Baum-Advent: 22. Dezember


Bild: pixabayHoher Baum fängt viel Wind! …heißt eine alte Volksweisheit. Auf einen Baum wirken enorme Kräfte, sobald aus einer sanften Brise ein kräftiges Lüftchen oder gar ein heftiger Sturm wird. Eine voll belaubte Krone wirkt dabei wie ein Segel. Stamm, Äste, Zweige und Blattstiele müssen sich dem Wind beugen, oder sie brechen. Doch der Wind ist auch der Bäume Freund: Er trocknet die Blätter, er kämmt abgestorbene Teile heraus, er bestäubt unzählige Blüten. Und manchmal gibt der Wind den Bäumen auch besondere Gestalt, etwa den berühmten Windbuchen auf dem Schauinsland im Schwarzwald.

Windschnittig: Ein kräftiger Wind, der beständig aus einer Richtung bläst, kann auch den stärksten Baum zermürben. Statt sich auf ein Kräftemessen mit dem Wind einzulassen, das auf Dauer unzweifelhaft der Wind gewinnen würde, wählt der Baum lieber gleich den Weg des geringsten Widerstands. Er wächst einfach so, dass er dem Gebläse möglichst wenig die Stirn bietet, optimiert sozusagen seinen CW-Wert (Maß für den Strömungswiderstand).

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