Garten: Beeren satt!

Garten: Beeren satt!

Lavendel und RosenEs geht ans Ernten, endlich – die Beeren sind reif. Außerdem Tipps gegen lästige Ameisen und Anleitung, wie Hortensien glücklich werden. Im Gartenrezept der Woche machen sich Basilikum-Gnocchi auf Tomatensauce gut. Meine wöchentlichen Gartentipps – auch auf br.de.

Pflanze der Woche:
Lavendel
Dass der Sommer in seine Hochphase kommt, merkt man im Garten oft an einem besonderen Duft – der Lavendel blüht. Seine wunderbare Blütenfarbe, lavendelblau, beruhigt ebenso wie sein charakteristisches Aroma. Ideal für Stressgeplagte! Ein paar Blütenstiele darf man ruhig abschneiden und trocknen, um den Duft ins Haus zu holen.

Bauernregel:
Die erste Birn‘ bricht Margareth (15.7.),
darauf überall die Ernte angeht.

FelsenbirnenErntefreuden
Die Beeren sind reif! Johannisbeeren, rote und weiße, bisweilen sogar schon schwarze, auch Felsenbirnen (bisweilen Pralinenstrauch genannt, weil die kleinen Früchte so köstlich schmecken) und erste Himbeeren warten aufs Pflücken. Himbeeren streift man vom Fruchtkegel, Johannisbeeren werden stets mitsamt Stiel vom Strauch geholt und erst vor der Verarbeitung von den Rispen gestreift. Aber bitte nicht von den Zweigen reißen, sondern behutsam abzwicken, damit die Rinde der Triebe nicht geschädigt wird. Gleich nach der Ernte kann man die Sträucher schneiden. Dabei abgetragene und überalterte Triebe ganz herausnehmen, junge etwas einkürzen.

HortensieGießgaben
Hortensien gehören zu den beliebtesten Gartensträuchern, weil sie lang anhaltend und üppig blühen. Das tun sie jedoch nur, wenn die Wasserversorgung stimmt. Die Sträucher brauchen reichlich Feuchtigkeit, dürfen aber auch nicht staunass stehen, insbesondere im Kübel. Wenn eine Hortensie mittags schlapp macht, heißt das nicht automatisch, dass man sie gießen muss. Zuerst den Boden prüfen: Fühlt der sich einige Zentimeter unter der Oberfläche noch feucht an, braucht die Hortensie kein zusätzliches Wasser. Es ist vielmehr ein natürlicher Schutzmechanismus, dass die Hortensie aussieht wie welk – sie vermeidet so übermäßige Verdunstung. Sobald die Sonne nicht mehr auf sie scheint, sobald es etwas kühler wird, präsentiert sie sich wieder in gewohnter Frische.

Ameisennest im ThymianAmeisen verscheuchen
Ameisen: Auch wenn sie durchaus nützlich sind, stören sie den Gartenfrieden – vor allem, wenn zahllose Nester den Rasen durchziehen, Erdbeerpflanzen im Haufen verschwinden, Terrassenplatten unterhöhlt werden. Um die Krabbelvölker loszuwerden, kann man Kaffeesatz, getrocknet und zerrieben, über die Nester streuen, Zimtpulver aufstäuben oder Duftöl, z.B. Zitronen- oder Lavendelöl auftropfen. Lavendel, Rainfarn oder Mutterkraut helfen auch, davon steckt man einfach ein paar Stängel in die Haufen oder legt kleine Sträußchen aus.

Basilikum GnocchiGartenrezept
Basilikum-Gnocchi auf Tomatensauce
Sommerwärme lässt die Kräuter sprießen, Basilikum schmeckt jetzt besonders gut. Wer sein Basilikum richtig beerntet, dem wächst es besonders üppig nach: Den Stängel samt der oberen zwei bis drei Blattpaare abschneiden, dann entwickeln sich die Knospen aus den unteren Blattachseln rasch neu. Und ab in die Küche – Gnocchi formen.
Zutaten für 4 Personen:
750 g mehlige Kartoffeln
1 Zwiebel
1 Knoblauchzehe
3 EL Pflanzenöl
500 g Tomaten, gewürfelt
100 ml Gemüsebrühe
125 g Ricottakäse
1 TL Zitronensaft
Salz, Pfeffer
2 große Handvoll Basilikum
1 Ei
75 g geriebener Parmesan- oder Pecorinokäse
200–250 g Mehl
2 EL Butter
Kartoffeln weich kochen, abgießen und die Schale abziehen, noch heiß durch eine Kartoffelpresse drücken und auf Handwärme abkühlen lassen.
Für die Tomatensauce Zwiebel und Knoblauch schälen, fein würfeln. 1 EL Öl in einem Topf erhitzen. Zwiebel und Knoblauch anschwitzen, Tomaten und Brühe zugeben, bei milder Hitze einköcheln. Ricotta unterziehen, mit Zitronensaft, Salz und Pfeffer abschmecken.
Basilikum waschen, trocken tupfen und grob zerzupfen. Mit dem restlichen Öl fein aufmixen oder mörsern.

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