Möhren, zahm und wild

Möhren, zahm und wild

Moehren zahm und wildMöhren, das gibt es die Wilde – und dann die vielen Kulturformen der Gelben Rübe, Karotte oder Mohrrübe. Ich mag alle. Die Wilde Möhre wegen ihrer herrlichen Blütenschirme samt der schwarzen Lockblüte im Zentrum und der hübschen Fruchtstände, die wie kleine Vogelnester auf schwankenden Stängeln stehen (ich staune, wie ein so dünner Stiel das schwere Gebilde tragen kann, zumal es doch oft noch bewohnt wird von allerlei Getier, oder gar vom Regen durchweicht sein Gewicht vervielfacht). Und die Kulturformen mag ich wegen ihrer schönen Farbe, ihrer Knackigkeit und weil sie halt einfach gut schmecken.

Apropos schmecken! Nicht nur die zahmen Möhren munden gut. Die wilden Möhren stehen da kaum nach! Warum also nicht beide mal kombinieren? Das sollte sich doch gut ergänzen, die milde Süße der Gelben Rübe mit der feinen Herbe der Wilden Möhre.

Also: Gelbe Rüben gestiftelt und in wenig Brühe knapp gar gedünstet. Mit etwas gutem Öl, ein paar Chiliringen und Salz abgeschmeckt. Dann von den Wilden Möhren einige abgezupfte Früchte (die kleinen Zahnrädchen, deren Duft mich an überreife Birnen und Muskateller erinnert) kurz gebraten und dazugegeben. Jetzt noch die Krönung – Möhrenblütendolden in wenig Öl nur eine Minute kross ausbacken, abtropfen und auflegen. Mitr hat es möhrig geschmeckt!

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