Nochmal Semmeln, die hier sind mit Walnüssen und Ulmenblättern gebacken. Wie man mit Blattmehlen umgeht, kann man in meinem Buch "Bäume in Küche und Heilkunde" nachlesen. Und es gibt einen ausführlichen Artikel dazu im Wildpflanzen-Magazin, in der November-Ausgabe.
Zugegeben, die Nüsse habe ich weder im Wald noch auf der Wiese und auch nicht mehr im Garten gefunden. Aber im Bauernladen – da gab es einen ganzen Sack voll. Und Nüsse gehören doch zu diesem Tag, dem Nikolaustag. Holler boller Rumpelsack,Nikolaus trägt ihn huckepack. Weihnachtsnüsse gelb und braun,Runzlig, punzlig anzuschau’n. Knackt die Schale, springt
Wer seine Walnüsse nicht vom eigenen Baum oder vom Bauern holt, kauft im Handel gewöhnlich geschwefelte oder gebleichte, oft gegen Schäden mit Methylbromid begaste Nüsse.
Aus den papiernen bis holzigen Kammerwänden, welche die beiden „Gehirnhälften“ des Walnussinneren trennen, bereitet das Volk laut althergebrachtem Wissen einen Tee oder Heilwein, der hilfreich bei Herzschwäche ebenso wie zur Stärkung der Nerven und zur Förderung des Schlafes sein soll.
Wegen der kräftigen Gerbstoffe wirken die Blätter – gewöhnlich verwendet man nur die Fiedern ohne Stiel und kräftige Mittelrippe – zusammenziehend, entzündungshemmend, juckreizlindernd, schmerzstillend, gewebestärkend und reinigend.
Neben Holz und Früchten haben Walnussbäume noch viel mehr zu bieten. Nicht umsonst pflanzte man den Walnussbaum als Hausbaum, am besten zwischen Wohnhaus und Misthaufen.
Die weichen Walnusskerne, die zwischen hölzernen Schalenhälften gut geschützt sind, erinnern vom Aussehen her an ein menschliches Gehirn. Das führte bereits im Mittelalter dazu, dass man es als Zeichen für eine bestimmte Heilwirkung deutete. Laut Signaturenlehre zeigte die Walnuss in Form und Farbe deutlich an, dass sie gut fürs Hirn sei.
Hier mal was für Insider – Botaniker und Nussfanatiker. Es ist ja – botanisch gesehen – nicht alles Nuss, was sich im Alltag so nennt. Immer wieder gibt es da Überraschungen.
Shocking! Pflanzen können töten – nicht nur die fleischfressende Venusfliegenfalle, sondern auch scheinbar so harmlose Gartenpflanzen wie Apfel- und Walnussbaum.
Aus Brombeer-, Himbeer-, Walderdbeer- und vielen weiteren Blättern wie von Wildkirschen, Wildrosen oder Walnussbaum lässt sich feiner Tee aufbrühen. Schmeckt schon aus frischem Blattwerk gut. Aber wie beim echten Tee ergibt sich nochmals ein ganz anderes Aroma, wenn die Blätter fermentiert werden, jedem vom Unterschied zwischen Grünem und Schwarzen Tee bekannt.
Nach alter Tradition dienen Walnüsse als Orakel. Wollen zwei Liebende wissen, ob sie zusammen bleiben, müssen sie zwei Schalenhälften als Boote in eine Schüssel Wasser setzen. Schwimmen sie aufeinander zu, hält die Liebe noch mindestens ein Jahr. Zwölf Nüsse – eine für jeden Monat – werden geknackt. Sind alle Kerne prall und hell, darf man auf
Früher glaubte man, auf jedem Blättchen der Walnuss wohne ein Teufel, die mit den rund um den Stamm tanzenden Hexen wilde Orgien feierten. Das mag ja ein aufreizendes Treiben gewesen sein.
Aus der Oberpfalz ist aus dem 18. Jahrhundert überliefert, dass „eingemachte unzeitige welsche Nüsse“ ein hilfreiches Mittel gegen Magenerkrankungen seien. Ob das stimmt, wurde bislang nicht weiter erforscht. Eine absolute Delikatesse in der Winterzeit sind sie aber schon,
Getrunken hilft ein Tee aus Walnussblättern, Durchfall zu stoppen, Beschwerden im Magen, bei Gicht und rheumatische Schmerzen zu lindern. Laut Volksheilkunde wird ein Tee aber auch bei Kopfschmerzen, zur Blutreinigung und zur Ausschwemmung von Schwermetallen getrunken, ebenso zur allgemeinen Stärkung empfohlen und auch bei Problemen mit dem Lymphfluss eingesetzt.
Wunderbar kupferrot treiben sie im späten Frühjahr aus, die gefiederten Blätter der Walnuss. Sie erscheinen als letzte von allen heimischen Bäumen, entfalten sich zu stattlicher Größe und werden im Herbst schon vor allen anderen ohne Herbstfärbung abgeworfen.
Brain-Food, so nennt man neudeutsch Nahrung, die speziell dem Gehirn zugutekommt. Vor allem mehrfach ungesättigte Fettsäuren spielen dabei eine wesentliche Rolle, selbstverständlich auch Vitamine und Mineralien. In Walnüssen steckt eine ausgewogene Mischung davon, deshalb gelten sie als leistungssteigernd sowie konzentrationsfördernd. Nicht umsonst sind Walnüsse stets im Studentenfutter enthalten.
Walnussbäume gehören forstwirtschaftlich zu den Edellaubbäumen, ihr dunkles Kernholz besticht durch eine besonders schöne Maserung. Im Obstbau legt man dagegen viel mehr Wert auf den Fruchtertrag, ein guter Baum im besten Alter kann bis zu 150 kg Ernte bringen. Walnüsse sind reif, wenn sich im Herbst die grüne, fleischige Außenschale öffnet und die Nüsse zu
Sonntag, 30. November: der erste Advent! Ein Adventsteller oder Weihnachtsbäckerei ohne Nüsse? Kaum vorstellbar, und die dicke Walnuss gehört immer dazu. Plätzchen, Kuchen, Brot – überall gibt die Baumnuss (im Gegensatz zur Haselnuss, die an Sträuchern wächst) ihren Geschmack dazu.