Vom underdog zum Superstar?

Apium repens wildApium repens, der Kriechende Sellerie. Schon gehört? Gesehen? Nein? Kein Wunder, das Pflänzchen ist nur selten auf feuchtem Grünland zu finden. Aber ein besonders spannendes Kraut.

Apium repens (Jaqu.) Lag. steht streng unter Naturschutz gemäß Bundesartenschutzverordnung, gemäß der Berner Konvention, ist eine laut FFH-Verordnung streng zu schützende Art von europaweitem Interesse. In der Roten Liste Deutschlands gilt sie als bedroht, in Bayern stark gefährdet. Wie man sich da freut, einen kleinen Bestand dieser unscheinbaren Pflanze zu finden! Sie wächst nämlich meistens völlig unbeachtet in Rasenflächen, wo man sie gar nicht vermutet. Und man muss sich schon tief bücken, sehr genau schauen, um sie zwischen all den Gräsern und Kräutern zu entdecken. Wie beispielsweise in Bad Tölz, beim Haus des Gastes – zufällig gefunden von einer aufmerksamen Kräuterpädagogin, dann gemeinschaftlich bestimmt vom Kurs unter Leitung von Andreas Thomasser.

Und plötzlich steht genau diese Art wieder vor einem, aber in einer gänzlich anderen Erscheinung: Als Würzkraut kultiviert! Gibt es sogar im Großmarkt zu kaufen. Schmeckt nach Petersilie mit Sellerie gemischt. Knackig. Fein und elegant. Welch eine Karriere. Und was für ein Unterschied, wenn man das wilde, winzige, nur wenige Zentimeter niedrige Pflänzchen mit dem kräftigen, blattreichen Kulturkraut vergleicht:

Apium repens kultiviertVielleicht wird es DAS neue Modekraut?

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