Holunderblüte

„Wenn der Holler blüht, wird der Boden nicht trocken.“ weiß eine alte Bauernregel – und die (mindestens in diesem Jahr) stimmt. So segensreich der Regen für die Natur ist, so leidvoll stehen viele Wildkräuterköche nun in der Traufe. Denn regenverwaschene, tropfnasse Holunderblüten lassen sich kaum verarbeiten. Und es fehlt ihnen an Aroma, denn Duft und Geschmack sowie auch Gesundheit stecken vor allem im Blütenstaub. Deshalb muss man Hollerblüten holen, wenn sie golden stauben – nicht wenn sie nass tropfen.

Also müssen wir halt noch eine Weile warten, bis besseres Wetter kommt. Die Volksweisheit vom Holler und der Nässe beruht übrigens darauf, dass die Blütezeit vom Schwarzen Holunder (Sambucus nigra) häufig mit der Schafskälte zusammenfällt.

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