzen Herbst ansagen.

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Garten: Beeren satt!

Lavendel und RosenEs geht ans Ernten, endlich – die Beeren sind reif. Außerdem Tipps gegen lästige Ameisen und Anleitung, wie Hortensien glücklich werden. Im Gartenrezept der Woche machen sich Basilikum-Gnocchi auf Tomatensauce gut. Meine wöchentlichen Gartentipps – auch auf br.de.

Pflanze der Woche:
Lavendel
Dass der Sommer in seine Hochphase kommt, merkt man im Garten oft an einem besonderen Duft – der Lavendel blüht. Seine wunderbare Blütenfarbe, lavendelblau, beruhigt ebenso wie sein charakteristisches Aroma. Ideal für Stressgeplagte! Ein paar Blütenstiele darf man ruhig abschneiden und trocknen, um den Duft ins Haus zu holen.

Bauernregel:
Die erste Birn‘ bricht Margareth (15.7.),
darauf überall die Ernte angeht.

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Garten: Symphonie in Blau

Grosser EhrenpreisBlaue Stunden im Garten – mit das Schönste, was der Sommer zu bieten hat. Und was nicht alles blau funkelt, im Garten: Afrikalilien im Kübel, Ballhortensien im Schatten, Glockenblumen in der Rabatte, Jungfer im Grünen im Sommerblumenbeet, Trichterwinden am Zaun, Gauchheil in der Ampel, Hainsalbei im Staudenbeet, Staudenlein im Steingarten, Männertreu im Balkonkasten… Im Gartenrezept diese Woche kommt der letzte Spargel zu kulinarischen Ehren, es gibt einen Spargelaufstrich. Meine wöchentlichen Gartentipps – auch auf br.de.

Pflanze der Woche:
Großer Ehrenpreis
Blau, die Farbe des Himmels und des Wassers, ist in jedem Garten eine begehrte Blütenfarbe. Blaue Farbtöne lassen das grüne Wohnzimmer größer erscheinen, ziehen alle Blicke auf sich und passen immer zu allen anderen Farbtönen. Besonders prächtiges Blau zeigen die filigranen Blütenrispen vom Großen Ehrenpreis, von der es sogar eine extra strahlende Sorte namens `Knallblau´ gibt.

Bauernregel:
Wenn Johanniskäfer hell leuchten im Garten,
dann ist gut Wetter zu erwarten.

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Garten: Jetzt immer mit Rezept

Im Garten wächst heran, was die Seele freut und den Magen füllt – Garten und Küche sind untrennbar verbunden. Und deshalb gibt es dieses Jahr hier immer ein Rezept dazu, mit Gartengewächsen. Heute spielen Sprossen aus der Zimmergärtnerei die Hauptrolle. Meine wöchentlichen Gartentipps – auch auf br.de.

KameliePflanze der Woche:
Kamelie
Eine Zimmerpflanze mit Schlüsselrolle in der Weltliteratur wie in der Oper, das gibt es nicht alle Tage. Das elegante Gewächs aus Ostasien ist von Alexandre Dumas in „Die Kameliendame“ wie in Guiseppe Verdis Oper „La Traviata“ verewigt. Nach Europa gelangten die Kamelien durch eine Verwechslung: Anfang des 18. Jahrhunderts wollten die Engländer Teepflanzen heimlich außer Landes bringen. Statt Tee schmuggelten sie aber Kamelien, enge Verwandte des Teestrauchs. Kamelien sind zur Teebereitung zwar ungeeignet, aber  eben unvergleichlich schön – schon wurden sie beliebte Ziersträucher.

Bauernregel:
An Pauli Bekehr (25.1.)
ist der Winter halb hin und halb her.

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Garten: Schnee deckt zu und bringt Ruh‘

Wenn es draußen neblig ist, schneit oder graupelt, sind die Blüten der Barbarazweige wahrer Balsam für die Seele. Wer jetzt Kirschen- oder Pflaumenzweige schneidet, kann sich bis Weihnachten einen Hauch von Frühling in die Stube holen. Meine wöchentlichen Gartentipps – auch auf br.de.

Adventszeit – ruhige Zeit:
•    Tannengrün.
•    Blütenrot.
•    Blätterbraun.

Bauernregel:
Fällt auf Eligius (1.12.) ein kalter Wintertag,
die Kälte vier Monate dauern mag.

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Garten: Späte Blütenfreuden bei den Gräsern

Im Oktober entfalten viele Gräser ihre volle Pracht. Und wenn Sie ein neues Staudenbeet oder eine Rabatte anlegen wollen, ist ebenfalls der ideale Zeitpunkt erreicht. Auch Tomaten, Auberginen und Zucchini können noch geerntet werden. Meine wöchentlichen Gartentipps – auch auf br.de.

Schwungvoll in den Herbst:
• Gräser schön wie sonst nie.
• Ahornblätter feurig wie sonst nie.
• Früchte bunt wie sonst nie.

Bauernregel:
Im Oktober räum den Garten;
denn willst Du warten,
so kommt die Kälte
und nimmt die Hälfte.

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