Innere Werte

Wer den letzten Beitrag meines Blogs gelesen hat (Johann Wolfgang von Goethe: „Das Äußere einer Pflanze ist nur die Hälfte ihrer Wirklichkeit.“), dem sei dies hier mal augenfällig demonstriert: Die Rote Melde (Atriplex hortensis var. rubra), eine historische Gemüsepflanze, setzt im Beet kräftige Akzente mit ihren oberseits braunroten, unterseits fast pinkfarbenen Blättern. Gekocht wie Spinat, gedünstet und gemixt erscheint sie plötzlich grasgrün! Die roten Farbstoffe sind wasserlöslich und gehen ins Kochwasser über. Mit dem grünen Mix kannst Brot, Nudeln, Kuchen schön grün färben – mit dem roten Wasser alles mögliche rot. Mit den Stängeln lassen sich Stoffe und Wolle blau färben (wie?), mit den Samen grün (Methode?) und Haare schwarz – wie im Internet nachzulesen ist…
Unglaublich, was in Pflanzen alles steckt…

Adventsapfel Nr. 2

Noch keine Deko auf dem Tisch? Dann aber schnell, mit Äpfeln gelingt das ganz leicht. In der traditionellen Farbkombination Rot und Grün immer wieder gern gesehen. Einfach ein paar rote und grüne Dinge zusammensuchen und in einer Schale, auf einem Teller, in einem Topf arrangieren. Krönung ist immer: ein knallroter Apfel!

Alle für Deutschland: Fahnen hoch

Fußball, ist ja sonst nicht so mein Ding – aber wenn doch Deutschland im Finale der WM in Brasilien steht? Dann müssen alle hinter der Mannschaft stehen und die deutsche Fahne hoch halten. Statt der Fähnchen an Autos, statt der Spiegelüberzieher, statt Perücken oder Schminke – in meinem Garten übernehmen das Blüten! Schwarz-Rot-Gold, Jungs, auf …

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Neu entdeckt: Rosenkohl

Weder rosig noch grün gesinnt mit Rosenkohl? War ich bisher. Rosenkohl gehört nicht unbedingt zu meinen Lieblingsspeisen. Da entdecke ich plötzlich Rosenköhlchen, die eine neue Farbe zeigen und eher wie Bonsai-Rotkohl oder Zwerg-Blaukraut aussehen. Das muss ich natürlich gleich ausprobieren. Sieht ja schon mal ganz verlockend aus. Mal sehen, wie der schmeckt. Fehlt nur noch ein Rezept…

Garten: Aber jetzt wird’s kalt

Heidekraut 3Nach milden Tagen kommen jetzt kalte Frostnächte, auch tagsüber wird’s ungemütlich. Danach soll es wieder mild werden. Das Hin und her beim Wetter darf den Gärtner nicht verdrießen. Schöne Tage für die letzten Arbeiten nutzen, schlechte Tage fürs Genießen. Vielleicht etwas Feines kochen? Im Gartenrezept der Woche stehen Kürbisplätzchen mit Salbeibutter. Meine wöchentlichen Gartentipps – auch auf br.de.

Pflanze der Woche:
Heidekraut
Die kleinen Halbsträucher sorgen gerade allerorten für Farbe. Sommer- oder Besenheide (Calluna vulgaris) sind dankbare Blüher, für Gärten gibt es mehr als 10.000 Sorten. So winzig ihre Glockenblütchen erscheinen, so großartig erweisen sie sich als Bienennahrung in später Jahreszeit.

Bauernregel:
Wie St. Martin (11.11.) führt sich ein,
soll zumeist der Winter sein.

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Oktoberrot

Feurig kann er sein, der Herbst. Wärmend, jedenfalls tagsüber. Kühl und erfrischend nachts… Der Winter ist die Sünd‘, Die Buße Frühlingszeit, Der Sommer Gnadenstand, Der Herbst Vollkommenheit. Angelus Silesius (1624 – 1677)

Johanniskraut – echt nur mit vielen Tüpfeln

Hypericum perforatum BlueteJohanniskraut-Rotöl, das wird ausschließlich mit Echtem Johanniskraut (Hypericum perforatum) angesetzt. Aber wie erkenne ich diese Art? Da heißt es genau hinschauen:

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Johanniskraut-Rotöl

JohanniskrautoelNoch immer steht das Echte Johanniskraut (Hypericum perforatum) in Blüte, die Knospen der tieferen Seitenzweige öffnen sich langsam. Die kann man für den Ölansatz ernten. Das wunderbar leuchtende Rotöl gilt als eines der bewährtesten Heilmittel in der Hausapotheke, gegen Schmerzen wie Ischias, Rheuma oder bei stumpfen Verletzungen, Blutergüssen und zum Abheilen von Verbrennungen. Aber immer wieder passiert’s, dass der Ölansatz nicht rot wird. Woran mag das liegen?

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Garten: Nach dem Regen

Gewoehnlicher Schneeball mit BieneNach den wochenlangen starken Regenfällen ist Aufräumen im Garten angesagt. Böden sollten gelockert und Mulchdecken gewendet werden. Im Gartenrezept der Woche gibt es Schnitzel, ganz besondere. Meine wöchentlichen Gartentipps – auch auf br.de.

Pflanze der Woche:
Schneeball
Seinen Namen verdankt dieser anspruchslose Zierstrauch den opulenten Blütenkugeln einer Zierform, die wahrhaftig an Schneebälle erinnern. Wasserholder lautet die alte, fast vergessene Bezeichnung, weil die Blütenschirme denen des Holunders ähneln und das Gehölz gerne an feuchten Standorten wächst. In jedem Fall aber ist der Gewöhnliche Schneeball (Viburnum opulus) zur Blütezeit viel mehr als „gewöhnlich“.

Bauernregel:
Juni muss den Ausschlag geben
für den künft’gen Erntesegen.

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Aufgsteckt is!

Aesculus hippocastanumDie Kastanien blühen. Überall leuchten ihre Kerzen. Schon bemerkt? Die Blüten verändern ihre Farbe: Zuerst strahlen sie mit einem gelben Fleck, dann verfärbt sich die Blütenmitte rosa bis hin zu rot. Das sind unmissverständliche Hinweise für Insekten. Gelb heißt, hier gibt es sehr zuckerreichen Nektar, rot bedeutet ausgetrunken, nichts mehr zu holen.

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Rot und blau

PulmonariaEs blüht, das Lungenkraut. Zuerst leuchten die Blüten rosarot, nach wenigen Tagen verfärben sie sich violettblau – das beruht auf einer Veränderung des Säuregrads in den Zellen. Ist der Pflanzensaft sauer, erscheinen die Farbstoffe (Anthocyane) rot, wird er basisch, reflektieren sie blaues Licht. Nicht allein beim Lungenkraut (Pulmonaria) ist das so. Jeder kennt das auch vom Rotkohl/Blaukraut. Dem Lungenkraut hat diese Erscheinung viele Volksnamen eingetragen:

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Genüsslich Brot

Was wären wir ohne unser täglich Brot? Der Mensch lebt zwar nicht vom Brot allein und in der allergrößten Not isst man die Wurst auch ohne Brot – aber Brotzeit ist auch die schönste Zeit und selbst trocken Brot macht Wangen rot. Eine der größten Delikatessen: Frisch gebackenes Brot! Rund 60 kg isst jeder Deutsche pro Jahr, in weltweit einzigartiger Vielfalt. Pro Kopf und Jahr werden aber leider auch mehr als 25 kg weggeworfen – das sind 2 Millionen Tonnen! 50.000 LKWs könnte man damit füllen. Ist das nicht ein Frevel? Helfen wir doch alle mit, dass sich da etwas ändert. Und wie?

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