Herzensfreude

Der Weißdorn blüht! Da geht dir das Herz auf – es ist ein Anblick wie aus dem Märchenbuch. Und man munkelt, dass es eine Weißdornhecke war, hinter der Dornröschen hundert Jahre geschlummert hat.

Herz, was willst du mehr?

Weißdorn (Crataegus) gilt als das Herzstärkungsmittel schlechthin. Doch um seine heilkräftige Wirkung entfalten zu können, muss er längerfristig eingenommen werden, mindestens über sechs Wochen. Anders als viele andere Heilpflanzen, die man höchstens sechs Wochen am Stück anwenden darf, eignet sich  Weißdorn auch für eine jahrelange Therapie. Grundsätzlich spricht nichts dagegen, sich den Weißdorn selbst zu „verordnen“. Zur Sicherheit sollte man, vor allem bei bestehenden Herz-Kreislauf-Erkrankungen und unbedingt bei verordneter Medikation den Arzt zu Rate ziehen. Denn auch wenn der Weißdorn allgemein als mildes, gut verträgliches Pflanzenheilmittel beschrieben wird: Neben- und Wechselwirkungen in Zusammenhang mit anderen Arzneien sind nicht ausgeschlossen.

Weißdorntee – eine Herzensangelegenheit

Wer Symptome von negativer Stresswirkung zeigt, sich abgespannt fühlt, unter Unruhe und nervösen Herzbeschwerden leidet, schlecht schläft, der kann seinem Körper mit einer Weißdornteekur wieder auf die Sprünge helfen.
Ein Esslöffel frische oder ein Teelöffel getrocknete Blüten und Blätter
200 ml Wasser
Weißdorn zerkleinern, mit kochendem Wasser überbrühen, 10-15 Minuten zugedeckt ziehen lassen, dann abseihen und nach Wunsch süßen. Drei- bis viermal pro Tag trinken, kurmäßig über mehrere Monate zur Prophylaxe. Tritt nach zwei Monaten keine Besserung ein, ist unbedingt ein Arzt zu Rate zu ziehen.

Noch viel mehr zum Weißdorn und vielen anderen Kräutern gibt es in meinem Buch „Meine Wildpflanzen-Apotheke“ mit 120 Rezepten rund ums Jahr aus dem Ulmer Verlag – gerade neu erschienen und im Buchhandel erhältlich. Die neue Auflage ersetzt den bisherigen Titel „Meine Hausapotheke aus Wildpflanzen“.

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