Winterknospen für winterliche Würze

Unverzichtbar für die Küche in der kalten Jahreszeit sind Gewürze, darunter auch solche, die aus Knospen bestehen. Allen voran zu nennen sind Nelken, die getrockneten Blütenknospen vom tropischen Gewürznelkenbaum. Aber auch Zimt- und Rosenblütenknospen sorgen für Aroma. Zu den Knospengewürzen zählen ebenso Kapern, echte vom Kapernstrauch wie „falsche“ von Gänseblümchen, Löwenzahn, Wegerich, Kapuzinerkresse oder Ringelblume – doch von denen ein andermal mehr. Hier geht es um die Knospen von Bäumen, in denen perfekt über den Winter verpackt der Frühling schlummert.

Linden-Plauderei

Es ist Juni – Lindenzeit. Auf dem Dorfplatz zeigt sich die alte Linde in all ihrer Pracht. 300 Jahre kommt sie, 300 Jahre bleibt sie, 300 Jahre geht sie, sagt der Volksmund – wie alt diese Linde wohl sein mag? Keiner weiß es, doch sie strotzt vor Lebenskraft, denn überall sprießen frische Triebe mit schönsten Blättern. Doch sie wird schon ein paar hundert Jährchen auf dem Buckel, besser gesagt Stamm haben…

Baum-Advent: 16. Dezember

 

Haus- und Hofbaum: Viele alte Gehöfte und landwirtschaftliche Anwesen prägt ein Baum. Über Generationen begleitet er die Bewohner. Eichen, Buchen, Walnussbäume, ganz besonders aber Linden wählte man dafür aus. Nicht selten kann man in alten Chroniken sogar nachlesen, zu welchem Anlass der Hofbaum einst gepflanzt wurde. Oder es ranken sich wundersame, liebenswerte Geschichten um diesen Baum, die vom Zusammenleben erzählen. Manchmal, leider viel zu selten, pflegen auch Hausbesitzer von heute solche Bräuche, passen sie der modernen Zeit an – und bauen ein Haus unter die Krone einer alten Linde. Die Äste der Linde sind auf der Fassade als Schattenspiel nochmals zu sehen.

Baum-Advent: 14. Dezember

Baumzeiten: Bäume begleiten durch die Geschichte der Welt. Für jedes Zeitalter lässt sich ein charakteristischer Baum finden. Die Platane steht für das klassische Altertum, die Linde für die Zeit des Minnesangs, die Buche für die Gotik. Das Barock symbolisiert die Kastanie, das Rokoko die Pomeranzen. Die Eiche ragt aus der Zeit Bismarcks, der Ginkgo umspielt den Jugendstil. Welcher Baum aber kennzeichnet die Gegenwart? Die Fichte – Baum des Jahres 2017, Brotbaum der Waldbauern, Sorgenkind des Klimawandels?

Bäume in Küche und Heilkunde

In Hollfeld bei den Rosen-, Kunst- und Gartentagen in St. Gangolf – Fachvorträge von mir!  – heute um 16.30 Uhr „Vom Paradiesgarten zum Gartenparadies“ und morgen um 15.30 Uhr „Bäume in Küche und Heilkunde“:
Eine elegante Linde, eine mächtige Tanne, eine knorrige Eiche – Bäume ziehen jeden in ihren Bann. Bäume begleiten den Menschen durch alle Zeiten, nicht nur als Bau- und Brennmaterial, sondern auch als Nahrungslieferanten und Spender von hilfreicher Medizin. Früher war es selbstverständlich, sich von Bäumen zu ernähren und sie für Heilmittel zu verwenden. Auch heute noch können sie auf vielfältige Art die Küche bereichern sowie Gesundheit und Wohlbefinden spenden.
Ich öffne eine überraschend genussvolle Welt rund um heimische Baumarten von A wie Apfel bis Z wie Zirbe: traditionell schlichte bis raffiniert innovative Rezepte aus der Baumküche, von Eichelwurst bis Nelkenkirschküchlein, dazu viele altbewährte Rezepturen aus der Baumheilkunde von Lindenblütentee bis Weißdorntinktur. So bleibt das Wissen rund um die Kräfte der Bäume lebendig.

Buchen aufs Brot

Buchenkeimlinge, in großer Zahl – da darf man auch mal zugreifen. Die schmecken nämlich gut, knackig, saftig, nussig, angenehm herb. Am besten im Salat oder auf Butterbrot. Und keine Sorge, das schadet dem Wald nicht. Diese „Naturverjüngung“ ist dieses Jahr sehr üppig, die allermeisten Buchenkeimlinge werden ohnehin nicht alt. Im Bild: Buchenkeimlinge links, Lindenkeimlinge in der Mitte, Ahornkeimlinge rechts – alle essbar.

Auf den Baum gekommen

In der Astgabel einer Linde, in etwa fünf Meter Höhe, sprießt hier ein Kräutlein, das eigentlich sonst dichte Teppiche am Boden bildet. Scharbockskraut. Wie ist es nur in diese schwindelerregende Höhe gekommen? Was sucht es dort? Wird ihm dort nicht schwindelig?

Linde Träume

Ich bin zuhause zwischen Tag und Traum… Und eine Linde ist mein Lieblingsbaum; und alle Sommer, welche in ihr schweigen, rühren sich wieder in den tausend Zweigen und wachen wieder zwischen Tag und Traum. Rainer Maria Rilke (1875 – 1926)

Ein Baum (5)

Ein Baum zeigt unerschütterlich Geduld. Erträgt, was wir ihm zumuten. Lässt sich in Form zwängen. Jahrzehntelang, jahrhundertelang. So wie die Stufenlinde von Grettstadt in Unterfranken – gepflanzt 1752, heute 18 Meter hoch und einen Stammumfang von mehr als 3 Metern. Wie oft schon hat diese Sommerlinde (Tilia platyphyllos) den kalten Stahl der Scheren, Messer und …

WeiterlesenEin Baum (5)

Garten: Adventsfreuden

Mistel im BaumAdvent, Advent – das Kaminfeuer brennt. Wohin mit der Asche? Advent, Advent – lass Zweige blühen. Pflegen Sie den schönen Brauch am Barbaratag. Advent, Advent – die Mistel ruft. Küssen erlaubt. Im Gartenrezept sorgt der Apfel gut gebraten für wohlige Wärme (nicht nur) im Bauch. Meine wöchentlichen Gartentipps – auch auf br.de.

Pflanze der Woche:
Mistel
In den schon kahlen Baumkronen leuchten die grünen Wunderkugeln der Mistel, die inzwischen zur Vorweihnachtszeit gehören wie Tannenzweig, Apfel, Nuss und Mandelkern. Misteln sind zauberhafte Lebewesen, der Erde entrückt, dem Himmel nahe. Was Wunder, das man ihnen magische Kräfte nachsagt. Ein „Donnerbesen“ unter den Giebel gehängt, wehrt nach altem Glauben böse Kräfte ab und hält Blitze vom Haus ab.

Bauernregel:
Knospen an St. Barbara (4.12.),
sind zum Christfest Blüten da.

WeiterlesenGarten: Adventsfreuden

Garten: Blättersegen

LiebesperlenstrauchManchmal hat man den Eindruck, dass alles Laub auf einen Schlag von den Bäumen fällt. Und nun? Verwerten heißt die Devise, im natürlichen Kreislauf belassen. Und sich dann süß-fruchtig belohnen, nach der Laubarbeit. Im Gartenrezept der Woche gibt es ein Kürbis-Aprikosen-Dessert. Meine wöchentlichen Gartentipps – auch auf br.de.

Pflanze der Woche:
Liebesperlenstrauch
Die meiste Zeit im Jahr fällt er kaum auf, dieser kleine Strauch aus dem fernen China. Nur im Spätherbst und Frühwinter kommt keiner an ihm vorbei, denn da trägt er außergewöhnlichen Fruchtschmuck zur Schau. Die lilafarbenen, beerenartigen Steinfrüchte haben ihm den Namen Liebesperlenstrauch (Callicarpa) eingetragen – essen sollte man sie allerdings nicht, sie gelten als unbekömmlich.

Bauernregel:
November warm und klar,
keine Sorge fürs nächste Jahr.

WeiterlesenGarten: Blättersegen

Herbstlinden? Lindenherbst.

Immer spricht man von Sommerlinden, Winterlinden. Wenn Linden blühen, beginnt der Hochsommer. Die Früchte reifen, da ist immer noch Sommer. Im Frühling mag man sich auch gerne unter Linden treffen, weil ihr Laub so schön frühlings-lindgrün treibt. Und im Herbst? Redet kaum einer noch von Linden. Warum eigentlich nicht? Es sind so wunderbare Bäume. Oktobergolden …

WeiterlesenHerbstlinden? Lindenherbst.

Im Schnee war’s schee!

Toelzer Kraeuterspaziergang Februar 2013Geschneit hat’s, frisch war’s, gut besucht war’s und einfach schön war’s – bei ersten Tölzer Kräuterspaziergang am letzten Freitag. Lindenrinde und Kastanienknospe – Bäume im Park, das war das Thema. Eine kleine spannende, herzerwärmende und gedankenerweiternde  Reise in die Wunderwelt der Bäume!

WeiterlesenIm Schnee war’s schee!

Was gibt’s denn da zu sehen?

Bad Toelz KurparkIst es nicht merkwürdig? Da stehen ein paar Leute mit hochgereckten Köpfen und schauen angestrengt in die Höhe. Das wirkt unglaublich ansteckend, sofort richten auch andere ihre Augen himmelwärts. Was gibt es denn da Interessantes zu sehen?

Ebenso ansteckend ist Lachen. Kaum gluckst einer los, fallen andere mit ein. Und ansteckend sollen auch die Dinge sein, die ich bei den Tölzer Kräuterspaziergängen zeige, erzähle, be-greifen lasse, erschmecken lasse. Denn jeden Monat findet ab jetzt eine kleine Tour durch die schöne Natur von Bad Tölz statt. Freitag, den 8. Februar 2013 ist es erstmals so weit. Von 16 Uhr bis 17.30 Uhr.

WeiterlesenWas gibt’s denn da zu sehen?

Garten: Bunt, bunt, bunt…

Bunt sind schon die Gärten, immer noch gibt es was zu tun. Meine wöchentlichen Gartentipps – auch auf br.de.

• Bäume und Sträucher färben ihre Blätter immer mehr.
• Auch Stauden fallen mit schöner Herbstfärbung auf.
• Kohl zeigt sich cool.

Bauernregel:
Ein Herbst, der gut und klar,
ist gut für das kommende Jahr.

WeiterlesenGarten: Bunt, bunt, bunt…

Item added to cart.
0 items - 0,00