Toll, die Geranie mit all den Blütenbüscheln! Wahnsinn - diese Rose in ihrer Blütenfülle! Sagenhaft - der Rittersporn mit den üppigen Blütenkerzen! Damit Kunden sofort ein schönes Bild von den Pflanzen haben, werden diese häufig kräftig vorgetrieben, also eigentlich zur Unzeit aufgehübscht.
Ein Spruch aus meinem alten Poesie-Album:
Freundlich blüht an stiller Quelle
in des Mondes Silberlicht
eine Blume, zart und helle
und die heißt Vergissmeinnicht.
Heute erst, viele Jahrzehnte später, entdecke ich zufällig, dass diese Zeilen eigentlich zu einem längeren Gedicht gehören, das auch vertont wurde:
Durch einen Kranz von Gundermann schau ich mir die Hexen an! In der Walpurgisnacht muss man den Kranz dazu flechten. Walpurgis, genau zwischen Frühlings-Tag-und Nachtgleiche und Sommersonnenwende, gilt als das Fest im Jahreskreis, zu dem die Ankunft des Frühlings gefeiert wird - oder werden sollte. Frühling? Aber der beginnt doch schon im März.
In lokalen Gärtnereien, auf Wochenmärkten bekommt man vorzugsweise Pflanzen, die in der Region gezogen und pfleglich behandelt wurden. Damit es keine Zweifel gibt, kleben die Gärtner extra ein Schild "Ich bin von hier!" auf die Pflanztöpfe. Das lässt sich aber auch gut nachfragen! Dadurch bleibt den Pflanzen ein längerer Transportweg erspart. Garantie dafür, dass die Pflanzen später gut wachsen. Beim Gärtner vor Ort gibt es größere und weiter entwickelte Pflanzen als beispielsweise im Baumarkt oder beim Discounter. Weil die Pflanzen größer sind, leben sie länger und sind robuster.
Wenn das Wetter draußen nicht so ganz mitspielt, wenn die Atmosphäre leicht grau erscheint - dann bringt Sonne alles wieder ins Lot! Und wenn uns der Planet im Stich lässt, holen wir die Sonne einfach auf den Tisch. Mit unserer Pesto-Sonne! Die entsteht so:
Am falschen Ende sparen - das kann man auch bei Balkonblumen und Kübelpflanzen. Billig muss nicht immer gleich schlecht heißen, aber aufpassen und kritisch prüfen lohnt sich. Preisvergleich: Geranie beim Discounter 99 Cent, beim Bau- oder Gartenmarkt € 2,50, beim Gärtner € erst ab 3,50 - woher kommen solche Unterschiede? Und ist die Geranie, die Petunie, das Zauberglöckchen auch den Preis wert?
Schon seit geraumer Zeit im Handel: Balkon- und Kübelpflanzen. Ob beim Discounter, im Supermarkt, im Baumarkt oder Gartencenter, überall wimmelt es vor Sommerblumen, um Balkonien und Wohnzimmer im Freien zu begrünen und beblumen.
Gestern am 25. April 2017, zum Tag des Baumes in der Abendschau, ein Beitrag von Hermann Scholz: "Bäume essen? Klingt völlig verrückt!" Aber aus Bäumen entstehen dann Köstlichkeiten - Kirschblüten-Gugelhüpfe und Lindenblatt-Sushis.
Bäume in Küche und Heilkunde: Ein vergnüglicher, informativer und produktiver Tag mit mir, inmitten von Bäumen, in der historischen Kräuter-Erlebnis-Villa in Bad Tölz, in herzlicher und charmanter Atmosphäre. Am Samstag, 3. Juni 2017 von 9.00 - 16.00 Uhr:
Es ist zwar noch nicht Mai, aber die Zutaten für das Maidinner von Andreas Thomasser und Silja gibt es trotzdem schon. Dafür muss man nur in den Auwald gehen und dort "einkaufen" - Morcheln und Wilden Spargel (Hopfensprossen).
Ausflug gestern am Sonntag versäumt? Kleine Erholungspause erwünscht? Dann einfach die Slideshow von meinem Kollegen Andreas Thomasser anschauen: HIER klicken.
Heute ist Sonntag - Ruhetag, Erholungstag, Familientag, Ausflugstag, Erlebnistag... Was hindert uns, den Wald zu besuchen? Sonntag im Buchenwald, ein unbeschreiblich schönes Erlebnis. Das muss man einfach erleben und in vollen Zügen genießen. Es ist gar nicht weit. Es ist sogar kostenlos. Gebucht?
Nur jetzt, nur heute, nur im Wald: Feinste Blattkost! Buchenblätter schmecken überraschend zitronig, solange sie noch ganz jung sind. Gerade aus den Knospenschuppen geschlüpft, kaum entfaltet müssen sie sein. Sobald sie ihren feinen Flaum an den Rändern verloren haben, werden sie zunehmend herber und derber, lassen sich nicht mehr so einfach kauen. Ab in den Wald...
Buchenkeimlinge, in großer Zahl - da darf man auch mal zugreifen. Die schmecken nämlich gut, knackig, saftig, nussig, angenehm herb. Am besten im Salat oder auf Butterbrot. Und keine Sorge, das schadet dem Wald nicht. Diese "Naturverjüngung" ist dieses Jahr sehr üppig, die allermeisten Buchenkeimlinge werden ohnehin nicht alt. Im Bild: Buchenkeimlinge links, Lindenkeimlinge in der Mitte, Ahornkeimlinge rechts - alle essbar.
Letzten Herbst gab es viele Bucheckern - was man jetzt besonders gut bemerkt: Unter den mächtigen Kronen von Buchen, den "Müttern des Waldes" keimt und sprießt es. Scharenweise drängeln sich die kleinen Buchen ans Licht. Um bald zu bemerken, dass das Leben kein Ponyhof ist. Sondern hart und überaus mühsam.
Noch fällt das Sonnenlicht durch die Kronen der Rotbuchen bis auf den Boden, deshalb wimmelt es dort nur so vor Leben. Buschwindröschen, Lungenkraut, Veilchen, Bärlauch und viele andere Blumen beeilen sich mit dem Blühen, damit sie noch rechtzeitig Früchte bilden können - bevor die Buchen vollends austreiben und der Schatten ihrer Kronen alles abdunkelt. Unvergleichlich, so ein Buchenwald im Frühling! Da muss man einfach hin...
Hirse. Ist supergesund (das Schönheits-Korn), schmeckt raffiniert und ist glutenfrei. Führt auf direktem Weg ins Schlaraffenland. Wo in den Flussbetten Milch, Honig oder Wein statt Wasser fließen, einem die gebratenen Hühnchen direkt in den Mund fliegen, die Häuser aus Kuchen bestehen, die Wege mit Käse gepflastert sind. Um dorthin zu kommen, muss man sich aber erst
Tulpen gehören zu den geschichtsträchtigsten Pflanzen der Menschheitsgeschichte. Ihre Karriere begann in Persien. Dort zierten die heute als "botanische Tulpen" bezeichneten Wildarten bereits um das Jahr 1050 die Gärten der Reichen und Mächtigen. Im Osmanischen Reich wurden sie sogar als heilige Blumen verehrt.
Direkt an meiner Terrasse spielt sich jedes Frühjahr ein grandioses Schauspiel ab: Tulpenblüte! Ohne dass ich jeden Herbst neue Zwiebeln setze, ohne dass ich mich groß um die Tulpen kümmere - ich schneide nur verblühte Stängel ab. Die Tulpen stammen noch vom Vorgänger, der sie einst in die Erde gesetzt hat. Seit Jahrzehnten treiben sie zuverlässig und blühen - schöner als in Amsterdam!
Trick: Tomatenpflanzen sollte man zwei, drei Mal am Tag streicheln. Mehrmals mit dem Zeigefinger leicht über die Spitzen fahren, dadurch bleiben die Pflänzchen etwas kleiner, werden aber kräftiger und stabiler. Im Gartenbau werden dafür Streichelmaschinen eingesetzt -