Vor Grippe nicht zittern

Ergänzend zu den vorherigen Bemerkungen zur Zitterpappel noch ein paar Worte bezüglich der Knospen. Pappelknospen werden seit jeher in der Volksheilkunde verwendet, insbesondere in Form von Tinktur, um Erkältungen und grippalen Infekten zu begegnen.

Heilsame Knospen

Man erkennt sie schon, die Knospen der Pappeln. Sie verstecken sich in den Achseln der Blätter, sitzen zwischen Blattstiel und Zweig. Ist es warm genug, kann man Bienen beobachten, die geschäftig an den Knospen herumkrabbeln. Sie sammeln die klebrigen Substanzen, mit denen die Knospen den Winter über gut verschlossen waren. Damit verkitten sie Ritzen und Spalten in ihrem Stock – der Imker kann es als Propolis ernten.
Propolis ist wegen seiner Eigenschaft, Bakterien und Viren zu bekämpfen, in der Heilkunde bekannt. Außerdem stärkt es das Immunsystem. Optimal in Zeiten, wo Grippe und Erkältungen drohen. Man nimmt täglich eine kleine Portion zur Vorbeugung oder kann mit Propolis, verdünnt in Wasser, gurgeln. Ebenso wirkt eine Tinktur, die man sich selbst aus Baumknospen zubereiten kann.

Tinktur ansetzen

Dafür benutzt man gerne Pappelknospen, egal von welcher Pappelart. Besonders ergiebig ist die Balsampappel mit ihren großen, langen Knospen. Um die wertvollen Inhaltsstoffe aus den Knospen herauszulösen, setzt man eine Tinktur an: 10-20 Knospen werden mit 200 ml 70%igem Alkohol (Weingeist) gemischt. Zimmerwarm und dunkel aufstellen, täglich schütteln. Nach 2 Wochen abseihen, die Tinktur in Braunglasflaschen abfüllen und kühl wie lichtgeschützt aufbewahren.

Noch ein Tipp

Statt Pappelknospen lassen sich auch andere Knospen verwenden, z.B. von Obstbäumen, Kastanien, Buchen, Weiden. Beachten sollte man immer, dass man nur wenige Knospen pro Zweig erntet. Denn es sollen auch noch Blätter treiben, damit die Bäume weiter wachsen und wieder neue Knospen ansetzen – für die Ernte im folgenden Jahr. Denn die nächste Grippewelle droht bestimmt.

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