Vogelmiere

Stellaria mediaSie wächst, und wächst, und wächst… fast das ganze Jahr über, das kleine Vogelmiere mit den frischgrünen Blättchen. Sie wächst oft so schnell, sie es in Windeseile den Boden gleich quadratmeterweise mit einem grünen Teppich überzieht – zeitweilig mit winzigen weißen Sternchenblüten übersät. Das mag so mancher Gärtner gar nicht gern. Er betrachtet die Vogelmiere als Konkurrenz zu seinen Radieschen, Tomaten und Gurken. Nährstoffdiebstahl und Wasserklau wirft er den Pflanzen vor, da bleibt ja nichts für die Ernte übrig. Und rupft und zupft sie aus.

Schnell grün
Die zarten Pflänzchen wachsen ja wirklich fast beängstigend rasch. Bis zu 15.000 Samen kann eine einzige Pflanze bilden, die Samen keimen bei jeder sich nur bietenden Gelegenheit und bilden rasch größere Büschel. Trotzdem hält sich der Bedarf an Nährstoffen und Wasser in Grenzen. Rechnet man die guten Seiten dagegen, welche ein Vogelmierenrasen den Beeten bringt, ergibt sich summa summarum ein dickes Plus für die Miere.

Vogelmiere wächst überall dort besonders üppig, wo der Boden reichlich, oft überreichlich mit Stickstoff versorgt ist. Wertet es als Signal, vielleicht mal etwas weniger großzügig Dünger auf ihren Beeten oder im Gewächshaus zu verwenden.

Jetzt aber zu den Vorteilen der Vogelmiere: Sie bildet „lebenden Mulch“. Im Sommer schützt sie die Erde vor allzu schneller Austrocknung, im Winter vor Kälteeinwirkung, stets auch vor Starkregen oder Wind. Dadurch bleibt der Boden feuchter, wärmer und wird nicht verschlämmt oder fortgeweht. Und das alles, ohne dass man Mulchmaterial besorgen und sich mühen müsste.

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