Weihnachtsgeschichte von der Buche

[caption id="attachment_88317" align="alignleft" width="300"] Foto: Renate Blaes[/caption]

Und es begab sich zu einer Zeit, als es auf Weihnachten zuging, und alle Menschen einen Christbaum besorgten… So beginnt meine Geschichte von der Buche, die für Christtagsfreude sorgt. Bereits bei Bayern 1 vorgelesen, jetzt in einer Reihe von Renate Blaes integriert: Kunterbunte Weihnachtsgeschichten. Haben Sie, habt Ihr auch eine Weihnachtsgeschichte? Dann schenkt sie doch weiter – denn geteilte Freude wird immer mehr, wie Wissen und Liebe!

Buchen, einfach köstlich

Nur jetzt, nur heute, nur im Wald: Feinste Blattkost! Buchenblätter schmecken überraschend zitronig, solange sie noch ganz jung sind. Gerade aus den Knospenschuppen geschlüpft, kaum entfaltet müssen sie sein. Sobald sie ihren feinen Flaum an den Rändern verloren haben, werden sie zunehmend herber und derber, lassen sich nicht mehr so einfach kauen. Ab in den Wald…

Buchen aufs Brot

Buchenkeimlinge, in großer Zahl – da darf man auch mal zugreifen. Die schmecken nämlich gut, knackig, saftig, nussig, angenehm herb. Am besten im Salat oder auf Butterbrot. Und keine Sorge, das schadet dem Wald nicht. Diese „Naturverjüngung“ ist dieses Jahr sehr üppig, die allermeisten Buchenkeimlinge werden ohnehin nicht alt. Im Bild: Buchenkeimlinge links, Lindenkeimlinge in der Mitte, Ahornkeimlinge rechts – alle essbar.

Auch große Bäume fangen mal klein an

Letzten Herbst gab es viele Bucheckern – was man jetzt besonders gut bemerkt: Unter den mächtigen Kronen von Buchen, den „Müttern des Waldes“ keimt und sprießt es. Scharenweise drängeln sich die kleinen Buchen ans Licht. Um bald zu bemerken, dass das Leben kein Ponyhof ist. Sondern hart und überaus mühsam. Wenn die Mütter, die Buchen, ihr Kronendach schließen, kümmern die Kleinen im Halbdunkel vor sich hin.
Das Bild ist von Renate Blaes, die fast jeden Tag aufmerksam durch die Natur am Ammersee geht und vieles in einzigartiger Weise mit ihrer Kamera festhält. Lust zum Schauen? Dann www.ammersee-fotoblog.de oder www.renateblaes.de besuchen.

Im Wald der Buchen

Noch fällt das Sonnenlicht durch die Kronen der Rotbuchen bis auf den Boden, deshalb wimmelt es dort nur so vor Leben. Buschwindröschen, Lungenkraut, Veilchen, Bärlauch und viele andere Blumen beeilen sich mit dem Blühen, damit sie noch rechtzeitig Früchte bilden können – bevor die Buchen vollends austreiben und der Schatten ihrer Kronen alles abdunkelt. Unvergleichlich, so ein Buchenwald im Frühling! Da muss man einfach hin…

Pas de deux

 

Nachdem im letzten Herbst vielerorts Eckern in Hülle und Fülle aus den Kronen der Buchen geregnet sind, darf man sich jetzt auf ein besonderes Schauspiel freuen. Alles, was von hungrigen Waldtieren (oder fleißigen Wildfrüchtesammlern) übersehen wurde, keimt nun. Wie gesät, dicht an dicht überziehen Buchenkeimlinge den Waldboden. Zugreifen beim jungen Gemüse: Diese Keimlinge gehören mit zu dem Besten, was der Buchenwald zu bieten hat.

Laub vom letzten Jahr

Wer jetzt durch den Laubwald geht, spaziert auf einem dicken, weichen, federnden Laubteppich. Vor allem im Buchenwald. Denn Buchenblätter verrotten nur sehr langsam, wegen der vielen enthaltenen Gerbstoffe. Das ist äußerst angenehm zum Gehen, schont die Gelenke. Das Laub bleibt heute im Wald, sorgt für eine gute Bodenfruchtbarkeit, lässt Bäume und andere Pflanzen gut gedeihen. Früher dagegen hat man das Laub aus dem Wald geholt, regelrecht geerntet. Sauber zusammengekehrt, bis auf den letzten Fitzel aus dem Wald getragen. Und damit den Waldboden verarmen lassen… Warum nur? Laub war bis ins letzte Jahrhundert ein wichtiges Naturprodukt:

Phantastische Landschaften

Wer seinen Blickwinkel mal ändert, vom großen Gesamtbild hin zum kleinen Ausschnitt, kann Erstaunliches sehen. Das ist eine Binsenweisheit. Wer dann noch seine Phantasie dazu mischt – der entdeckt Phantastisches. So wie hier, diese Birkenrinde erscheint mir als Landschaft eines noch unbekannten Gebiets, aus der Vogelperspektive betrachtet. Ein großer weißer Strom umfließt eine gebirgige Insel, die von einem tiefen Tal durchschnitten wird… Was mag da wachsen, wer mag da leben – im Birkenrindenland?

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So viel wie selten

buche-eckernSchon bemerkt? manche Buchen erscheinen auffällig früh im Jahr in Vollherbst-Modus zu gehen, sie tragen vorzeitig braun. Das kommt aber nicht von einer vorzeitigen Herbstfärbung der Blätter, sondern von einem überreichen Behang mit Früchten. Die Äste biegen sich unter der Last, unter Buchen knistert es bei jedem Schritt. Bucheckern bis zum Abwinken. Noch immer ist nicht ganz geklärt, warum Bäume wie die Rotbuchen (Fagus sylvatica) alle paar Jahre besonders viele Samen produzieren, noch dazu alle Bäume einer Art in einer bestimmten Region synchron. Als hätten sie sich abgesprochen.

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Herbstkost

Vom Baum gefallen, mir (leider nicht direkt) in den Schoß: Bucheckern. Nein, die kleinen Früchte der Rotbuche (Fagus sylvatica) muss man schon aufklauben. Unter vielen Buchen gibt es sie reichlich, einfach ein wenig unterm Laub schauen. Aus ihrer braunen Eckernhülle geschält schmecken die Kerne fein nussig. Mmmmmh, kurz geröstet und über Gemüse, über Salat, in Keksen, …

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Weihnachtsgeschichte

Heiligabend – wer hört da nicht gerne eine Weihnachtsgeschichte? Dieses Jahr darf ich sie vorlesen, meine eigene Geschichte von der Buche. „Als die Buche für Christfreude sorgte“, heißt sie. Bayern 1 einschalten, am 24.12.2013 zwischen 13 und 14 Uhr! Und zum Nachlesen oder Weitererzählen: Als die Buche für Christfreude sorgte – Karin Greiner

Lichtmess bringt Licht

LichtmessHeute am 2. Februar ist Lichtmesstag. Für viele vergessen sind die Ursprünge und Gebräuche, ja der Tag selber. Ob nun aus altem keltischen Brauch heraus Imbolc, das Fest der Lichtbringerin Brigid, oder aus christlicher Sicht das Ende der Weihnachtszeit, nach alter bäuerlicher Tradition das Dienstbotenjahr endet oder man jetzt die Bauernregeln prüft, ob es noch lange Winter bleibt oder bald Frühling wird – in jedem Fall setzt dieser Tag ein Zeichen. Es ist Halbzeit zwischen Winteranfang und Frühlingsbeginn. Die Tage sind schon merklich länger geworden, das Licht kommt zurück. Licht! Man kann zu Lichtmess Kerzen weihen oder auf die Suche nach Lichtblumen gehen.

Lichtblumen? Ja, die gibt es. Überall.

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Als die Buche für Christfreude sorgte

Und es begab sich zu einer Zeit, als es auf Weihnachten zuging, und alle Menschen einen Christbaum besorgten. Der wurde mit allerlei Zuckerwerk, Strohsternen und bunten Bändern aufgeputzt und mit Lichtern besteckt, um die Stube zu schmücken. Eine Fichte, eine Tanne, eine Kiefer sollte es sein, die mit ihren immergrünen Nadeln duftende Frische und hoffnungsfrohes Grün spendeten. Als Beweis dafür, dass das Leben immer weiter geht und man voller Zuversicht in die Zukunft blicken darf.

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Sonniges Gelb macht gute Laune

Sonne ins Herz, Sonnengold ins Zimmer: Naturarbeiten mit Henriette Dornberger. Die Frühlingssonne lockt überall Blätter und Blüten hervor. Sie wärmt nicht nur Felder und Wiesen, sondern auch das Herz. Leuchtendes Gelb vertreibt auch das letzte winterliche Grau. Holen Sie sich mit unseren Naturarbeiten frühlingsfrisches Blütengold in die Wohnung – und Ihr Herz blüht auf.

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Garten: Frühjahrsputz

Jetzt heißt es Rechen und Gartenschere schwingen. Denn nicht nur im Haus ist Frühjahrsputz angesagt, sondern auch im Garten: Das alte Laub muss weg, damit der Boden Wärme tanken kann. Und Sträucher müssen zurechtgestutzt werden, um neu austreiben zu können. Meine wöchentlichen Gartentipps – auch auf br.de.

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Wertstoffe

Buchenlaub. Heutzutage eher als Abfall eingestuft. Vormals jedoch schieres Gold (oder Geld), das auf dem Boden liegt. Es wurde eingesammelt und als Einstreu im Stall benutzt, sogar für diesen Zweck gehandelt – so manche Familie verdiente sich ein gutes Zubrot damit. Kaum zu glauben. Noch viel unglaublicher klingt es, dass bis ins 20. Jahrhundert hinein …

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