Am Gebüsch, nahe dem Feldrand, stand eine Pflanzenmutter, die hatte viele Kinder. Man kann sich gut vorstellen, welche Aufgabe das bedeutete. Unentwegt nähren, für prächtiges Gedeihen der Sprösslinge sorgen, ihnen eine weiche und warme, vor den Unbilden des Wetters geschützte Kinderstube bereit halten, eine gute Erziehung zuteil kommen lassen. Und alle Neugier befriedigen, alle Fragen beantworten, allen Unfug der Rasselbande geduldig ertragen. Da musste man schon sehr zähe Stängel haben.
Kräuter
Springinsland
Pappelgeplapper
Hirtentäschel
Husten? Nein danke!
Von wegen Schnupfen
„Der nächste Schnupfen kommt bestimmt, doch nicht zu dem, der Thymian nimmt!“ heißt eine alte Weisheit. Wer regelmäßig mit Thymian würzt, beugt am besten vor. Dank seiner ätherischen Öle stärkt er Lunge und Magen gleichermaßen. Und kratzt dann doch einmal der Hals, reizt der Husten, dann hilft eine gute Tasse Thymiantee oder bringt ein Thymianbad …
Pflanzliche Antibiotika
Der Geschmack der Wurzeln
Oft stehen nur noch die Fruchtstände, aber immer wieder sieht man ihn auch noch blühen: Wiesenbärenklau (Heracleum sphondylium). Ein paar Früchtchen zwischen den Fingernägeln zerdrückt entfalten eine unglaubliche Duftwolke, vom Geschmack ganz zu schweigen. Ein Früchtchen zerkauen, und der ganze Mund füllt sich mit Aroma. Das sich im ganzen Kopf ausbreitet. Immer mit einem sehr herben Geschmack verbunden. Dagegen schmecken die Blätter ganz mild, aber zu dieser vorgerückten Jahreszeit nun auch nicht mehr unbedingt erstrebenswert. Aber probieren wir doch mal, wie es sich unter der Erde verhält.
Der Duft der Wurzeln
Die Pflanzen ziehen sich allmählich zurück, auch wenn der Winter scheinbar noch in weiter Ferne liegt. Wurzelzeit! Wer jetzt eine Echte Nelkenwurz (Geum urbanum) aus der Erde holt, wird mit einem wundervollen Duft belohnt. Kräftig würzig, eben nach Gewürznelke – denn in der Nelkenwurz steckt dasselbe ätherische Öl wie in den Knospen des tropischen Gewürznelkenbaums (Syzygium aromaticum): Eugenol.
Nachlese Odelzhauser Kräuterfest
Kräuterfest!
Das Odelzhauser Kräuterfest 2014 – wie jedes Jahr zum Ende der Sommerferien. Am Samstag, den 6. September 2014 dreht sich zwischen 10 und 18 Uhr auf Schlossgut Odelzhausen alles rund um Kräuter, vor allem um wilde! Kräuterpädagogen aus der Region zeigen, welche Schätze in den Pflanzen unserer Heimat stecken. Sie laden ein, Kräuterdufte zu schnuppern, Kräuterschmankerl zu kosten, Kräutervielfalt zu erleben. Im großen Hof vom Schlossgut findet dieses Jahr zeitgleich der historische Markt zur 1200-Jahr-Feier der Gemeinde Odelzhausen mit vielen Attraktionen statt!
Kräuter für den Vorrat
Hohe Zeit der Kräuter
Kosmetik aus dem Garten, Teil 3
Kosmetik aus dem Garten, Teil 2
Kosmetik aus dem Garten, Teil 1
Gurkenmaske – Ringelblumencreme, das sind altbekannte und altbewährte Pflegemittel mit Gartenpflanzen. Wer im Garten arbeitet, kann ein bisschen Kosmetik gut gebrauchen. Um die Hände nach der Arbeit in der Erde wieder zu glätten, um das Gesicht nach einem Sonnentag zu kühlen, um sich ein entspannendes Bad zu gönnen. Schön wie die taufrische Rosenknospe mit Naturkosmetik! Die Ingredienzien kommen frisch aus dem Garten, weitere Zutaten finden sich überwiegend im Haushalt. Die Schönheitsmittelchen sind schnell selbst zubereitet – zum Genießen sollte man sich dann aber reichlich Zeit nehmen.
Odelzhauser Kräuterfest 2014
Ein Fest für alle Sinne: Natürlich das Odelzhauser Kräuterfest, am 6. September 2014 von 10 bis 18 Uhr auf Schlossgut Odelzhausen, wie es schon gute Tradition ist – und ganz speziell dieses Jahr zeitgleich mit historischem Markt anlässlich der 1200-Jahr-Feier der Gemeinde Odelzhausen. Damit das Kräuterfest seinem Namen alle Ehre macht, brauchen wir viele fröhliche Mitwirkende!
C’est la vie, Sellerie
Als so genannte FFH-Art steht er streng unter Naturschutz: Der Kriechende Sellerie (Apium repens). Damit gehört das unscheinbare Pflänzchen, hier zwischen Moos zu sehen, zu den derzeit 28 Pflanzenarten, für deren Erhaltung wir alle eine ganz besondere Verantwortung tragen.
Die Wucht in Blüten
Begrünter Graupensalat
Noch ist das Klettenlabkraut (Galium aparine) zart genug, dass man die Spitzen ernten kann. Die schmecken gut, nur muss man sie vorab gut zerkleinern und/oder Köcheln, damit sie einem nicht an der Zunge kleben bleiben. Der griechische Arzt Dioskurides (1. Jh. nach Chr.) empfahl das Klettenlabkraut bei Müdigkeit und Erschöpfung. John Gerard (1545-1612), englischer Chriurg und Botaniker, empfahl eine Suppe aus Klettenlabkraut, um schlank zu bleiben und eine Gewichtszunahme zu verhindern… Warum ist das Kraut da eigentlich nicht schon lange von Schlankheitsaposteln und Diätverordnern entdeckt worden? Hier mein Rezept dazu:
Wie’s weiß duftet
Ganz in weiß – ja, Kranz in weiß! Der Frühsommer schenkt uns Blüten, besonders reich in Weiß. Schafgarben, Giersch, Wiesenlabkraut, Feinstrahl, Wilde Möhre… Daraus lassen sich zauberhaft feine Kränze winden oder stecken. Dufte – nicht wahr?
Wundersame Vermehrung

Bärlauch – wenn er erst einmal wo wächst, dann bald richtig. Schnell bildet er riesige Bestände aus, wird in manchen Gegenden zum Unkraut. Jetzt, zu Sommerbeginn, verschwindet der Bärlauch allmählich. Unter ziemlichen Duftwolken, die einem ganz schön in die Nase steigen, zieht er sich zurück. Nicht ohne vorher für Aussaat zu sorgen. In den grünen Früchten reifen schwarze Samen. Gewöhnlich werden sie von Ameisen verschleppt. Außer…
Himmelswasser
Ich habe das Gefühl, dass mich in diesem Jahr alles überholt. Da blüht doch tatsächlich der Frauenmantel schon? Sogar schon eine ganze Weile, und ich muss mich sputen, dass ich welchen bewundern kann. Auf der Wiese, wild wachsend. Man gehe zu Sonnenaufgang nackt (!) und schweigend (!!!) zur Alchemilla,











