Zucchini wild gefüllt

Runde Zucchini – Rondinis – eignen sich besonders gut zum Füllen. Also einfach Zwiebeln, Karotten und andere Gemüse würfeln, mit dem Fruchtfleisch der Zucchini sowie Reis, Couscous, Bulgur oder Graupen mischen, Kräuter dazu, kräftig würzen und ab in den Ofen (bei 180 °C in 20-30 Minuten fertig). Fülle noch mit Käse (Schafskäse!) anreichern, das macht’s besonders geschmackvoll. Bei mir kommen derzeit viele „Neophyten“ mit in die Füllung, z.B. Blüten der Kanadischen Goldrute (Solidago canadensis), vom Einjährigen Berufkraut (Erigeron annuus) und Triebspitzen vom Kanadischen Berufkraut (Conyza canadensis) – allesamt sehr schön kräftig pfefferwürzig!

„Unkraut“ im Garten: Feinstrahl

Noch mehr „Unkraut“: Feinstrahl (Erigeron annuus), auch Einjähriges Berufkraut – noch ein Neophyt, eine eingeschleppte Pflanze, ursprünglich in Nord-Amerika heimisch. Als Gartenzierpflanze (Feinstrahlaster) bei uns eingeführt und über die Gartenzäune „gehüpft“, verselbständigt und heute argwöhnisch beäugt. Dabei sieht es doch so nett aus, fast wie ein zu groß gewordenes Gänseblümchen. Stehen lassen oder ausrupfen?

Wildpflanzenkunde

Samen KratzdistelWarum sammelt jemand Samen von „Unkraut“, von Kohl-Kratzdisteln, von Einjährigem Berufkraut, vom Franzosenkraut und vielen anderen Arten? Vernichten! Schreien da viele. Nein, im Gegenteil. Sammeln, bewahren, zeigen, aufklären, verteilen, vervielfältigen. Alle Pflanzen haben ein Recht zu leben, alle haben eine Bedeutung, alle sind wichtig – auch wenn wir das manchmal nicht verstehen (wollen). Kohl-Kratzdisteln sind z.B. ein sehr gutes Wildgemüse, der Wurzelstock enthält viel Inulin (damit für die Ernährung von Diabetikern interessant). Tagfalter lieben die Blüten als ergiebige Nektarquelle. 

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