Es steht die Welt in Veilchen

„Der Frühling kommt, der Himmel lacht, es steht die Welt in Veilchen!“ schwärmte Theodor Storm. Laut griechischer Sage blühen Veilchen unter den Schritten der Frühlingsgöttin Persephone auf. Persephone wurde einst von Hades, dem Gott der Unterwelt geraubt. Ihre Mutter Demeter unterband vor lauter Gram um ihre verlorene Tochter alles Wachstum auf der Erde. Das konnte Göttervater Zeus nicht zulassen, deshalb drängte er auf eine Abmachung: Einen Teil des Jahres verbringt Persephone in der Unterwelt bei Hades, den anderen dagegen auf der Erde. Weilt sie bei Hades, stoppt das Wachstum, es wird Winter. Wenn sie aus der Unterwelt emporsteigt, blühen unter ihren Schritten auf der Erde überall Veilchen auf – zum Zeichen, dass jetzt die fruchtbare Zeit beginnt.

Huflattich-Geschichte

Eine Geschichte über eine der ersten Pflanzen, die das neue Jahr einleitet. Warum der Huflattich in märchenhafter Weise, anders als die meisten Pflanzen, zuerst seine Blüten und dann erst seine Blätter bildet. Die Geschichte hat Judith so gut gefallen, dass sie mich gebeten hat, ob sie sie auf ihrer Homepage KRAUTWILD veröffentlichen darf – ich hab’s erlaubt. Schaut mal HIER.

Die gute Idee für Balkon und Garten auf Bayern 1

Zum Start in die Gartensaison gibt es in der Woche nach Ostern täglich einen Tipp von mir zu hören auf Bayern 1. Da ist für jeden was dabei, ob reiner Fensterbankgärtner oder Großgartenbesitzer. Zum Anziehen von Pflänzchen ein selbst gebasteltes Minigewächshaus, für mehr Fruchtansatz ein Krafttraining für Bäume, die wirklich richtige Rasenpflege, der optimale Termin zum Rosenschnitt…

 

Gründonnerstag

Wildkräuter bringen mich – auch nach vielen Jahren intensiver Beschäftigung mit ihnen – immer wieder in Erstaunen. Kaum schmilzt der Schnee, wecken die ersten Strahlen der Frühlingssonne die Pflänzchen und bringen sie kräftig zum Sprießen. Woher nehmen diese Geschöpfe nur ihre Energie? Zu keiner anderen Zeit schmecken die kleinen Kräuter besser. Weil wir den ganzen langen Winter lang auf sie warten mussten?

Winterblumen

Vor langer Zeit waren dem der Winter seine alljährlichen Ausflüge tief in den Süden leid geworden. Wollte ihn doch dort niemand willkommen heißen. Gerade noch zu Weihnachten und zum Jahreswechsel duldete man ihn, weil er mit Eis und Schnee die Landschaft so recht in ein Festtagsgewand kleidete. Gleich aber heizte man ihm kräftig mit Licht und Feuer ein, scheuchte ihn mit viel Getöse davon.

Gartentipp: Obstbaumschnitt

Milde Wintertage sind ideal, um Obstbäume wieder in Schwung zu bringen. Der Schnitt steht an. Warum muss ein Obstbaum eigentlich geschnitten werden, fragen mich viele. Damit die Früchte nicht unerreichbar in der immer höher werdenden Krone hängen. Damit viel Luft und Licht in die Krone kommt, was die Früchte viel besser reifen lässt. Damit Äste nicht überaltern, morsch werden.

Winter-Kräuter-Menü

Obwohl die warmen Tage schon überall die ersten Frühlingsboten wie Haselkätzchen und Schneeglöckerl hervorlocken, ist doch noch Winter. So richtig wachsen will es noch nicht. Und wer weiß, ob der Winter nicht noch einmal einzieht? Egal, es gibt immer was zu suchen und zu finden. Sogar ausreichend, um damit ein ganzes Kräuter-Menü zu kochen. Glaubt ihr nicht? Na dann:

Baum-Advent: 12. Dezember

An die Bäume im Winter
Gute Bäume, die ihr die starr entblätterten Arme
Reckt zum Himmel und fleht wieder den Frühling herab!
Ach, ihr müsst noch harren, ihr armen Söhne der Erde,
Manche stürmische Nacht, manchen erstarrenden Tag!
Aber dann kommt wieder die Sonne mit dem grünenden Frühling
Euch; nur kehret auch mir Frühling und Sonne zurück?
Harr geduldig, Herz, und bringt in die Wurzel den Saft dir!
Unvermutet vielleicht treibt ihn das Schicksal empor.

Johann Gottfried von Herder (1744–1803)

 

Winter ade?

Bauernregel für heute: „Ist’s an Lichtmess hell und rein, wird’s ein langer Winter sein. Wenn es aber stürmt und schneit, ist der Frühling nicht mehr weit.“ Ob der Winter nun wirklich vorbei ist? Immerhin endet mit Lichtmess die Weihnachtszeit, auch der letzte Christbaum wird heute ausgeräumt. Die Tage sind schon deutlich länger: „Weihnachten um einen Mückenschiss, …

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Wie wird der Winter?

eicheln-am-baumViele Eicheln im September, viel Schnee im Dezember!
Viele Buchnüsse und Eicheln, dann wird der Winter auch nicht schmeicheln.
Wenn Michael (29.9) viel Eicheln bringt, Weihnacht die Felder mit Schnee dann düngt.
Darf man den alten Regeln glauben? Dann müsste es ein früher, strenger Winter werden, denn Eicheln gibt es massig – aber nicht an allen Bäumen. Wir können ja statt der Eiche die Königskerze befragen, das macht jedes Jahr der Haslinger Sepp aus Benediktbeuern. Der prophezeit einen schneearmen, milden Winter – aber er hatte für 2016 auch einen Jahrtausendwinter vorhergesagt…

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Die fünfte Jahreszeit

Frühling, Sommer, Herbst und Winter – das sind vier Jahreszeiten. Und was ist die fünfte? Je nachdem, es ist immer eine Zeit, die einen sehr stark bewegt, einen besonderen Höhepunkt im Jahr setzt. Manche werden die Wiesn-Zeit, gerade begonnen, als ihre fünfte Jahreszeit ansehen, andere den Fasching oder die Starkbierzeit. Für mich ist es der …

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Garten: Von Putz und Schutz

Korkenzieherhasel klWas jetzt grad auffällt:
Korkenzieherhasel
Eine Laune der Natur wird zur Freude der Gärtner: die Korkenzieherhasel (Corylus avellana `Contorta´). Ihr Name ist Programm, die Zweige des Strauchs wachsen spiralförmig, was jetzt im Winter sofort ins Auge sticht. Der viktorianische Gärtner Henry Nicholson Ellacombe (1822-1916) aus Gloucestershire in England entdeckte die eigenartige Hasel und begeisterte damit seinen berühmten Kollegen Edward Augustus Bowles (1865-1954). Der pflanzte die erste Korkenzieherhasel neben viele andere Kuriositäten in seinen Garten „Lunatic Asylum“ nahe Enfield in Middlesex – wo sie bis heute wächst.

Wetterspruch:
Wächst das Gras im Januar,
wächst es schlecht das ganze Jahr.

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Garten: Es blüht schon was

Winterschneeball klWas jetzt grad auffällt:
Winterschneeball
Die Welt erscheint rosarot, die Zukunft in rosigem Licht, wenn der Winterschneeball (Viburnum x bodnantense) blüht. Diesen Winter, der sich immer noch eher wenig winterlich zeigt, blüht der beliebte Zierstrauch besonders üppig schon zu Jahresbeginn. Die Blüten sind nicht nur auffällige Eyecatcher, sondern auch Duftschmeichler. Selbst wenn Kälte die Blütenpracht dahin rafft, im Frühjahr erscheinen neue Knospen, dann steht das Blütenrosa in schönem Kontrast zum Frühlingsgrün der jungen Blätter.

Wetterspruch:
Ist am Dreikönig kein Winter,
folgt auch keiner mehr dahinter.

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Wenn‘ schon nicht schneit…

…dann blühen eben Kirschen. Sieht auch aus, als ob es geschneit hätte. Und heißt auch so: Schneekirsche (Prunus subhirtella `Autumnalis´). Eigentlich nichts soooo Außergewöhnliches, dass dieser Kirschbaum jetzt schon blüht, denn es liegt in der Natur dieser Art/Sorte. Bei milder Witterung blühen die Knospen eben schon im Dezember auf. „Am Grunde des Herzens eines jeden …

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Heizung an!

Crocus tommasinianusWenn der Winter dem Frühling nicht weichen will… dann wird nachgeholfen! Krokusse werfen einfach die Heizung an. Sie erzeugen aus ihren Speicherstoffen Energie und können die eigene Temperatur um bis zu zehn Grad erhöhen. Da schmilzt der Schnee! Blüten und Blätter bilden anfangs eine stabile Bohrspitze, um durch die oft verharschte Schneedecke zu stoßen.

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