Möhren-Früchtchen

Nach der Blütezeit bildet die Wilde Möhre (Daucus carota), mein Liebling der Woche, faszinierende Früchtchen aus. Der Blütenstand zieht sich mit der Reife immer mehr zu einem Nest zusammen. Bevor die Früchte trocken, hart und braun werden, schnell mal was ernten und probieren. Die schmecken nämlich – einzigartig! Wunderbar als Würze für Gemüsegerichte oder Kräuterbutter… Die reifen Früchte werden in den angelsächsischen Ländern gerne für einen Aperitif verwendet:

Möhren-Spitzen

Wilde Möhre (Daucus carota), mein Liebling der Woche: Die filigranen Blütenschirme ergeben einen wundervollen Strauß, der jeder Braut würdig wäre… Tatsächlich gilt die Wilde Möhre in England als eine besonders schöne Hochzeitsblume, dort genannt Queen Anne’s Lace, Spitze der Königin Anna. Nach dem Vorbild der Blüten soll Queen Anne einst Spitzen geklöppelt, gehäkelt oder gestrickt haben. Dass sie sich dabei auch mal in den Finger stach, sieht man heute noch an der roten „Mohrenblüte“.

Möhren, zahm und wild

Moehren zahm und wildMöhren, das gibt es die Wilde – und dann die vielen Kulturformen der Gelben Rübe, Karotte oder Mohrrübe. Ich mag alle. Die Wilde Möhre wegen ihrer herrlichen Blütenschirme samt der schwarzen Lockblüte im Zentrum und der hübschen Fruchtstände, die wie kleine Vogelnester auf schwankenden Stängeln stehen (ich staune, wie ein so dünner Stiel das schwere Gebilde tragen kann, zumal es doch oft noch bewohnt wird von allerlei Getier, oder gar vom Regen durchweicht sein Gewicht vervielfacht). Und die Kulturformen mag ich wegen ihrer schönen Farbe, ihrer Knackigkeit und weil sie halt einfach gut schmecken.

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