Pflanze der Woche: Lampionblume Tomate, Kartoffel und Kapstachelbeere sind mit der schmucken Lampionblume (Physalis alkekengi) nahe verwandt, allesamt Nachtschattengewächse. Erst spät im Herbst fallen die anspruchslosen, zum Wuchern neigenden Pflanzen durch ihre Früchte ins Auge: Eingehüllt in leuchtend orangerote, laternenartige Hüllen reifen Beeren in Kirschgröße. Sie halten sehr lange, lassen sich gut trocknen. Über die
Warum ist Kürbissaft in der Welt von Harry Potter DAS Getränk zu allen Anlässen? Muss schon was Besonderes sein… Also mal probieren. Wir haben Kürbis dampfentsaftet, und zwar einen mildfruchtigen Muskatkürbis. Den gewonnenen Saft dann mit Apfelsaft (natürlich von Äpfeln aus dem eigenen Garten, ebenfalls dampfentsaftet) und Cranberrysaft (der war gekauft) gemischt – und beim
Ich liebe Quitten! Aber nicht immer nur süß als Gelee oder Quittenbrot, sondern noch lieber herzhaft, würzig, scharf! Quitten werden immer noch unterschätzt, sie sind so vielseitig. Warum nicht ein Kompott, mit Senf und Salbei? Zum Käse, zum Wild, zum kalten Braten, zu schlichten Kartoffeln – solche Senfquitten schmecken immer gut.
Ums an den dunkleren Tagen zuhause gemütlich zu machen, fehlt neben einem Wildfruchtpunsch und einem guten Buch? Eine Kerze und eine stimmungsvolle Dekoration. Geht ganz schnell: Hagebuttenzweige, Efeuranken und Lampionblumen in einer Glasvase, in der Kiesel liegen.
Vom Baum gefallen, mir (leider nicht direkt) in den Schoß: Bucheckern. Nein, die kleinen Früchte der Rotbuche (Fagus sylvatica) muss man schon aufklauben. Unter vielen Buchen gibt es sie reichlich, einfach ein wenig unterm Laub schauen. Aus ihrer braunen Eckernhülle geschält schmecken die Kerne fein nussig. Mmmmmh, kurz geröstet und über Gemüse, über Salat, in Keksen,
Pflanze der Woche: Chrysanthemen Blütenwonne, mit und ohne Sonne! Chrysanthemen oder Winterastern werden schon seit über 3000 Jahren in Ostasien kultiviert und gelten dort als kaiserliche Blumen. Zusammen mit Bambus, Pflaume und Orchidee zählt die Chrysantheme in China zu den „vier Edlen“ und steht als Symbol für Mut, ein langes Leben und ewige Liebe. Bei
Foto-Synthese! Grüne Blätter links, grüne Blätter rechts, hübsch vereint. Ein und dieselben? Nein, mitnichten. Links brennt die Nessel, rechts ist sie taub.
Schöner als jetzt waren sie noch nie in diesem Jahr, die Kapuzinerkressen. Also ab damit in die Küche. Und was wird gekocht? Ein feiner Salat mit Kapuzi und Risoni. Risoni sind reiskornartige Nudeln, griechisch auch Kritharaki genannt.
Oft stehen nur noch die Fruchtstände, aber immer wieder sieht man ihn auch noch blühen: Wiesenbärenklau (Heracleum sphondylium). Ein paar Früchtchen zwischen den Fingernägeln zerdrückt entfalten eine unglaubliche Duftwolke, vom Geschmack ganz zu schweigen. Ein Früchtchen zerkauen, und der ganze Mund füllt sich mit Aroma. Das sich im ganzen Kopf ausbreitet. Immer mit einem sehr
Die Pflanzen ziehen sich allmählich zurück, auch wenn der Winter scheinbar noch in weiter Ferne liegt. Wurzelzeit! Wer jetzt eine Echte Nelkenwurz (Geum urbanum) aus der Erde holt, wird mit einem wundervollen Duft belohnt. Kräftig würzig, eben nach Gewürznelke – denn in der Nelkenwurz steckt dasselbe ätherische Öl wie in den Knospen des tropischen Gewürznelkenbaums
Die Menschen müssen in der Weisheit so viel als möglich nicht aus Büchern unterwiesen werden, sondern aus dem Himmel, der Erde, den Eichen und Buchen. Johann Comenius (1592-1670)
Pflanze der Woche: Liebesperlenstrauch Nicht die unscheinbaren Blüten, nicht das mattgrüne Blattwerk, nicht der strauchige Wuchs, sondern die Früchte sind die wahre Attraktion dieses besonderen Gehölzes. Wie der Name Liebesperlenstrauch (Callicarpa giraldii) oder Schönfrucht verheißt, erinnern die außergewöhnlich gefärbten Beeren an kleine süße Zuckerkugeln. Genießbar sind die purpurvioletten „Perlen“ nicht, aber sie bleiben bis weit
Der Wald: In seinem Wort und Namen hallt noch ein leises Echo wie aus Paradiesesfrühe, schwingt noch mit ein Nachklang aus goldener Zeit, da die Welt noch stiller war als heute und das Lied der Wipfel noch vernehmlicher. Friedrich Schnack (1888-1977)
Wenn ich mich ab und zu in Zwergenkleinheit versetze, entdecke ich draußen immer wieder Neues. Hier zum Beispiel eine Weihnachtsbaumplantage, in mehreren Terrassen im Gebirge.
Der Herbst, der heute gibt und nimmt, Bald uns erfreut, bald uns verstimmt, Er soll uns dennoch wohlgefallen, Weil er’s doch gut meint mit uns allen. Wir wollen uns für seine Gaben, Woran wir uns erfreu’n und laben, Recht dankbar alle Zeit erweisen, Und wollen ihn freudig loben und preisen. August Heinrich Hoffmann von Fallersleben
Wenn Eichen Äpfel tragen, so liegt das weder am Klimawandel noch an Gentechnik. An den Unterseiten der Eichenblätter findet man derzeit kugelige Gebilde, bisweilen hübsch rot gefärbt – wie kleine Äpfel. Es sind Gallen, durch Eiablage der Gewöhnlichen Eichengallwespe hervorgerufen. In dem „Äpfelchen“ entwickeln sich die Larven der Wespe, die Insekten schlüpfen noch im Herbst und
Nein, nicht wie der Enzian, sondern wie Schlehen! Blitzeblau rufen die Wildfrüchte nach erntenden Händen. Dieses Jahr hängen die Sträucher übervoll, die Zweige biegen sich bis zum Boden. Da darf man ruhig zugreifen. An einem schönen, sonnigen Tag rausgehen und in aller Ruhe pflücken. Innerhalb einer halben Stunde ist meine Schüssel voll. Jetzt aber heißt es
Natur, wie schön in jedem Kleide! Auch noch im Sterbekleid wie schön! Sie mischt in Wehmut sanfte Freude, Und lächelt tränend noch im Gehen. Du, welkes Laub, das niederschauert, Du Blümchen, lispelst: Nicht getrauert! Wir werden schöner auferstehn! Und hier das gesamte Gedicht von Johann Heinrich Voß:
Pflanze der Woche: Herbstastern Niedrige Kissenastern (Aster dumosus), hohe Raublatt- (Aster novae-angliae) und Glattblattastern (Aster novi-belgii) sind aus unseren Gärten nicht mehr wegzudenken. Ihre farbintensiven Blüten in Weiß, Rosa, Rot, Blau und Violett wetteifern mit dem bunten Herbstlaub. Alle diese Astern stammen aus Nordamerika, werden seit dem 18. Jahrhundert in Mitteleuropa kultiviert und sind teilweise
Ja ist denn schon wieder Frühling? Draußen blühen – man traut seinen Augen kaum – viele Frühlingsblüher, z.B. Veilchen und Schlüsselblumen. Die haben wohl den Sommer als Winter empfunden und sind jetzt dankbar für den goldenen Oktober.
Der Reichtum an Wild- und Gartenfrüchten lockt, vielleicht ist auch schon einiges in die Vorratskammer gewandert. Heute ein schneller, aber wirkungsvoller Nachtisch mit Apfel!
… ein Kartoffelaufstrich: Erdäpfelkas! Oder Obazder aus Erdäpfeln, eine ganz traditionelle und völlig zu Unrecht in Vergessenheit geratene Speise der einfachen Leut! Dabei durchaus Sterneküche-würdig – einfach gemacht, einfach gut. Dafür legen sich nicht wenige Leute darnieder. Das A und O vom guten Erdäpfelkas sind die Kartoffeln, denn wenn die nicht schmecken, wird der Kas