Kriecherl sind reif! Schade, wenn sie ungenutzt vom Baum fallen und vor sich hin faulen. Dabei kann man mit den wilden Pflaumen doch so viel anfangen: verkochen und dampfentsaften, Marmelade, Chutney, Ketchup oder Saucen zubereiten, Likör ansetzen, Sorbet herstellen, in Essig einlegen, milchsauer vergären oder auch Mus kochen und dieses dann zu Fruchtleder trocknen.
Kirschpflaumen oder Kriecherl ergeben wunderbares Chutney (gemischt mit Apfel, Zwiebel, deftig abgeschmeckt), aber auch feines Kompott (ähnlich Zwetschgenröster, gut in Kombination mit Birnen). Ich lege die Kriecherl gerne süß-sauer ein. Die gut durchgezogenen Früchte passen perfekt zu Brotzeiten (statt saurer Gurken), zu Wild (statt Preiselbeeren), aber auch zu Eis, Sorbet, Parfait, Pudding, Creme…
Jetzt werden sie reif! Meine Kirschpflaumen, die hierzulande liebevoll als Kriecherl oder Kriacherl (dafür musst lang üben, dass des Wort harmonisch aus dem Mund springt) bezeichnet werden, bekommen endlich Farbe.
Bloß nichts versäumen? Naja, es darf ruhig auch mal etwas gemächlicher gehen. Es muss ja nicht alles an einem Tag erledigt werden. Denn, eingekocht werden sollen die Gartenfrüchte ja auch noch – für den Wintervorrat. Diesmal im Gartenrezept deshalb ein „heißer“ Aufstrich. Meine wöchentlichen Gartentipps – auch auf br.de. Pflanze der Woche: Kirschpflaume Auf die