Kirschen komplett nutzen

Kirschen, was für ein Genuss. Was sich aus den wunderbaren Früchten alles machen lässt… Und was passiert mit dem Rest? Okay, mit Kirschkernen kann man Säckchen füllen, für die sog. trockene Wärmflasche. Aber da geht noch mehr:

Likör aus Steinen

Eine höchst erstaunliche Verwertungsmöglichkeit ist der Kirschkern-Likör. Kirschkerne mit ein wenig Kandiszucker und Wodka oder Doppelkorn übergießen. 3-4 Wochen ziehen lassen, dann abfiltern und 3 Monate nachreifen lassen – perfekt! In den Steinen ist eine Menge Aroma (Bittermandel!), die anhaftenden Reste vom Fruchtfleisch sorgen für noch mehr Geschmack und eine ansprechende Farbe. Keine Sorge wegen der Blausäure in den Steinen – das ist viel zu wenig, als dass es einem gefährlich würde. Zudem verdampft Blausäure bereits bei Zimmertemperatur. Da wirkt sich der Alkohol negativer aus.

Tee aus Stielen

Und bloß die Stiele nicht entsorgen! Ein Tee aus Kirschstielen wirkt harntreibend, entschlackend, wohltuend bei Rheuma und Gicht sowie schleimlösend bei Husten. Einfach sofort verwenden oder trocknen und aufbewahren. Für den Tee pro Tasse 1-2 TL Kirschstiele mit 250 ml Wasser 10 Minuten köcheln, eventuell mit Honig süßen.

Blätter für Aperitif

Blätter waren auch dabei? Schneiden vom Baum ist ebenfalls nötig? Dann gleich auch gesunde Blätter ernten und fermentieren – wie Him- und Brombeerblätter. Für einen herrlich schmeckenden Kirschblättertee. Oder einige Blätter in einen leichten Rotwein legen und darin eine Woche ziehen lassen, fertig ist ein feiner Kirschblatt-Aperitif.

5 Gedanken zu „Kirschen komplett nutzen“

  1. Also wirklich – was für ein Glück, dass ich Deinen Blog gefunden habe! So liebe ich es nämlich auch – alles würdigend zu verwerten 😉
    Sei herzlich gegrüßt von
    Jana

    Antworten
    • Ob sich die Kerne nach dem Ausziehen im Alkohol noch immer für die trockene Wärmflasche eignen? Schon mal ausprobiert? „Duftet“ es dann nach Alkohol?
      LG, Katrin

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      • Nach dreimal aufwärmen wird sich das wohl erledigt haben. Jedenfalls spricht nichts dagegen, solche Kerne weiter zu verwerten. Immerhin sind sie dann optimal sterilisiert.
        Kirschgrüße Karin Greiner

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