Lichtmess bringt Licht

Heute am 2. Februar ist Lichtmesstag. Für viele vergessen sind die Ursprünge und Gebräuche, ja der Tag selber. Ob nun aus altem keltischen Brauch heraus Imbolc, das Fest der Lichtbringerin Brigid, oder aus christlicher Sicht das Ende der Weihnachtszeit, nach alter bäuerlicher Tradition das Dienstbotenjahr endet oder man jetzt die Bauernregeln prüft, ob es noch lange Winter bleibt oder bald Frühling wird – in jedem Fall setzt dieser Tag ein Zeichen. Es ist Halbzeit zwischen Winteranfang und Frühlingsbeginn. Die Tage sind schon merklich länger geworden, das Licht kommt zurück. Licht! Man kann zu Lichtmess Kerzen weihen oder auf die Suche nach Lichtblumen gehen.

Lichtmess-Zaubernuss

Lichtblumen? Ja, die gibt es. Überall.

Lichtmess-Blumen, das sind nahe Verwandte der Herbstzeitlose, botanisch Colchicum bulbocodium – nur im Wallis, an einem eng begrenzten Standort in Kärnten und in den Pyrenäen zu finden.

Winterheckenkirsche

Selten im Garten oder in Parks: Winterheckenkirschen oder Wintergeißblätter (Lonicera fragrantissima, Lonicera purpusii), betörend süß duftende Ziersträucher aus Asien.

Schon häufiger bei uns zu sehen: die Lichtmess-Zaubernuss (Hamamelis mollis). Die bizarren Blüten duften zart nach Zitronenschale.

Sehr oft ins Blickfeld rückt dank ihrer strahlend weißen Borke: die Birke (Betula) – sie gilt als Lichtbringerin unter den Bäumen.

Aber wer weiß noch, dass der in Deutschland häufigste Laubbaum, die Rotbuche (Fagus sylvatica) auch Lichtbaum genannt wird? Aus ihren festen Holz konnte man gut Späne hobeln, diese in Halter stecken und anzünden. Oft tränkte man die Späne noch mit Harz, damit sie besser und länger brannten.

Birke

Lichtblumen, Lichtbäume, Lichtpflanzen – eigentlich sind es doch alle grünen Gewächse. Denn sie wandeln Licht in Leben um! Daran sollte man sich doch mal wieder erinnern, gerade heute zu Lichtmess?

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