Waldmeister – für Haus und Hof

Wo Waldmeister wächst, hat Unkraut keine Chance. Zum einen verhindert der Waldmeister das Keimen von Samenunkräutern und lässt zwischen sich kaum Platz, zum andern unterdrücken Ausscheidungen seiner Wurzeln das Wachstum anderer Gewächse. Das macht ihn zu einem idealen Bodendecker, vor allem in Gartenbereichen, die ohnehin nur schwierig zu bepflanzen sind.

Waldmeister – für Haus und Hof

Was so gut duftet und damit so angenehm entspannend wirkt, muss Böses fernhalten und Übles vertreiben. Ähnlich wie viele andere stark duftende Pflanzen reiht sich auch der Waldmeister in die Riege der Zauberkräuter zu Abwehr von Hexen und Dämonen ein.

Waldmeister – Medizinisches

Ähnlich wie der Wermut im Absinth wurde Waldmeister mindestens teilweise zu Unrecht verdächtigt, selbst bei zurückhaltendem Gebrauch der Gesundheit zu schaden. Noch ein Irrglaube hält sich hartnäckig, nämlich dass Waldmeister mit der Blüte giftig würde. Das stimmt schlicht und ergreifend nicht, er wird mit fortschreitender Entwicklung nur immer herber. Waldmeister muss man ernten, wenn er voll in Saft und Kraft steht, zudem nach kurzem Antrocknen stark duftet.

Waldmeister – Mythos der Giftwirkung

Waldmeister hatte nicht nur wegen der Nachwehen von Maibowle seinen Ruf weg, sondern wurde zusätzlich durch erschreckende Forschungsberichte über seinen Hauptinhaltsstoff zur Schadpflanze gestempelt. Der sinnlich anregenden Wirkung des süßen, kräuterartig würzigen Dufts von Waldmeister kann man sich ebenso wenig entziehen wie dem Aroma von Vanille, Bergheu oder auch Zimt. 1820 wurde der Duft- und Aromastoff erstmals aus Tonkabohnen isoliert und nach der in Guyana dafür üblichen Bezeichnung Coumarouna (spanisch cumarú) benannt: Cumarin. Wenige Jahrzehnte später fand Cumarin breite Anwendung, etwa in der Pharmazie zum Überdecken von unangenehmen Gerüchen, in der Kosmetik für Parfums und Cremes, in der Lebensmittelproduktion für Liköre, Schokolade, Süßwaren und Eiscreme.

Nochmal Hagebutten

Zu Hagebutten kommen so viele Fragen, dass ich sie erneut aufgreife:
Kann man alle Hagebutten nutzen? Ja, man kann! Es gibt keine Rosenfrüchte, die giftig sind – manche Hagebutten schmecken nur nicht so gut, das sind gewöhnlich solche von Kulturrosen, sofern die überhaupt Früchte ansetzen. Die schmackhaftesten Hagebutten sind die von wilden Heckenrosen, die fleischigsten die von der Kartoffelrose (im Bild rechts), die ungewöhnlichsten die schwarzen der Bibernellrose (im Bild links)…

Hagebutten

Hagebutten, die Früchte der Rosen – kommt an denen eigentlich irgendjemand vorbei? Sicher keiner, der sich irgendwie mit Natur beschäftigt. Sie leuchten einem so freundlich entgegen, sie verheißen wunderbare Genüsse und lassen einem das Wasser im Mund zusammenlaufen, sie locken zum Pflücken. Ich werde immer wieder gefragt, welche Hagebutten denn zum Verzehr geeignet seien und ob es giftige Formen gäbe. Antwort: Alle sind grundsätzlich genießbar, alle haben sehr viel Vitamin C, keine Hagebutte ist giftig. Manche, vor allen solche von Kulturrosen, schmecken nur nicht so gut. Und die besten Hagebutten sind sowieso die schönen wilden, draußen von der Hecke.

Moos, Moos, Moos

Ohne Moos nix los – im Garten stoße ich derzeit an allen Ecken und Enden darauf. Im Rasen, im Beet, auf den Gehwegplatten, an den Baumästen… Moose sind ja faszinierend, so schön grün, so weich, so robust. Aber nicht wenige Gärtner halten gar nix von Moos. Weg damit, vor allem aus dem Rasen, dem geheiligten grünen Teppich im Wohnzimmer unter freiem Himmel. Ab ins Gartencenter und Moosvernichter besorgen. Eisendünger bekommt man dort empfohlen. Klingt erstmal gut. ABER

„Beeren“ für alle Schnäbel

Sorbus aucuparia 2Vogelbeeren! Alle gönne ich den Piepmätzen und Knabbermuckeln nicht. Ich muss mich sputen, damit ich überhaupt etwas ergattern kann. Bald hängt nichts mehr am Baum! Also pflücke ich beizeiten. Einen Teil trockne ich, fürs Vogelfutter (siehe Beitrag gestern), aber ich bin auch ein bisserl egoistisch und gebe nicht alles den Vögeln zurück.

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Das Schöllkraut

ChelidoniumGehört für mich zu den absolut bestaunenswerten Pflanzen: Das Schöllkraut (Chelidonium majus) sprießt, sobald es nur etwas wärmer wird. Wunderschön geformte Blätter drängen sich in einer Rosette, von einer einmaligen Farbe – unverwechselbar. Wer ein Blatt abpflückt, dem quillt orange-gelber Milchsaft entgegen. Dies gemeinsam mit dem typischen Blütenbau verrät, dass das Schöllkraut zu den Mohngewächsen gehört.

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Garten: Glück ist, wenn man trotzdem lacht

HerbstzeitloseAuf und ab geht’s mit dem Wetter, auf und ab auch mit Gärtners Freud‘. So glücklich manche Ernte, so verdrießlich ist’s mit Krankheiten. Aber lassen Sie sich die gute Laune bloß nicht verderben. Und bevor es zu sehr ans Herz geht, kommt der Herzensfreund, der Weißdorn noch ins Gartenrezept der Woche. Meine wöchentlichen Gartentipps – auch auf br.de.

Pflanze der Woche:
Herbstzeitlose
Als kehrte der Frühling im Herbst noch einmal mit Krokussen zurück, lassen die eleganten Blütenkelche der Herbstzeitlosen (Colchicum) vermuten. Aus zwiebelförmigen Knollen treiben ein bis drei dieser prachtvollen Gebilde in leuchtendem Rosa. Alte Volksnamen wie Giftkrokus oder Teufelswurz mahnen deutlich vor der Giftigkeit aller Pflanzenteile. Als „Nackte Jungfern“ tragen die Pflanzen jetzt keine Blätter, das Laub erscheint erst im Frühjahr und ähnelt Tulpen- oder Bärlauchblättern.

Bauernregel:
Im September viel Schleh –
im Winter viel Schnee.

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Die Wucht in Frucht

Rotkehlchenbrot, so nennt man das Pfaffenhütchen (Euonymus europaeus) auch, weil die Vögel, allen voran Rotkehlchen, die knallig orangefarbenen Samen (die eigentlichen weißlichen Samen sind hier noch von einer Samenhülle, dem Arillus umgeben) gerne futtern. An dünnen Fäden hängen die Samen schließlich aus den pinkfarbenen Kapseln heraus und lassen sich so leicht abpicken.

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Garten: Ist denn schon wieder Spätsommer?

Die Erdbeersaison geht dem Ende zu, die Ebereschen erfreuen das Auge bereits mit ihrem Fruchtschmuck: Dezente Zeichen, dass der Höhepunkt des Sommers überschritten wurde und der Spätsommer begonnen hat. Frühäpfel und Mirabellen können schon geerntet werden. Meine wöchentlichen Gartentipps – auch auf br-online.

Bauernregel:
Wenn’s schön ist auf St. Jakobs Tag (25.7.),
viel Frucht man sich versprechen mag.

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Mierchen, mein Mierchen

Vogelmiere liebe ich sehr, denn dieses anspruchslose Kräutlein wächst, blüht und gedeiht bei mir das ganze Jahr über. Wenn nicht im Garten, dann zumindest draußen in weiter Flur. Mein Mierchen deckt mir hübsch den Boden ab, wandert bei mir in den Salat, färbt Suppen herrlich grün, bereichert Gemüse, schmückt Butterbrote. Sie ist leicht zu erkennen – wirklich?
Was sind denn eigentlich die typischen Kennzeichen der Vogelmiere? Kann man sie mit anderen Kräutern verwechseln? Vieleicht gar mit ungenießbaren oder giftigen? Noch lange nicht alles, was auf den ersten Blick wie Vogelmiere aussieht, ist auch eine…

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Frühlings-Knoblauchs-Duft zieht durch die Luft

Bärlauch, Bärlauch, Bärlauch – das Kraut ist absolut der Hit, das Modekraut. Kann überhaupt noch jemand ohne Bärlauch leben? Kaum ziehen die ersten Wolken von Knoblaucharoma durch die Lüfte, ziehen auch Herden von Menschen hinaus, um sich von den Pflanzen zu bedienen.

Nichts dagegen zu sagen, dass man seine helle Freude an den saftig-grünen Blättern mit dem würzigen Geschmack und dem unverkennbaren Duft hat. Nach dem langen Winter ist man schließlich regelrecht „ausgehungert“, der Körper verlangt nach GRÜN!

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Bärlauch, ist er’s oder ist er’s nicht?

Aus aktuellem Anlaß: Bärlauch sollte man mit absoluter Sicherheit erkennen – dann wird er zum Genuss. Keinesfalls darf man ihn mit Herbstzeitlose, Maiglöckchen oder Aronstab verwechseln. Ich habe Bärlauch schon unmittelbar in Gemeinschaft mit allen diesen giftigen Gewächsen gesehen – deshalb heißt es aufpassen! Am besten jeweils nur einzelne Blätter pflücken, dann erschließen sich die Unterschiede am besten. Hier die Hilfen zum Bestimmen:

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