Mandarinen im heimischen Wald?

Klingt schon verwunderlich. Aber der Wald steckt voller Düfte und Aromen, dass man nur so staunt. Jetzt im Spätherbst konzentriert man sich gerne mal auf Nadeln, also die Blätter von Fichte, Tanne, Douglasie oder Kiefer. Was da für ein Duft aufsteigt und welche Würzkraft drinsteckt! Fichten erinnern an – wie soll man das beschreiben – Fichten, sind wie Kiefernnadeln harzig-herb-würzig. Tannen duften nach Zitronen- und Orangenschale, Douglasien nach Mandarinen!

Was für eine grüne Kraft

Schon ein paar wenige Nadeln, achtsam und respektvoll gezupft von älteren Zweigen und niemals von der Zweigspitze, lassen einen in wahre Duftwolken eintauchen. Einfach die Nadeln zerreiben oder mit den Fingernägeln zerdrücken, in die Hände nehmen, leicht anwärmen und dann die Nase darüber halten. Wow!

Grüner Zucker für allerlei Gelegenheiten

Die Nadeln kann man mit Zucker mixen, allein das erfüllt die Küche mit Waldluft und sieht einfach gigantisch aus. Den grünen Zucker dann sicherheitshalber noch durchsieben, um gröbere Nadelreste herauszuholen. Fertig zur Verwendung. Für Gebäck, Kuchen, zum Drüberstreuen, für einen Zuckerrand am Glas, in den Tee… Und schnell verbrauchen, denn schon nach wenigen Tagen verliert sich das intensiv leuchtende Grün, geht der Duft flöten. Also niemals auf Vorrat zubereiten, Nadeln gibt es ja den ganzen Winter hindurch – und noch länger.

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