Ach wenn der Giersch…

Ach wenn der Giersch…

Wenn doch bloß der Giersch… nicht wär‘, stöhnen viele Gärtner und versuchen ihn mit allen Mitteln los zu werden. Dabei kommt doch der Giersch am ehesten dem Traum einer „eierlegenden Wollmilchsau“ unter den Pflanzen nahe. Wer kann da eigentlich noch wagen, „Der Giersch muss weg!“ zu sagen?

Giersch ist absolut pflegeleicht! Keiner muss sich um ihn kümmern, trotzdem sprießt er munter und wächst selbst nach mehrfachem Mähen wieder nach. Würde der Giersch nicht Giersch heißen, sondern „Garden Wonder“, könnte man gar nicht genug davon bekommen.

Giersch schmeckt köstlich! Nach jungen Möhren, Sellerie und Petersilie. Pesto presto: Gierschblättchen mit Sonnenblumenkernen und Öl mixen, geriebenen Hartkäse unterziehen. Perfekt zu Pasta! Würde Giersch nicht Giersch heißen, sondern „Pastafreude“, könnte man ihn sicher teuer verkaufen.

Giersch ist heilsam! Seit alters her gilt er als Naturheilmittel gegen Gicht und Rheuma, was der alte Name Zipperleinskraut (Zipperlein = Gicht) bezeugt. Für Umschläge, als Badezusatz. Würde der Giersch nicht Giersch heißen, sondern „Schmerz-weg-Kraut“, könnte man ihn bestimmt (nur noch) in Apotheken kaufen.

Giersch ist nahrhaft! Ähnlich wie Brennnesseln liefern auch Gierschpflanzen besten Dünger. Dafür kann man Blätter zur Brühe ansetzen, sie verjauchen oder schlichtweg als Mulch ausbreiten. Würde der Giersch nicht Giersch heißen, sondern „Growing Booster“, müsste man ihn im Gartencenter wohl teuer bezahlen.

Ihre Meinung?

2 Kommentare
  • Anonymous
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    Oh ja! So schön, wie du gerade dem Giersch die Bedeutung gibst, die er haben könnte, liebe Nicole. Ich finde ihn auch köstlich und hab ihn sooo gern im Salat und in der Suppe und nasche ihn, wenn ich an ihm vorüberkomme.
    HerzGrüße von
    Jana

    7. April 2019 um 20:37
  • Anonymous
    Antworten

    Ich liebe den Girsch und verfluchte ihn aber auch manchmal im Garten ,aber er schmeckt halt lecker ,als Pesto,Kraeuterbutter bei mir darf er bleiben schon alleine wegen der Blüte und den leckereien die oefter aus den Blättern entstehen.

    30. April 2019 um 8:01

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