Wilde Wurzeln

wilde-wurzelnDie Wurzel, das ist neben Blatt und Spross das dritte Grundorgan der Pflanzen. Niemals trägt eine Wurzel Blätter, niemals wird sie grün. Wurzeln verankern die Gewächse im Boden, sind für die Wasser- und Nährstoffaufnahme zuständig. Und sie dienen der Speicherung, dafür wandeln sie bei vielen Arten ihre Form, werden zur dicken Pfahlwurzel oder entwickeln sich zur Rübe bzw. Knolle. Oft werden solche Pflanzen als Gemüse kultiviert – Wurzelgemüse, wie im gestrigen Beitrag angesprochen. Aber alle Kulturpflanzen haben wilde Vorfahren. 

schwarzwurzelnwilde-schwarzwurzelSchwarzwurzeln (Scorzonera hispanica), der „Arme-Leute-Spargel“, sowie Meerrettich (Armoracia rusticana), das „Antibiotikum des armen Mannes“, sind Paradebeispiele für dicke Pfahlwurzeln. Die gibt es auch „in wild“, wenn auch Schwarzwurzeln nicht mehr allzu häufig, Meerrettich dafür oft verwildert.

Echte Rüben, die allein aus verdickten Wurzeln bestehen, haben z.B. Möhren (Daucus carota), Pastinak (Pastinaca sativa) oder Wurzelpetersilie (Petroselinum crispum). Wilde Möhren, Wilden Pastinak gibt es zuhauf.

Die Wilde Möhre (Daucus carota) und der Wilde Pastinak (Pastinaca sativa) als ursprüngliche Vorläufer der kultivierten Gemüse bilden im Untergrund ebenso Rüben. Nur fallen die wesentlich zierlicher und dünner, meistens auch derber und zäher aus. Wer sich in „freier Wildbahn“ behaupten muss, mit vielen Nachbarn um Wasser und Nahrung konkurriert, vielleicht noch an kargen Standorten sein Dasein fristet, kann eben keine üppigen Reserven anhäufen und seine Vorratskeller nur sparsam füllen. Doch dafür sind sie nicht aufgebläht vor lauter fast food und nicht verweichlicht durch intensive Zuwendung. Wilde Wurzeln zeichnen sich gemeinhin durch eine besondere Aromafülle und Geschmacksintensität aus. Superfood!

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