Weihnachtsgeschichte von der Buche

[caption id="attachment_88317" align="alignleft" width="300"] Foto: Renate Blaes[/caption]

Und es begab sich zu einer Zeit, als es auf Weihnachten zuging, und alle Menschen einen Christbaum besorgten… So beginnt meine Geschichte von der Buche, die für Christtagsfreude sorgt. Bereits bei Bayern 1 vorgelesen, jetzt in einer Reihe von Renate Blaes integriert: Kunterbunte Weihnachtsgeschichten. Haben Sie, habt Ihr auch eine Weihnachtsgeschichte? Dann schenkt sie doch weiter – denn geteilte Freude wird immer mehr, wie Wissen und Liebe!

Geschichte vom Weihnachtsblümchen

[caption id="attachment_88315" align="alignleft" width="300"] Foto: Renate Blaes[/caption]

Auf der Seite : Kunterbunte Weihnachtsgeschichten von Renate Blaes gibt es hübsche Reihe von Weihnachtsgeschichten, darunter auch welche von mir. „Das Weihnachtsblümchen“ erzählt von einem Gänseblümchen, das sich nichts mehr wünscht, als auch beim Weihnachtsfest dabei zu sein. Und wer selber eine schöne Advents- oder Weihnachtsgeschichte hat, die er gerne allen Lesern schenken möchte, der kann sie an Renate Blaes schicken. Denn: Freude wird wie Wissen und Liebe immer mehr je mehr man sie teilt!

Weihnachtsgeschichten

Advent, Weihnachten – Zeit für Geschichten. Am schönsten, wenn sie vorgelesen oder in einer gemütlichen Runde erzählt werden. Eine ganze Reihe davon hat Renate Blaes gesammelt – auf ihrer Homepage, für jedermann und jederfrau zum nachlesen: Kunterbunte Weihnachtsgeschichten. Wer selber eine Weihnachtsgeschichte weiß, geschrieben hat und sie gerne allen Lesern schenken möchte, der kann sie gerne an Renate Blaes schicken. Denn: Freude wird wie Wissen und Liebe immer mehr je mehr man sie teilt!

Baum-Advent: 24. Dezember

Weihnachtsbäume

Nun kommen die vielen Weihnachtsbäume
aus dem Wald in die Stadt herein.
Träumen sie ihre Waldesträume
wieder beim Laternenschein?

Könnten sie sprechen! Die holden Geschichten
von der Waldfrau, die Märchen webt,
was wir uns erst alles erdichten,
sie haben das alles wirklich erlebt.

Aus „Weihnachtsbäume“ von Gustav Falke (1853-1916)

 

Baum-Advent: 23. Dezember

Lehre von den Bäumen: Der griechische Philosoph und Naturforscher Theophrastos von Ephesos (371 – 287 v. Chr.) gilt als Begründer der Dendrologie, der Lehre von den Bäumen (nach griechisch dendron = Baum). Zu seiner Zeit herrschte in Athen akuter Holzmangel, weil Alexander der Große (356 – 323 v. Chr.), Herrscher des waldreichen Makedoniens, den Athenern kein Schiffsbauholz mehr lieferte. Theophrastos befasste sich daraufhin eingehend mit Fragen der Baumbotanik, Holznutzung und Standortkunde. Quintessenz seiner Forschungen waren auch wesentliche Erkenntnisse des Waldbaus.

 

Baum-Advent: 22. Dezember

Hoher Baum fängt viel Wind! …heißt eine alte Volksweisheit. Auf einen Baum wirken enorme Kräfte, sobald aus einer sanften Brise ein kräftiges Lüftchen oder gar ein heftiger Sturm wird. Eine voll belaubte Krone wirkt dabei wie ein Segel. Stamm, Äste, Zweige und Blattstiele müssen sich dem Wind beugen, oder sie brechen. Doch der Wind ist auch der Bäume Freund: Er trocknet die Blätter, er kämmt abgestorbene Teile heraus, er bestäubt unzählige Blüten. Und manchmal gibt der Wind den Bäumen auch besondere Gestalt, etwa den berühmten Windbuchen auf dem Schauinsland im Schwarzwald.

 

Baum-Advent: 21. Dezember

Sprichwörtlich: Wir sind aus edlem Holz geschnitzt, der Apfel fällt nicht weit vom Stamm, Bäume wachsen nicht in den Himmel, beim Kegeln wünscht man gut Holz! Unzählige Sprichworte und Volksweisheiten beweisen die Verbundenheit zwischen Mensch und Baum. Lassen Sie sich nicht auf die Palme bringen und begeben Sie sich nicht auf den Holzweg. Bleiben Sie stark wie ein Baum, klopfen Sie auf Holz, dann fühlen Sie sich, als ob Sie Bäume ausreißen könnten.

Baum-Advent: 20. Dezember

Malerisch: Nicht wenige Maler von Weltruhm waren dem Sujet Baum zugetan und hinterließen beeindruckende Werke. Nur beispielhaft seinen hier einige Künstler genannt, deren Bilder von Bäumen oder vom Wald vielen vor Augen stehen. Albrecht Dürer (1471 – 1528), bedeutendster Maler der frühen Neuzeit, zeigt mit seinen Federzeichnungen eine völlig neue Art der Naturbeobachtung. Caspar David Friedrich (1774 – 1840), Meister der Romantik, drückt mit seinen Baumdarstellungen Gefühle aus. Franz Marc (1880 – 1960), Mitbegründer des Expressionismus, stellt seine Tiere in der natürlichen Umgebung dar, etwa „Rehe im Wald“.

Baum-Advent: 19. Dezember

Brotbäume: Bäume, die den Menschen ein Auskommen sichern, werden häufig als Brotbäume bezeichnet. Die Gewöhnliche Fichte (Picea abies) wie die Wald-Kiefer (Pinus sylvestris) gelten als Deutschlands Brotbäume, da vor allem sie den Waldbauern viel Holzertrag liefern. In Südeuropa trägt den Titel Brotbaum oft die Edelkastanie (Castanea sativa), da ihre Früchte gemahlen und zu Brot verbacken werden, den Hunger von Mensch und Tier stillten – in manchen Gebirgstälern galten Kastanien sogar als Zahlungsmittel. Brot- oder Brotfruchtbaum nennt man die tropische Baumart Artocarpus altilis, deren riesige Früchte sehr gehaltvolle Nahrung darstellen.

Baum-Advent: 18. Dezember

Baumstraßen – Straßenbäume: In allen Erdteilen schätzen die Menschen Bäume als Begleiter von Straßen. Ob Prachtavenue oder Siedlungsweg, ob Großstadtmagistrale oder Dorfsträßchen, Bäume gehören einfach dazu. Und gibt es eine Stadt, in der keine Straße einen Baumnamen trägt? In unzähligen Ortschaften findet sich ein Eichenweg, eine Eichenstraße oder gar eine Eichenallee, zumindest als Straßenname. Nicht selten sind die Straßen ganzer Viertel nach Bäumen benannt. Es kommt jedoch nicht oft vor, dass die entsprechenden Bäume auch wirklich dort wachsen. Paradoxerweise findet man in der Eichenstraße dann schon einmal Ebereschen oder im Ahornweg Robinien.

Baum-Advent: 17. Dezember

Perfekt geschmückt: Diese Bäume brauchen zum Christfest gar nicht mehr aufgeputzt zu werden – sie tragen schon lauter Weihnachtskugeln. Es sind Platanen, an denen aus weiblichen Blüten runde Sammelfrüchte hervorgehen. Sie bestehen aus Nüsschen, lösen sich im nächsten Jahr auf, die Einzelfrüchte schweben mittels Haarbüscheln davon.

Baum-Advent: 16. Dezember

 

Haus- und Hofbaum: Viele alte Gehöfte und landwirtschaftliche Anwesen prägt ein Baum. Über Generationen begleitet er die Bewohner. Eichen, Buchen, Walnussbäume, ganz besonders aber Linden wählte man dafür aus. Nicht selten kann man in alten Chroniken sogar nachlesen, zu welchem Anlass der Hofbaum einst gepflanzt wurde. Oder es ranken sich wundersame, liebenswerte Geschichten um diesen Baum, die vom Zusammenleben erzählen. Manchmal, leider viel zu selten, pflegen auch Hausbesitzer von heute solche Bräuche, passen sie der modernen Zeit an – und bauen ein Haus unter die Krone einer alten Linde. Die Äste der Linde sind auf der Fassade als Schattenspiel nochmals zu sehen.

Baum-Advent: 15. Dezember

 

Viele Gesichter: Jede Fichte hat ihr Gesicht, sagen die Förster, und umreißen damit die Vielgestaltigkeit, mit der sich diese Nadelbaumart den Gegebenheiten anpasst. Die Gewöhnliche oder Rot-Fichte (Picea abies) ist im freien Stand von oben bis unten beastet, die oberen Zweige streben bogenförmig aufwärts, die unteren weisen eher zum Boden, die Seitenzweige hängen kammförmig herab. Drängen sich Fichten eng zusammen, tragen nur die Wipfel Äste. Im Gebirge, wo Schnee schwer lastet, bilden sich nur kurze, tief hängende Seitentriebe.

Baum-Advent: 14. Dezember

Baumzeiten: Bäume begleiten durch die Geschichte der Welt. Für jedes Zeitalter lässt sich ein charakteristischer Baum finden. Die Platane steht für das klassische Altertum, die Linde für die Zeit des Minnesangs, die Buche für die Gotik. Das Barock symbolisiert die Kastanie, das Rokoko die Pomeranzen. Die Eiche ragt aus der Zeit Bismarcks, der Ginkgo umspielt den Jugendstil. Welcher Baum aber kennzeichnet die Gegenwart? Die Fichte – Baum des Jahres 2017, Brotbaum der Waldbauern, Sorgenkind des Klimawandels?

Baum-Advent: 13. Dezember

Zimt zum Bestaunen: Was sich hier in seidigen Rollen ablöst und monatelang als Zierrat hängen bleibt, sieht aus wie Zimtrinde. Die Ähnlichkeit in der Farbe und in der Art, wie sich der Stamm seiner obersten, durch Dickenwachstum allmählich zu eng werdenden Schicht entledigt, mit echten Zimtstangen hat dieser Ahornart den Namen Zimt-Ahorn eingetragen. Das duftende Gewürz dagegen, das jetzt wieder überall aus den Küchen und Backstuben duftet, stammt vom Ceylon-Zimtbaum (Cinnamomum verum), eine weniger edle Variante von der Zimt-Kassie (Cinnamomum cassia), beides tropische Bäume und in hiesigen Breiten kaum zu kultivieren. Der Zimt-Ahorn (Acer griseum) aber stammt aus Westchina und fühlt sich in unserem Klima wohl. Seit 1901 wird er in europäischen Gärten gezogen.

Baum-Advent: 12. Dezember

An die Bäume im Winter
Gute Bäume, die ihr die starr entblätterten Arme
Reckt zum Himmel und fleht wieder den Frühling herab!
Ach, ihr müsst noch harren, ihr armen Söhne der Erde,
Manche stürmische Nacht, manchen erstarrenden Tag!
Aber dann kommt wieder die Sonne mit dem grünenden Frühling
Euch; nur kehret auch mir Frühling und Sonne zurück?
Harr geduldig, Herz, und bringt in die Wurzel den Saft dir!
Unvermutet vielleicht treibt ihn das Schicksal empor.

Johann Gottfried von Herder (1744–1803)

 

Baum-Advent: 11. Dezember

Schmetterlinge der Bäume: Auf dem alten, abgestorbenen Baumstamm scheint sich ein Schwarm farbenprächtiger Falter niedergelassen zu haben. Doch es flattert nichts, denn hier sprießen Pilze. Es sind Schmetterlingstrameten (Trametes versicolor), deren derbe, zähe, weiß geränderten Hüte sich in Etagen am Stamm aufreihen. Im Inneren durchzieht ein feines, fädiges Geflecht das Holz und löst es allmählich auf. Früher wurden solche „Schmetterlinge“ gerne mal als Schmuck verwendet, als Brosche oder für Hüte. Heute kommen sie eher in der Floristik zum Einsatz. In der TCM wie bei indigenen Völkern Amerikas gelten die Trameten als Heilpilze, etwa zur Stärkung des Immunsystems und zur Entgiftung.

Baum-Advent: 10. Dezember

Melodisch: In der Vorweihnachtszeit kommen sie vermehrt zum Einsatz – die Blockflöten. Rund 1000 Festmeter vom gleichmäßig feinporigen, rötlich-braunen Birnbaumholz verarbeitet man pro Jahr zu diesen und anderen Blasinstrumenten. Weil Birnbaumholz sich als eines der wenigen Hölzer tiefschwarz beizen lässt, dient es auch als Ersatz für das kostbare Ebenholz, um beispielsweise Klaviertasten daraus zu fertigen. Wegen seiner warmen Tönung und der teils lebhaften Maserung ist das Holz auch für Möbel und Parkett sehr geschätzt.

Baum-Advent: 9. Dezember

Home-Design: Glas, Metall vereint mit Holz – das ergibt einen spannenden Kontrast. Der Gegensätze lassen sich angesichts dieser dekorativen Kombination noch viele weitere finden: unbelebte Materie und lebendiges Material, mineralisch – biologisch, zerbrechlich – derb, durchsichtig – massiv… Mit einer alten Baumwurzel, einem groben Ast oder Rindenstücken hat man stets ein wunderbares Designobjekt zur Hand, aus dem sich mit geringstem Aufwand eine einzigartige Dekoration schaffen lässt.

Baum-Advent: 8. Dezember

Erleuchtend: Was haben Bäume mit Mathematik zu tun? Mit der Stochastik, der „Kunst des Mutmaßens“ (so der Wortsinn), werden zum Beispiel Wahrscheinlichkeiten für einen Lottogewinn errechnet. Hier helfen so genannte Ereignisbäume, um Ereignisse auf anschauliche Weise grafisch darzustellen. Baumdiagramme nutzt man auch, um Entscheidungsregeln in hierarchischer Ordnung wiederzugeben oder mind maps, Gedankenkarten – etwa beim Brainstorming, zu erstellen. In jedem Fall sollen die baumförmigen, verästelten Strukturen für Erhellung, sprich „Durchblick“ sorgen.

Baum-Advent: 7. Dezember

Weisheit der Wälder: Der heilige Bernhard von Clairvaux (1090 – 1153) war einer der bedeutendsten Zisterziensermönche, der die Tempelritter glorifizierte und sich für die Kreuzzüge einsetzte. In einem Brief an den Abt Heinrich Murdach schreibt er: „Du findest mehr in den Wäldern als in den Büchern. Die Bäume und die Steine werden dich Dinge lehren, die dir kein Mensch sagen kann.“

Baum-Advent: 6. Dezember

Einmal, an einem strahlend sonnigen und noch sehr milden Tag im Herbst, entdeckte Petrus von seiner Himmelswolke aus, dass drunten auf der Erde bei einem Haus reichlich Rauch aus dem Schornstein quoll. Er fand das sehr merkwürdig, denn es war noch viel zu warm zum Heizen, und zum Kochen doch nur ein kleines Herdfeuer nötig. Und das erzeugte höchstens eine dünne Rauchfahne. Petrus meinte, es sei nötig nachzuforschen, und schickte den Heiligen Nikolaus auf die Erde hinab.

Baum-Advent: 5. Dezember

Balsamisch: Die schmalen Blätter von Nadelbäumen wie auch das Holz der Stämme enthalten reichlich Harze und ätherische Öle. Harze sind zähe, nicht flüchtige Gemische aus Kohlenwasserstoffen, sie erstarren an der Luft zu glasartiger, gelb-bräunlicher Masse.Diese Harze stets vermischt mit ätherischen Ölen, die wiederum leicht verdunsten. Ein Gemisch aus diesen beiden Komponenten bleibt zähflüssig, klebrig und verströmt lange Wohlgeruch. Den Bäumen dient das Harz als Wundverschlussmittel, mit ätherischen Ölen suchen sie Fraßfeinde fernzuhalten.

Baum-Advent: 4. Dezember

Wärmendes Laub: Noch hängen sie an den Zweigen, doch die Blätter der Eiche sind bereits abgestorben. Sie dienen dem Baum als Wärmeschutz, bewahren die neuen Knospen für den Frühjahrsaustrieb aber auch vor allzu starker Sonneneinstrahlung. Außerdem halten sie hungriges Wild ab, denn wer beißt schon gerne in ledrige, gerbstoffhaltige Kost? Erst wenn die neuen Blätter bereits wieder treiben, fällt das alte Laub endgültig – außer heftige Winterstürme reißen es schon vorher ab.

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