Wiesenbocksbart aufgeblüht!

Wie gestern berichtet, verschließt der Wiesen-Bocksbart (Tragopogon pratensis) nachmittags seine Blütenköpfe. Wer sein Abendessen mit einer geöffneten Blume krönen möchte, muss zu einem Trick greifen. Er muss den Wiesen-Bocksbart dazu überreden, sich doch bitte zu öffnen – wie hier auf diesem Teller mit Fischfilet, Fenchelgemüse und Kräuteröl.

Taube Nesseln 3

Und nochmal Taubnesseln, wahre Zuckerschnütchen: Kommt man den Hummeln zuvor, die das Hummelkarussell (das ist ein alter Name der Taubnesseln) anfliegen und die im Kreis um den vierkantigen Stängel aufgereihten Blüten wie beim Ringelspiel nacheinander besuchen, kann man selbst „Bienensaug“ spielen. Ausgezupfte Blüten, wie miniaturisierte Trinkhörner am Ansatz in den Mund gesteckt, lassen sich auslutschen. Honigsauger, Suggelblume, Schlotzerli, Schluznessel, Honigschläppchen, Zuckerschnuller, Zuzala, Zullerbadscher – all diese malerischen Bezeichnungen verraten den Spaß, den unzählige Kinder und Kind gebliebene Erwachsene schon mit den Taubnesseln erlebt haben. Weniger geläufig ist das Kindervergnügen, das Blütenröhrchen vorsichtig zwischen die Lippen zu nehmen, sachte hindurch zu pusten und dabei einen feinen Klang zu erzeugen – sind die Taubnesseln vielleicht deshalb wahre Lippenblütler?

Vogelbeer-Balsamico

Auch noch in Hülle und Fülle zu haben: Vogelbeeren! Gekocht sind die besser verträglich als roh, aber immer noch sehr gesund, weil reich an Vitamin C. Ich habe sie in Aceto Balsamico geköchelt. Das ergibt einen bittersüßen Sud, mit feiner Säure. Schmeckt stark eingedickt und damit zähflüssig hervorragend zu gebratenen Auberginenscheiben, zu einen Stück Fischfilet, …

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Vogelbeeren – giftig oder nicht?

Vogelbeeren am ZweigHartnäckig hält sich die Ansicht, dass Vogelbeeren giftig seien. In Wahrheit enthalten die Früchte der Eberesche (Sorbus aucuparia) Parasorbinsäure, die in größerer Menge unbekömmlich ist. Aber 

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Welch ein Genuss!

Apfelartig begeistert und genussvoll umstrudelt waren die Gäste beim Küchen-Rendezvous im September, wo Apfel sich mit Strudel traf. Zur Einstimmung gab es zu oberschwäbischem Cidre von Streuobstwiesen Strudelbonbons, Filoteig gefüllt mit gedünstetem Lauch, Zwiebeln, Äpfeln, Ricotta und Salbei. Da blieb kein Krümel übrig. Danach: Kraftbrühe mit Brätstrudel und Apfelperlen. Als Zwischengericht Wraps mit zweierlei Dips, …

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Barbara – der Lenz ist da!

Mmmmh, was gibt es im ausklingenden Winter nicht alles für Delikatessen. Anders als das sonnenverwöhnte und zartbesaitete Sommergemüse sind die Winterkräuter voller Kraft und Würze. Immerhin müssen sie der Kälte trotzen. Das macht sie aber umso schmackhafter. Feine Bittertöne mit scharfem Akzent sind es, die den Gaumen reizen – viele Vitamine, die den Körper kräftigen. Jetzt besonders gut: Frisches Barbarakraut (Barbarea vulgaris).

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