Und was kommt noch?

Irgendwie bestürzend: die Vogelbeeren werden schon reif, auch Holunderbeeren bekommen schon Farbe, Hagebutten sind bereits rot… Alles Zeichen der Natur, dass der Spätsommer angebrochen ist. Und was kommt danach? Herbst im August? Was passiert im September, Oktober? Wenigstens stehen die Aussichten auf eine sehr frühe und sehr reiche Ernte bei Eicheln und Bucheckern gut. Vielleicht schon im Spätsommer?

Kernchen der Hagebutten nutzen

Wer sich die Mühe macht, Hagebutten zu entkernen, der sollte sie auch komplett nutzen: Aus den Schalen Mus, Saft, Sirup kochen, Schalen in Essig oder Schnaps einlegen, Ketchup oder Chutney daraus bereiten, trocknen…
Und die Kernchen? Die kleinen, harten Nüsschen in den Rosenbutten ergeben einen herrlichen Tee – dafür pro Tasse einen Teelöffel Kernchen mit 250 ml Wasser ansetzen und über Nacht weichen lassen. Dann 20-30 Minuten köcheln, durch einen Teefilter sieben. Duftet nach Vanille und mandeln, ein wenig auch nach Rosenblüten – und schmeckt! Reich an Kieselsäure, also gut für Haut und Haare, fürs Gewebe. Wirkt wohltuend auf Niere und Blase sowie bei Erkältungen.

Nochmal Hagebutten

Zu Hagebutten kommen so viele Fragen, dass ich sie erneut aufgreife:
Kann man alle Hagebutten nutzen? Ja, man kann! Es gibt keine Rosenfrüchte, die giftig sind – manche Hagebutten schmecken nur nicht so gut, das sind gewöhnlich solche von Kulturrosen, sofern die überhaupt Früchte ansetzen. Die schmackhaftesten Hagebutten sind die von wilden Heckenrosen, die fleischigsten die von der Kartoffelrose (im Bild rechts), die ungewöhnlichsten die schwarzen der Bibernellrose (im Bild links)…

Hagebutten

Hagebutten, die Früchte der Rosen – kommt an denen eigentlich irgendjemand vorbei? Sicher keiner, der sich irgendwie mit Natur beschäftigt. Sie leuchten einem so freundlich entgegen, sie verheißen wunderbare Genüsse und lassen einem das Wasser im Mund zusammenlaufen, sie locken zum Pflücken. Ich werde immer wieder gefragt, welche Hagebutten denn zum Verzehr geeignet seien und ob es giftige Formen gäbe. Antwort: Alle sind grundsätzlich genießbar, alle haben sehr viel Vitamin C, keine Hagebutte ist giftig. Manche, vor allen solche von Kulturrosen, schmecken nur nicht so gut. Und die besten Hagebutten sind sowieso die schönen wilden, draußen von der Hecke.

Hagebutten-Ketchup

hagebuttenketchup-blaue-kartoffelchips-dscf4211-2016_09-20-43Hagebutten sind unter den heimischen Wildfrüchten die Winner in Sachen Vitamin C! Mit bis zu 1250 mg Vitamin C pro 100 g Frischgewicht übertrumpfen sie selbst Sanddorn („nur“ rund 800 mg/100 g Frischgewicht). Dafür muss man sie aber hartreif pflücken, denn mit zunehmender Reife verlieren sie und werden dafür immer süßer. Und wer Hagebutten schonend kocht, der büßt nicht einmal viel vom Vitamin C ein – also machen wir mal Hagebutten-Ketchup. 

WeiterlesenHagebutten-Ketchup

Wie heißen die Früchte der Rose?

Diese Frage können viele nicht beantworten… erschreckend viele. Obwohl Rosen eindeutig und mit großem Abstand die Lieblingsblumen aller sind, können nur ein Drittel der Erwachsenen, höchstens jeder zehnte Jugendliche, kaum ein Grundschulkind die richtige Antwort auf die Frage geben. Traurig, ja erschreckend. Hier die Antwort: HAGEBUTTEN!

WeiterlesenWie heißen die Früchte der Rose?

Garten: Noch geht’s

LampionblumeFrisch entdeckt:
Lampionblume
Die Kürbislaternen haben ausgedient, die Martinszüge sind um, im Garten leuchten immer noch Lampions. Es sind die Früchte der Blasenkirsche (Physalis alkekengi), nicht von ungefähr als Lampionblumen bekannt. In den grell orangefarbenen, papierartigen Hüllen stecken hellrote, kirschgroße Früchte. Diese sind manchmal süß, bisweilen bitter. In kleinen Mengen darf man sie ruhig essen. Lampions über die Kerzchen einer Lichterkette gestülpt, fertig ist eine ganz besondere Dekoration.

Wetterregel:
Hält der Baum die Blätter lang‘,
macht ein später Winter bang‘.

WeiterlesenGarten: Noch geht’s

Hagebutten Äpfel Knödel

Knödel mit der besonderen Fülle

Beim Küchen-Rendezvous denken wir uns immer ganz raffinierte Gerichte für Sie aus, die aber sehr einfach nachzukochen sind. Kartoffelklöße? Kann doch jeder. Was aber macht diese Knödel so besonders? Die Fülle. Statt der üblichen Weißbrotwürfel haben wir einfach mal Hagebuttenmark und getrocknete Apfelwürfel hineingepackt. Raffiniert, was? DIE Knödel zu Sauerbraten in Holundersauce – aber auch …

WeiterlesenKnödel mit der besonderen Fülle

Ein Hoch auf die Butte

Hagebutten – was für eine Wonne in der Sonne. Mehr Vitamin C als Hagebutten hat keine andere heimische Frucht: Bis zu 1500 mg pro 100 g Frischgewicht! Das ist 30mal so viel wie eine Zitrone. Also ran die frechen Früchtchen.

Kürbis-Hagebutten-Muffins

Kürbis und Hagebutte, die beiden passen fein zusammen. Auch in diesen kleinen Kuchen, Muffins genannt. Gewürzt habe ich mal „wild“, nämlich mit Früchten der Waldengelwurz (Angelica sylvestris).  Wer keine hat, ersetzt das durch Ingwer. Rezept: 1 kleiner Kürbis 250 g Vollkornmehl 2 TL Backpulver 1 Prise Salz 1/2 TL Engelwurzfrüchte gemahlen (ersatzweise Ingwer gerieben) 2 …

WeiterlesenKürbis-Hagebutten-Muffins

Garten: Bloß net vergessen

HagebuttenPflanze der Woche:
Hagebutten
Überall leuchten sie jetzt schön rot, die Früchte der Rosen. Hagebutten enthalten sehr viel Vitamin C, weitaus mehr als Zitronen oder sogar Sanddorn. Egal ob schlank und orangerot oder kugelig und fast schwarz, ob klein oder groß, Hagebutten sind samt und sonders essbar und für eine Verwertung geeignet. Doch nicht nur wir freuen uns über Hagebuttenmus und Hagebuttentee, auch unzählige Gartenvögel und weitere Tiere wissen die Rosenfrüchte zu schätzen.

Bauernregel:
Warmer und trockener Septembermond mit reifen Früchten reichlich belohnt.

WeiterlesenGarten: Bloß net vergessen

Quitte, schön heiß

QuittensaftNachdem die Quitten geschält und entkernt sind, werden sie geviertelt, geachtelt und kommen in einen großen Topf. Mit etwas Apfel- oder Birnensaft übergossen köcheln sie bei milder Hitze langsam weich. Dabei bildet sich Saft. Den siebe ich ab und trinke ihn am liebsten heiß. Wieso? Na deshalb:

WeiterlesenQuitte, schön heiß

Garten: Der Herbst zieht ein

Dahlie 1Das Laub wird bunt, zusehends. Die Nächte sind schon kalt, zunehmend. Der Garten steht im Herbstschmuck, auch auf Balkonien darf es herbstlich bunt werden. Knallrot ist diese Woche das Gartenrezept, ein pikantes Chutney aus Hagebutten. Meine wöchentlichen Gartentipps – auch auf br.de.

Pflanze der Woche:
Dahlie
Ursprünglich stammen Dahlien aus Mittelamerika. Schon bald nach der Entdeckung Amerikas brachte man sie auch nach Europa. Hier versuchte man sie wegen ihrer fleischigen Knollen ähnlich wie Kartoffeln als Nahrungspflanzen anzubauen. Mit weniger als mäßigem Erfolg, denn die Knollen sind unbekömmlich. Erst als Alexander von Humboldt Dahliensaat nach Berlin schickte, begann der gärtnerische Höhenflug der Stauden, die nach dem schwedischen Botaniker Andreas Dahl (1751-1789) benannt sind und bis heute in keinem Bauerngarten fehlen dürfen.

Bauernregel:
Hilft der Oktober nicht mit Sonne,
hat der Gärtner keine Wonne.

WeiterlesenGarten: Der Herbst zieht ein

Garten: Glück ist, wenn man trotzdem lacht

HerbstzeitloseAuf und ab geht’s mit dem Wetter, auf und ab auch mit Gärtners Freud‘. So glücklich manche Ernte, so verdrießlich ist’s mit Krankheiten. Aber lassen Sie sich die gute Laune bloß nicht verderben. Und bevor es zu sehr ans Herz geht, kommt der Herzensfreund, der Weißdorn noch ins Gartenrezept der Woche. Meine wöchentlichen Gartentipps – auch auf br.de.

Pflanze der Woche:
Herbstzeitlose
Als kehrte der Frühling im Herbst noch einmal mit Krokussen zurück, lassen die eleganten Blütenkelche der Herbstzeitlosen (Colchicum) vermuten. Aus zwiebelförmigen Knollen treiben ein bis drei dieser prachtvollen Gebilde in leuchtendem Rosa. Alte Volksnamen wie Giftkrokus oder Teufelswurz mahnen deutlich vor der Giftigkeit aller Pflanzenteile. Als „Nackte Jungfern“ tragen die Pflanzen jetzt keine Blätter, das Laub erscheint erst im Frühjahr und ähnelt Tulpen- oder Bärlauchblättern.

Bauernregel:
Im September viel Schleh –
im Winter viel Schnee.

WeiterlesenGarten: Glück ist, wenn man trotzdem lacht

Herbstgenuss mit Wintervorfreude

Draußen wird es dunkler und kälter. Da braucht der Mensch etwas Erhellendes und Wärmendes. Bei mir zieht ein wunderbarer Duft nach Quitten, Äpfeln und Gewürzen durchs Haus. Im Entsafter brodeln Herbstfrüchte, nämlich Quitten, Äpfel, Hagebutten und Kürbisse. Der noch heiße Saft, gewürzt mit ngwer, Kardamom und Zimt, verbreitet ein wohliges Gefühl – wer soll da noch Trübsal blasen oder gar krank werden?

WeiterlesenHerbstgenuss mit Wintervorfreude

Ran an den Speck!

Die Natur schenkt uns heuer reich, überreich! Überall biegen sich die Zweige unter der schweren Last, hängen die Sträucher voll, leuchtet es aus dem Gebüsch. Ebereschen (Vogelbeeren) sind dieses Jahr besonders schmackhaft – man probiere! Kirschpflaumen (Kriacherl) gibt es en masse, wilde Johannisbeeren und Himbeeren kann man gar nicht alle zupfen. Auch die ersten Hagebutten …

WeiterlesenRan an den Speck!

Schöne Kränze

Alles hat ein Ende, nur der Kranz hat keins – trotzdem ist so ein rundes Gebilde schnell gebunden, mit wenigen Handgriffen zur edlen Dekoration erhoben. Die noch nicht einmal was kostet, Zutaten findet man in Garten und beim Spaziergang. Mehr dazu auf Bayern1 – auch als podcast zum Herunterladen und nachhören. Und auf dem Bayern1-Gartenblog – da gibt es immer wieder interessante Tipps von Gartlern aus ganz Bayern.

Variante 1: Einfach lange Efeuranken ineinander verschlingen und rund biegen – fertig ist das Grundgerüst.

WeiterlesenSchöne Kränze

Schnitzel mit Pommes und Ketchup

Schnitzel mit PommesLieblingsessen, aber mal anders! Fleischlos glücklich, dafür Gemüse satt. Schmackhaft eben, wie mein GöGa immer so schön sagt. Und auch nahrhaft…
Das Wiener Schnitzel ist bei mit ein Berghofner (aus Kürbis), die Pommes sind grün (aus Wiesenbärenklaustängeln) und das Ketchup mache ich statt aus Tomaten aus Hagebutten.

WeiterlesenSchnitzel mit Pommes und Ketchup

Item added to cart.
0 items - 0,00