Wohin mit dem Herbstlaub?

Bayern 1 macht Sie mit meinen Tipps gartenschlau: Jedes Jahr stellt sich erneut die Frage, was mit all den Blättern passiert, die jetzt von den Bäumen fallen. Bloß nicht wegwerfen, Laub ist kostbarer Rohstoff. Das Gartenjahr geht zu Ende und schenkt uns jede Menge Laub. Haben Sie gewusst, dass Sie mit einem ganz normalen Laubrechen …

WeiterlesenWohin mit dem Herbstlaub?

Giersch für Gourmets

Wer Giersch im Garten hat, hat Glück! Denn bei ihm wächst ein delikates Gemüse, das selbst Sterneköche verwenden. Zwischen weißen Triangoli, gefüllt mit Sauerkleerübchen, und umhüllt von Schwarzkümmelschaum braucht man selbstverständlich feinste Ware – nämlich junge Gierschblätter. Die sind nicht nur im Frühling zu ernten, sondern bis tief in den Herbst hinein. Der Giersch muss nur immer wieder abgeschnitten werden, dann treibt er neu. Anhaltende Hitzeperioden ohne Regen lassen Gierschblätter zäh und herb werden. Doch wenn der Giersch ab und zu eine Kanne voll Wasser bekommt, sind stets zarte Blätter für ein spinatartiges Gemüse parat.

Birke: heilt wunde Haut

Birken wachsen schnell, bisweilen muss ich auch unsere Birke vor dem Wintergarten zurückschneiden. Das Schnittgut lässt sich perfekt für allerlei Deko verwenden, die feinen Zweige sind ganz schnell zu einem Kranz gewunden oder zu einem Nest verflochten. Von dickeren Ästen dagegen ziehe ich die Rinde ab. Wofür?

Birke – von der Knospe zum Blatt

Eine Birke im Frühling – immer wieder ein Schauspiel, wie aus den unscheinbaren Knospen die Blättchen hervorbrechen und sich entfalten. Man sollte sich davor setzen und das Wunder in allen Phasen genau beobachten. Keine Zeit oder Gelegenheit? Dann schaut doch mal auf den Blog meiner lieben Freundin Renate Blaes. Sie hat eine neue Birke gepflanzt und dokumentiert ab sofort, was da passiert. Im Artikel „Meine Freundin, die Birke“. Und nachdem Renate wirklich ein gutes Auge für Pflanzen und deren Geheimnisse hat, wird es bestimmt eine sensationelle Dokumentation mit hinreißenden Fotos.

Birken-Frühling

Vor unserem Wintergarten steht eine kleine Birke, etwa zweieinhalb Meter hoch. Noch lässt sie ihre feingliedrigen Äste voller winziger Knospen wie einen Perlschnurvorhang blattlos herunterwallen. Der Ostwind kämmt die Birke mit eisigen Fingern, der Westwind besprüht sie mit Regentröpfchen, der Südwind haucht ihr Sommerwärme unter die weiße Rinde. Es raschelt und reibt, es knistert und knackt in der Birke. Mir scheint, sie erzählt von ihren Träumen, Frühlingsträumen.

Andreasnacht

Die letzte Nacht des Novembers ist die Andreasnacht. Nachdem der hl. Andreas Schutzheiliger der Liebenden und des Ehestands ist, befragt man traditionell in dieser Nacht das Orakel, wer wohl der Richtige bzw. die Passende für einen sei. Dafür legt man zwei Efeublätter in eine Schüssel mit Wasser und denkt dabei ganz fest an den/die Auskorene. Berühren sich die beiden Blätter am nächsten Morgen, wird bald Hochzeit sein.

Huflattich-Geschichte

Eine Geschichte über eine der ersten Pflanzen, die das neue Jahr einleitet. Warum der Huflattich in märchenhafter Weise, anders als die meisten Pflanzen, zuerst seine Blüten und dann erst seine Blätter bildet. Die Geschichte hat Judith so gut gefallen, dass sie mich gebeten hat, ob sie sie auf ihrer Homepage KRAUTWILD veröffentlichen darf – ich hab’s erlaubt. Schaut mal HIER.

Schön sauer, der Ampfer

Sauerampfer – klingt verächtlich aus dem Munde eines Weinliebhabers. Dagegen umso verlockender für einen Wildpflanzenkenner. Gerade sprießt er wieder, das Essigkraut, der Sauerlump, der Surimuri. Kaum jemand, der sich nicht erinnert, mit welcher Lust man als Kind die frischen Blätter des Sauerampfers von der Wiese gezupft und genüsslich zerkaut hat: so schön sauer! Da lief einem das Wasser im Munde zusammen und der Durst war gelöscht. Will nicht auch jeder Koch seinen Gästen ein solches Wohlgefühl vermitteln? Dann kommt er am Sauerampfer kaum vorbei.
Mehr zum Sauerampfer auch im Wildpflanzen-Magazin – dem monatlich erscheinenden e-Magazin rund um Wildkräuter und mehr.

Baum-Advent: 4. Dezember

Wärmendes Laub: Noch hängen sie an den Zweigen, doch die Blätter der Eiche sind bereits abgestorben. Sie dienen dem Baum als Wärmeschutz, bewahren die neuen Knospen für den Frühjahrsaustrieb aber auch vor allzu starker Sonneneinstrahlung. Außerdem halten sie hungriges Wild ab, denn wer beißt schon gerne in ledrige, gerbstoffhaltige Kost? Erst wenn die neuen Blätter bereits wieder treiben, fällt das alte Laub endgültig – außer heftige Winterstürme reißen es schon vorher ab.

„Unkraut“ im Garten: Kompasslattich

Schauen wir doch mal, was da im Garten (aber auch um den Garten herum, am Feldrain, am Parkplatz, am Wegrand usw.) so alles wächst. Erste Entdeckung: der Kompass-Lattich (Lactuca serriola). Typisch sind die blaugrünen, stark gebuchteten, unterseits mit markanten Stacheln versehenen, hochkant aufgerichteten Blätter, die wie Kompassnadeln wirken – damit verhindert die Pflanze, dass pralles Sonnenlicht direkt auf die Blattflächen fällt und sie austrocknet. So abweisend der Kompass-Lattich auf den ersten Blick wirkt, so erstaunlich zeigt er sich bei näherer Betrachtung. Er ist doch tatsächlich essbar! Immerhin ist er der Vorfahr unseres Gartensalats (Lactuca sativa)…

Item added to cart.
0 items - 0,00