Am Gebüsch, nahe dem Feldrand, stand eine Pflanzenmutter, die hatte viele Kinder. Man kann sich gut vorstellen, welche Aufgabe das bedeutete. Unentwegt nähren, für prächtiges Gedeihen der Sprösslinge sorgen, ihnen eine weiche und warme, vor den Unbilden des Wetters geschützte Kinderstube bereit halten, eine gute Erziehung zuteil kommen lassen. Und alle Neugier befriedigen, alle Fragen
„Iss Wegerich, spitz oder breit, so kriegst du keinen Husten, wenn es schneit.“ Spitzwegerich gilt als eines der verlässlichsten Pflanzenheilmittel gegen Husten.
„Der nächste Schnupfen kommt bestimmt, doch nicht zu dem, der Thymian nimmt!“ heißt eine alte Weisheit. Wer regelmäßig mit Thymian würzt, beugt am besten vor. Dank seiner ätherischen Öle stärkt er Lunge und Magen gleichermaßen. Und kratzt dann doch einmal der Hals, reizt der Husten, dann hilft eine gute Tasse Thymiantee oder bringt ein Thymianbad
Dieses Jahr lässt der Winter auf sich warten. Im Garten blüht immer noch Kapuzinerkresse. Ein deutliches Zeichen, dass es noch keinen Frost gegeben hat. Manchen mag’s freuen. Ich nehme es, wie es kommt und nutze es.
Oft stehen nur noch die Fruchtstände, aber immer wieder sieht man ihn auch noch blühen: Wiesenbärenklau (Heracleum sphondylium). Ein paar Früchtchen zwischen den Fingernägeln zerdrückt entfalten eine unglaubliche Duftwolke, vom Geschmack ganz zu schweigen. Ein Früchtchen zerkauen, und der ganze Mund füllt sich mit Aroma. Das sich im ganzen Kopf ausbreitet. Immer mit einem sehr
Die Pflanzen ziehen sich allmählich zurück, auch wenn der Winter scheinbar noch in weiter Ferne liegt. Wurzelzeit! Wer jetzt eine Echte Nelkenwurz (Geum urbanum) aus der Erde holt, wird mit einem wundervollen Duft belohnt. Kräftig würzig, eben nach Gewürznelke – denn in der Nelkenwurz steckt dasselbe ätherische Öl wie in den Knospen des tropischen Gewürznelkenbaums
Was für ein Fest, was für ein Wetter, was für tolle Besucher! Das Odelzhauser Kräuterfest war auch 2014 ein voller Erfolg. Und das Schönste? Kann man nicht mit allem Geld der Welt bezahlen:
Das Odelzhauser Kräuterfest 2014 – wie jedes Jahr zum Ende der Sommerferien. Am Samstag, den 6. September 2014 dreht sich zwischen 10 und 18 Uhr auf Schlossgut Odelzhausen alles rund um Kräuter, vor allem um wilde! Kräuterpädagogen aus der Region zeigen, welche Schätze in den Pflanzen unserer Heimat stecken. Sie laden ein, Kräuterdufte zu schnuppern,
Die Jahresmitte ist schon deutlich überschritten, da beginnt mit dem Festtag Mariä Himmelfahrt der Frauendreißiger. Während der Zeit zwischen Mitte August und Mitte September gelten Kräuter als besonders würz- und heilkräftig. Also schafft man sich gerne einen Vorrat – aber wie?
Gurkenmaske – Ringelblumencreme, das sind altbekannte und altbewährte Pflegemittel mit Gartenpflanzen. Wer im Garten arbeitet, kann ein bisschen Kosmetik gut gebrauchen. Um die Hände nach der Arbeit in der Erde wieder zu glätten, um das Gesicht nach einem Sonnentag zu kühlen, um sich ein entspannendes Bad zu gönnen. Schön wie die taufrische Rosenknospe mit Naturkosmetik!
Ein Fest für alle Sinne: Natürlich das Odelzhauser Kräuterfest, am 6. September 2014 von 10 bis 18 Uhr auf Schlossgut Odelzhausen, wie es schon gute Tradition ist – und ganz speziell dieses Jahr zeitgleich mit historischem Markt anlässlich der 1200-Jahr-Feier der Gemeinde Odelzhausen. Damit das Kräuterfest seinem Namen alle Ehre macht, brauchen wir viele fröhliche
Als so genannte FFH-Art steht er streng unter Naturschutz: Der Kriechende Sellerie (Apium repens). Damit gehört das unscheinbare Pflänzchen, hier zwischen Moos zu sehen, zu den derzeit 28 Pflanzenarten, für deren Erhaltung wir alle eine ganz besondere Verantwortung tragen.
Mädesüß (Filipendula ulmaria), wie das duftet? Nach Marzipan, Mandeln, Vanille, wenn man an den Blüten schnuppert. Nach Kaugummi, Heftpflaster, medizinisch streng, wer an den Blättern reibt. Ist das nicht erstaunlich?
Noch ist das Klettenlabkraut (Galium aparine) zart genug, dass man die Spitzen ernten kann. Die schmecken gut, nur muss man sie vorab gut zerkleinern und/oder Köcheln, damit sie einem nicht an der Zunge kleben bleiben. Der griechische Arzt Dioskurides (1. Jh. nach Chr.) empfahl das Klettenlabkraut bei Müdigkeit und Erschöpfung. John Gerard (1545-1612), englischer Chriurg und Botaniker,
Ganz in weiß – ja, Kranz in weiß! Der Frühsommer schenkt uns Blüten, besonders reich in Weiß. Schafgarben, Giersch, Wiesenlabkraut, Feinstrahl, Wilde Möhre… Daraus lassen sich zauberhaft feine Kränze winden oder stecken. Dufte – nicht wahr?
Bärlauch – wenn er erst einmal wo wächst, dann bald richtig. Schnell bildet er riesige Bestände aus, wird in manchen Gegenden zum Unkraut. Jetzt, zu Sommerbeginn, verschwindet der Bärlauch allmählich. Unter ziemlichen Duftwolken, die einem ganz schön in die Nase steigen, zieht er sich zurück. Nicht ohne vorher für Aussaat zu sorgen. In den grünen Früchten reifen
Ich habe das Gefühl, dass mich in diesem Jahr alles überholt. Da blüht doch tatsächlich der Frauenmantel schon? Sogar schon eine ganze Weile, und ich muss mich sputen, dass ich welchen bewundern kann. Auf der Wiese, wild wachsend. Man gehe zu Sonnenaufgang nackt (!) und schweigend (!!!) zur Alchemilla,
Als die Pflanzen von Mutter Natur ihre Bestimmung zugedacht bekamen, wurde der kleinen Anserine beschieden, sie habe mit ihren gefiederten Blättern auf dem Gänseanger zu gedeihen, aber auch den kahlen Boden entlang des Wegs zu bedecken, zwischen Gänsewiese und Fahrspur. Die kleine Anserine gehorchte brav ihrer Berufung.