Der französische Schriftsteller und Philosoph Albert Camus (1913-1960) fasste es in einem Satz zusammen: „Der Herbst ist ein zweiter Frühling, wo jedes Blatt zur Blüte wird.“ Bis das sichtbar wird, dauert es noch eine Weile. Statt der blütenbunt sich verfärbenden Blätter der Bäume und Sträucher stehen für mich die frischgrünen Blätter der vielen Wildkräuter im …
Ostereier zeigen sich außen gerne hübsch bunt, sind innen gewöhnlich schön hart. Meine sind außen auch schön bunt, innen aber zart cremig und lassen sich mit einem Happs verspeisen oder gar auf einem Brot verstreichen. Ich habe Ziegenfrischkäse zu Bällchen geformt und einfach in frischen Blüten gewälzt. In Gundermann und Ehrenpreis (blau), in Goldnesseln (gelb), …
Auch wenn es gerade etwas kühler ist, die Lust auf etwas Kühles, Kaltes, Eisiges ist im Sommer groß. Da kommt das Rezept von meiner Freundin Renate Blaes, mit der ich gerade an einem neuen Buch bastle, gerade recht: Kokoseis (geht auch ohne Eismaschine) mit Gundermann-Pesto. Das Rezept…
Durch einen Kranz von Gundermann schau ich mir die Hexen an! In der Walpurgisnacht muss man den Kranz dazu flechten. Walpurgis, genau zwischen Frühlings-Tag-und Nachtgleiche und Sommersonnenwende, gilt als das Fest im Jahreskreis, zu dem die Ankunft des Frühlings gefeiert wird – oder werden sollte. Frühling? Aber der beginnt doch schon im März.
Die passen perfekt zusammen, schon von der Farbe, aber erst recht vom Geschmack: Erdbeeren und Gundermann. Mal probieren: Erdbeersalat mit fein geschnittenem Gundermann, gekrönt von ein paar Schokosplittern.
Schau, schau: Gundermann (Glechoma hederacea) piekfein im Topf und in der Blumenampel. Frau Flohr aus Schwabhausen hat das „Unkraut“ auf meinen Vortrag beim Gartenbauverein hin eingepflanzt und freut sich jetzt an ihrem wundervollen, selbst gezogenen Gundermann.
Fruchtig-würzig, sehr erfrischend – eine Schorle mit Rhabarbersaft und Kräuteraroma. Ideal für heiße Tage… Rhabarber, gerne auch nur die abgezogenen Schalen und die Stängelreste, mit Wasser aufsetzen, Zitronenscheiben zufügen, nach Geschmack zuckern und auskochen – am besten geduldig über 2-3 Stunden bei milder Hitze. Über Nacht auskühlen lassen, erst dann abseihen. In diesen Rhabarbersaft …
Immer wieder werde ich gefragt, ob es denn meine Ratschläge und Rezepte über Wildkräuter nachzulesen gäbe. Ja, jetzt gibt es das! Die erste Broschüre ist fertig, mit dem Titel „Die heilsame Wiese“ sind darin neun altbewährte Heilkräuter genau beschrieben.
Ziergärtner dürfen sich an herrlich duftenden Blüten freuen, Gemüsegärtner sind gut beschäftigt: Zucchinis können vermehrt, Bohnen gesät werden. Das Gartenrezept der Woche: Erdbeeren mit einer besonderen Krönung! Meine wöchentlichen Gartentipps -auch auf br.de.
Pflanze der Woche: Jasmin
Korrekt müsste man bei dem, dieses Jahr spät, aber richtig prächtig blühenden Pfeifenstrauch (Philadelphus coronarius) von Falschem, Sommer- oder Bauern-Jasmin sprechen. Er hat mit Echtem Jasmin (Jasminum officinale) nichts zu tun, verwandt ist das Gehölz mit den Hortensien. Allein sein süßer Duft, der abends besonders intensiv wird, hat ihm seinen Namen Jasmin eingetragen. Pfeifensträucher sind wie Deutzien mit Hortensien verwandt. Süße Düfte gibt es auch bei vielen Geißblattgewächsen, zu denen Weigelien und Kolkwitzien zählen – all diese Ziersträucher haben gerade Blütenhochsaison.
Bauernregel:
Im Juli warmer Sonnenschein,
macht alle Früchte reif und fein.
Wer arbeitet, der darf auch essen. Im Garten ist gerade viel zu tun, die Beschäftigung an der frischen Luft macht Hunger. Warum nicht gleich im Garten zugreifen? Radieschen, Schnittlauch – rauf aufs Butterbrot. Wem das zu „gewöhnlich“ ist, der rührt wilde Genüsse unter die Butter oder den Quark: Gänseblümchen, Löwenzahn, Giersch, Knoblauchsrauke, Gundermann… Blüten nicht …
Am Montag, den 22. April 2013 wecke ich märchenhafte Genüsse aus der wunderbaren Welt der wilden Kräuter. Die Naturkäserei Tegernseer Land und der Verein der Köche Tegernseer-Schlierseer Tal haben mich eingeladen, im Rahmen des öffentlichen Frühjahrsstammtischs einen Vortrag zu halten.
Los geht es um 20 Uhr, Eintritt pro Person € 8,–. Damit der Genuss auch wirklich zu einem solchen rundum wird, gibt es vieles aus der wilden Kräuterküche zu probieren. Frische Kräuter, Butterbrotblüten, Aufstriche – und natürlich eine wunderbare Käseplatte. Und das erwartet Sie:
Tja, das Layout ist fertig, der Text lässt auf sich warten. Damit das Layout nun nicht nackt im Raume steht und sich klein und leer vorkommt, springe ich ein: der Blindtext. Genau zu diesem Zwecke erschaffen, immer im Schatten meines großen Bruders »Lorem Ipsum«, freue ich mich jedes Mal, wenn Sie ein paar Zeilen lesen. Denn esse est percipi – Sein ist wahrgenommen werden.