Rauhreif vor Weihnachten

Auch wenn das Wetter nicht ganz passt – träumen darf man doch, mit einem Gedicht von Anna Ritter:
Das Christkind ist durch den Wald gegangen,
Sein Schleier blieb an den Zweigen hangen,
Da fror er fest in der Winterluft
Und glänzt heut‘ morgen wie lauter Duft.

Ich gehe still durch des Christkind’s Garten,
Im Herzen regt sich ein süß Erwarten:
Ist schon die Erde so reich bedacht,
Was hat es mir da erst mitgebracht!

Frohe Weihnachten!

Weihnachten
Bäume leuchtend, Bäume blendend,
Überall das Süße spendend,
In dem Glanze sich bewegend,
Alt und junges Herz erregend –
Solch ein Fest ist uns bescheret,
Mancher Gaben Schmuck verehret;
Staunend schaun wir auf und nieder,
Hin und her und immer wieder.

Johann Wolfgang von Goethe

Baum-Advent: 24. Dezember

Weihnachtsbäume

Nun kommen die vielen Weihnachtsbäume
aus dem Wald in die Stadt herein.
Träumen sie ihre Waldesträume
wieder beim Laternenschein?

Könnten sie sprechen! Die holden Geschichten
von der Waldfrau, die Märchen webt,
was wir uns erst alles erdichten,
sie haben das alles wirklich erlebt.

Aus „Weihnachtsbäume“ von Gustav Falke (1853-1916)

 

Baum-Advent: 12. Dezember

An die Bäume im Winter
Gute Bäume, die ihr die starr entblätterten Arme
Reckt zum Himmel und fleht wieder den Frühling herab!
Ach, ihr müsst noch harren, ihr armen Söhne der Erde,
Manche stürmische Nacht, manchen erstarrenden Tag!
Aber dann kommt wieder die Sonne mit dem grünenden Frühling
Euch; nur kehret auch mir Frühling und Sonne zurück?
Harr geduldig, Herz, und bringt in die Wurzel den Saft dir!
Unvermutet vielleicht treibt ihn das Schicksal empor.

Johann Gottfried von Herder (1744–1803)

 

Frühlingsmonat Mai

Zerblättern die Apfelblüten
Wie kleines feines Papier zerblättern die Apfelblüten,
Schier ein Atemhauch entführt sie dir,
Kannst sie mit keiner Hand vorsichtig hüten.
Sind wie ein rosiger Hauch, der über Nacht entstand,
Und sie entschweben auch, eh du’s gedacht;
Haben glückliche Augenblicke in die Leere gebracht.
Sind wie Liebessekunden flüchtig entschwunden.
Waren in Gedanken unendlich groß, regnen zur Erde lautlos
Und liegen dir wie ein Blättlein Papier unscheinbar im Schoß.

Max Dauthendey (1867-1918)

Vergissmeinnicht

Ein Spruch aus meinem alten Poesie-Album:
Freundlich blüht an stiller Quelle
in des Mondes Silberlicht
eine Blume, zart und helle
und die heißt Vergissmeinnicht.
Heute erst, viele Jahrzehnte später, entdecke ich zufällig, dass diese Zeilen eigentlich zu einem längeren Gedicht gehören, das auch vertont wurde:

Pfannkuchen

Pfannkuchen

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Kätzchen

Die kleinen Weidenkätzchen am großen Weidenbaum,
die strecken ihre Tätzchen im ersten Frühlingstraum.
Die Sonne hat geschienen, da blühten sie voll Kraft.
Es kamen all die Bienen und sogen süßen Saft.

Sie bauen goldne Waben in ihrem Bienenhaus
und können Honig haben aus jedem Kätzchenstrauß.
Weil wir gern Honig essen, ich grade so wie du,
drum lassen wir indessen die Kätzchen schön in Ruh.

Irmgard Kraeger

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