Garten: Es duftet allerorten

Garten: Es duftet allerorten

Lavendel 2Pflanze der Woche:
Lavendel
Sein Duft weckt Erinnerungen an den Urlaub im Südfrankreich wie an das Parfüm der Großmutter: Lavendel verströmt ein unverkennbares Aroma. Bekannt ist vor allem der Echte oder Schmalblättrige Lavendel (Lavandula angustifolia), von dem es neben violetten auch weiße und rosafarbene Sorten gibt. Zur Gewinnung des ätherischen Lavendelöls wird hauptsächlich der reich blühende Lavandin (Lavandula x intermedia) angebaut, eine Kreuzung aus Echtem und Großem Lavendel (Lavandula latifolia). Je kürzer man Lavendel hält, ihn an stark besonnte Plätze in kargen, trockenen Sandboden pflanzt, desto besser kommt er durch den Winter.

Bauernregel:
Maria Heimsuch (2.7.) wird’s bestellt,
wie’s Wetter vierzig Tag sich hält.

GiesskanneGarten gießen
Im Garten herrscht aufgrund der langen Trockenperiode noch immer Defizit in Sachen Wasser. Ums Gießen kommt man nicht herum. Um kostbares Wasser zu sparen: Am besten in den frühen Morgenstunden wässern, mit üppigem Schwall die Erde tränken, die Krume regelmäßig hacken, offenen Boden zwischen den Pflanzen mulchen.

RingelblumeKräuter ernten
Die Kräuter stehen in Höchstform – beste Zeit für die Ernte. Pflücken Sie duftende Blüten und würzige Blätter, nachdem der Tau abgetrocknet ist. Sie werden schonend getrocknet (an einem schattigen, luftigen Ort oder im Dörrapparat bei maximal 30 °C) oder frisch gehackt portionsweise eingefroren. Viele Arten bereichern nicht nur die Küche, sondern auch die Hausapotheke: Ringelblumen für eine Heilsalbe, Kamille für Tee gegen Magenverstimmung, Schafgarbe für Tinktur gegen Bauchweh, Salbei gegen Halsweh, Pfefferminze gegen Kopfschmerzen, Thymian gegen Schnupfen usw.

FrauenmantelFrauenmantel schneiden
Sind die üppigen Blütenbüschel vom Frauenmantel langsam braun geworden, ist höchste Zeit für einen kräftigen Rückschnitt. Kürzen Sie sämtliche Blütentriebe stark ein, am besten entfernen Sie auch die älteren Blätter. Die werden nämlich leicht von Mehltau befallen. Schon bald treibt der Frauenmantel frisch durch und steht bald mit prächtigen Blättern wieder wie neu da. Ein solcher Rückschnitt ist ebenso bei Rittersporn, Storchschnabel, Bunter Margerite, Brennender Liebe, Katzenminze und Sterndolde angezeigt. Werden diese Stauden bis auf eine Handbreit über den Boden eingekürzt, dann blühen sie im Spätsommer noch einmal nach.

Gemüse ziehen
Noch ist Zeit, Radieschen, Salate, Möhren und Mangold nachzusäen. Damit das Gemüse gut wächst, muss fleißig gewässert werden. Winterendivien und Zuckerhut müssen in Töpfchen vorgezogen werden, die Jungpflanzen kommen dann bald in den Boden. Auch einige Kohlgemüse können ins Beet, etwa Blumenkohl, Wirsing, Grünkohl oder Chinakohl. Und gerade jetzt können Sie auch nochmals Bohnen frisch aussäen.

RosenGartenzitat
„Der Frauenmantel sät sich hartnäckig aus, aber scheint sich immer die Stellen auszusuchen, wo er am schönsten aussieht. Egal, wie viel Sämlinge ich in meinem Garten finde – sie sind mir alle willkommen.“

Margery Fish (1893-1969), eine der bekanntesten Gärtnerinnen und Gartenbuchautorinnen Englands, machte ihren Garten Lambrook Manor in Somerset der Öffentlichkeit zugänglich und teilte ihr Gartenwissen bereitwillig mit jedem Interessenten. Landhaus und Garten stehen bis heute offen für einen Besuch.

4 Kommentare
  • Hallo,
    ein schöner Bericht… :-).

    Ich will/muss meinen Frauenmantel nun auch schneiden – bleiben die großen, grünen Blätter stehen, d.h. werden nur die alten Blüten und braune Blätter entfernt…?
    Liebe Grüße, Birthe

    2. Juli 2014 um 22:18
  • Echt wunderschön! Nächstes Jahr haben wir dann auch endlich ein Haus mit Garten und dann wird es vor unserer Haustüren genau so aussehen wie auf den Bildern, die du hier eingestellt hast!

    8. Juli 2014 um 10:49

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