Garten

Garten: Phantastisch

StrelitzieWas jetzt grad auffällt:
Strelitzie
Ist die echt? Die Frage stellen sich viele, wenn sie die phantastischen Blüten einer Strelitzie (Strelitzia reginae) sehen. Paradiesvogelblume, dieser Name sagt alles: farbintensive Blütenblätter spreizen sich wie die schillernden Federn eines Vogels aus dem schnabelartigen Hochblatt heraus. Die Hand greift unwillkürlich zur Blüte, um zu prüfen, ob die Blüte nicht doch aus Kunststoff ist. Und man tut gut daran. Strelitzien werden vom Handel gerne mal mit künstlichen Blüten aufgehübscht, damit sie sich besser verkaufen.

Wetterspruch:
Lässt der Februar Wasser fallen,
so lässt’s der März gefrieren.

Garten: Alles orange

KlivieWas jetzt grad auffällt:
Klivie
Vor hundert Jahren der Renner auf der Fensterbank, dann fast schon vergessen, heute wieder auf dem Sprung zur Top-Zimmer-Zier. Die elegante Klivie (Clivia miniata) aus Südafrika führt ein im Vergleich zu ihren weit verbreiteten Verwandten Schneeglöckchen, Märzenbecher und Narzissen, ebenso der berühmten Amaryllis ein bescheideneres Dasein. Mit Bescheidenheit ist bei ihr jedoch nur Anspruchslosigkeit gemeint, keineswegs ihre Ausstrahlung. Nach der Form ihres prächtigen Laubs nennt man sie auch Riemenblatt. Mitten im Winter treibt ein dicker Stiel mit bis zu einem Dutzend großer orangefarbener Blüten heraus. Damit die Blütenbildung in Gang kommt, hält man sie ab Herbst kühl und trocken, gewährt ihr wie der Amaryllis eine Ruhezeit.

Wetterspruch:
Wenn der Januar ist sehr milde,
führt er gutes Frühjahr und heißen Sommer im Schilde.

Garten: Von Putz und Schutz

Korkenzieherhasel klWas jetzt grad auffällt:
Korkenzieherhasel
Eine Laune der Natur wird zur Freude der Gärtner: die Korkenzieherhasel (Corylus avellana `Contorta´). Ihr Name ist Programm, die Zweige des Strauchs wachsen spiralförmig, was jetzt im Winter sofort ins Auge sticht. Der viktorianische Gärtner Henry Nicholson Ellacombe (1822-1916) aus Gloucestershire in England entdeckte die eigenartige Hasel und begeisterte damit seinen berühmten Kollegen Edward Augustus Bowles (1865-1954). Der pflanzte die erste Korkenzieherhasel neben viele andere Kuriositäten in seinen Garten „Lunatic Asylum“ nahe Enfield in Middlesex – wo sie bis heute wächst.

Wetterspruch:
Wächst das Gras im Januar,
wächst es schlecht das ganze Jahr.

Garten: Es blüht schon was

Winterschneeball klWas jetzt grad auffällt:
Winterschneeball
Die Welt erscheint rosarot, die Zukunft in rosigem Licht, wenn der Winterschneeball (Viburnum x bodnantense) blüht. Diesen Winter, der sich immer noch eher wenig winterlich zeigt, blüht der beliebte Zierstrauch besonders üppig schon zu Jahresbeginn. Die Blüten sind nicht nur auffällige Eyecatcher, sondern auch Duftschmeichler. Selbst wenn Kälte die Blütenpracht dahin rafft, im Frühjahr erscheinen neue Knospen, dann steht das Blütenrosa in schönem Kontrast zum Frühlingsgrün der jungen Blätter.

Wetterspruch:
Ist am Dreikönig kein Winter,
folgt auch keiner mehr dahinter.

Garten: Vom draußen nach drinnen

Advent HagebuttenkranzFrisch entdeckt:
Adventskränze
In der Zeit bis Weihnachten stehen Kränze hoch im Kurs. Neben traditionellen Kränzen aus Tannengrün dürfen auch andere Materialien rund gebunden werden. Im Garten findet sich so manches, was dafür geeignet ist: Perlhagebutten, Kräuter wie Strauchbasilikum, Oregano, Lorbeer oder Rosmarin, Saisonpflanzen wie Silberbusch. Einen elastischen Zweig, z.B. von Hasel, Hartriegel oder Weide, zu einem Ring formen, mit Bindedraht fixieren. Pflanzenmaterial in kleine Büschel fassen und mit Draht am Ring festwickeln. Fehlen nur noch: Kerzen!

Wetterregel:
Wenn kein Schneefall auf Kathrein (25.11.) is’
auf Sankt Andreas (30.11.) kommt er g’wiss.

Garten: Zuletzt wird’s doch kalt

Hebe 1Frisch entdeckt:
Strauch-Veronika
Oft kurz nur mit Hebe, dem ausgedienten botanischen Namen, bezeichnet, glänzen die kleinen neuseeländischen Sträucher mit attraktivem immergrünem Laub, gerade jetzt zum Ausklang der Gartensaison. Die vielen Arten und Sorten lassen sich in zwei Gruppen sortieren. Großblättrige Formen blühen besonders schön, oft mit blauen Kerzen, vertragen aber keinen Frost. Kleinblättrige Sorten tragen weniger spektakuläre Blüten im Frühjahr, halten dafür jedoch viel Kälte aus. Die Sorte `Green Globe´ etwa zeigt sich als fein belaubte Kugel, lässt sich gut in Form schneiden und überdauert in Kübel und Kasten, solange sie hell und geschützt steht und die Erde nicht durchfriert.

Wetterregel:
November warm und klar,
wenig Sorgen im nächsten Jahr.

Garten: Noch geht’s

LampionblumeFrisch entdeckt:
Lampionblume
Die Kürbislaternen haben ausgedient, die Martinszüge sind um, im Garten leuchten immer noch Lampions. Es sind die Früchte der Blasenkirsche (Physalis alkekengi), nicht von ungefähr als Lampionblumen bekannt. In den grell orangefarbenen, papierartigen Hüllen stecken hellrote, kirschgroße Früchte. Diese sind manchmal süß, bisweilen bitter. In kleinen Mengen darf man sie ruhig essen. Lampions über die Kerzchen einer Lichterkette gestülpt, fertig ist eine ganz besondere Dekoration.

Wetterregel:
Hält der Baum die Blätter lang‘,
macht ein später Winter bang‘.

Garten: Wintervorbereitungen

Schneeball FruechteFrisch entdeckt:
Gewöhnlicher Schneeball
Die Früchte vom Gewöhnlichen Schneeball (Viburnum opulus) lassen die meisten Vögel unbeachtet, obwohl sie doch höchst verlockend rot leuchten. Erst wenn es in strengen Wintern gar nicht mehr zu fressen gibt, verleiben sich manche Vögel auch die Schneeballbeeren ein. Das liegt wohl an Geruch und Geschmack, denn die Früchte riechen unangenehm und schmecken sehr bitter. Dem Gärtner darf’s recht sein, denn er kann sich in der Wildstrauchhecke den lieben Winter lang am farbintensiven Fruchtschmuck freuen.

Wetterregel:
St. Martin (11.11.) trüb, macht den Winter lind und lieb.
Ist er aber hell, macht er Eis gar schnell.

Garten: Jetzt gilt’s

AmberbaumFrisch entdeckt:
Amerikanischer Amberbaum
Seine Blätter sehen fast aus wie Ahornlaub, und sind doch ganz anders: Der Amber- oder Seesternbaum (Liquidambar styraciflua) fällt im Herbst durch seine unglaublich leuchtkräftige Herbstfärbung auf. Seit dem 17. Jahrhundert ist er deshalb als Zierbaum in Europa beliebt. Seine anmutig geformten Blätter zeigen sich so bunt wie bei keinem anderen Baum, von gelb über orange und gelb bis violett und braun. Beim Zerreiben duften sie würzig-süßlich, ähnlich wie auch das Holz. Aus Wunden tropft ein zäher Saft, der früher zur Zubereitung von Kaugummi genutzt wurde.

Wetterregel:
An Allerheiligen (1.11.) Sonnenschein,
dann tritt noch Nachsommer ein;
doch ein später Altweibersommer tut nicht gut
und steht er auch in aller Heiligen Hut.

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