Man findet draußen auf dem Feld noch so einiges. Zum Beispiel die verblühten, bereits eingetrockneten Blütenstände von Beifuß und Schafgarbe. Daraus kann man einen Krnaz binden, der dann feierlich in den Raunächten dem Feuer übergeben oder zum Räuchern verwendet wird – Beifuß zum Reinigen, Schafgarbe zum Orakeln.
Das Kraut, aus dem dieser Kranz gewunden ist, hilft laut Volksheilkunde als Tee gegen Ermüdung. Ich finde, auch in dieser Form. Denn ich gehe mit wachen Sinnen durch den Garten, schnuppere den kräftig würzig-minzigen Duft, schmecke das oreganoartige Aroma, übe mich in Fingerfertigkeit beim Kranzbinden, habe Freude an meinem Werk… Ach so, der Kranz besteht
Perilla, auch Shiso, Sesamblatt oder Schwarznessel genannt, stand noch reichlich im Gewächshaus rum. Abgeschnitten, gebündelt, zum Kranz gebunden und mit dickem Wollfaden umwickelt. Riecht toll – nach Sesam!
Nochmal Lavendel. Diesen Kranz besitze ich jetzt seit über zehn Jahren. Ich hebe den Kranz an einer sehr kühlen, dunklen Stelle auf. Ab und zu hole ich ihn die Wärme. Da begeistert er mich mit herrlichem Aroma, selbst nach den vielen Jahren. Von wegen alt…
Lavendel, da standen noch reichlich alte Stängel, die vergessen wurden zu schneiden. Auch gut, jetzt kommen sie gelegen. Und erstaunlich, wie die noch fein duften. Mit ein wenig Perlenglanz veredelt.
Ein Kranz wie frisch aus dem Wald. Moos aus dem hinteren Gartenwinkel (NICHT aus dem Wald, dort sollte man das Moos wachsen lassen, weil so wichtig für das Ökosystem) mit putzigen Erlenzapfen vom Waldbachufer (DIE darf man sammeln, fallen ohnehin ab).
Klassisch grün-rot – aus Buchs gewunden, mit einem Strickherz gepaart. Der Kranz als Symbol für das Rad der Zeit, das Immergrüne als Sinnbild des ewigen Lebens und das Rot für die Wärme des Herzens.
Was gibt es nicht alles für Kränze! Siegerkränze, Ehrenkränze, Grabkränze, Nusskränze, Kuchenkränze, Wandkränze, Rosenkränze, Kaffeekränzchen… und natürlich: Adventskränze. Ein Kranz gehört traditionell zum Advent. Aus frischem Tannegrün gebunden, mit vier Kerzen dran. Duftend, lichtspendend, verheißungsvoll… Ebenso Kult: Ein Adventskalender. Jeden Tag ein neues Türchen. Ich verbinde das dieses Jahr mal. Jeden Tag bis Weihnachten ein
Wenn es draußen neblig ist, schneit oder graupelt, sind die Blüten der Barbarazweige wahrer Balsam für die Seele. Wer jetzt Kirschen- oder Pflaumenzweige schneidet, kann sich bis Weihnachten einen Hauch von Frühling in die Stube holen. Meine wöchentlichen Gartentipps – auch auf br.de. Adventszeit – ruhige Zeit: • Tannengrün. • Blütenrot. • Blätterbraun. Bauernregel: Fällt
Wenn jetzt, in der Adventszeit morgens der Himmel rötlich schimmert, erinnert mich das an eine wundersame Geschichte. Sie wurde mir mal erzählt, oder ich habe sie irgendwo gelesen, als ich noch Kind war. Und kann sie nie wieder vergessen – da geht jedesmal die Phantasie mit mir durch. Die Geschichte, die ist diese:
Henriette Dornberger schenkt uns etwas: Zapfen! Natürlich selbst gesammelt, in reiner Handarbeit veredelt und mit viel Herz weitergereicht. So kommt die heimische Fichte zu weihnachtlichen Ehren, nachdem sie kaum noch als Christbaum unsere Stuben zieren darf. Sie nadelt halt schnell – dabei duftet sie sooooo gut. Wie das mit den Zapfen funktioniert? Hier geht es
Jetzt ist es an der Zeit, den Kompost winterfest zu verpacken, bevor der Frost die Oberhand gewinnt. Reinigen Sie Gartengeräte gründlich, um Krankheitskeimen und Eiern von Schädlingen endgültig den Garaus zu machen. Meine wöchentlichen Gartentipps auf br-online. Bauernregel: Im November ist jeder Staude ein anderes Wetter.
Plätzchenbacken, das ist eine besondere Leidenschaft von mir. Ich kann es gar nicht erwarten, all die vielen verheißungsvollen Rezepte in all den vielen bunten Zeitschriften zu studieren – und auszuprobieren. Nur leider kommen mir da irgendwie immer dieselben vor, alle Jahre wieder… Das scheint nicht nur mir so zu gehen, auch Claudia Schmidt schreibt auf