Garten: Auf in die Hundstage

Garten: Auf in die Hundstage

MahoniePflanze der Woche:
Mahonie
Dass die Mahonie (Mahonia aquifolium) mit den Berberitzen verwandt ist, zeigt sie im zeitigen Frühjahr mit duftenden, goldgelben Blüten. Das ledrige, glänzend dunkelgrüne Laub lässt eher an eine Stechpalme denken. Jetzt aber spenden sie ihre blau bereiften, schwarzroten, erbsengroßen Früchte. Die lassen sich gemischt mit anderen Früchten der Saison gut zu Marmelade einkochen, aber auch entsaften und zu Gelee verarbeiten.

Bauernregel:
Ist St. Anna (26.7.) erst vorbei,
kommt der Morgen kühl herbei.

KulturheidelbeereBlaue Beeren
Ähnlich wie Rhododendren gedeihen Kulturheidelbeeren nur dann gut, wenn ihre flach unter der Oberfläche wachsenden Wurzeln sauren Boden (Moorbeeterde) vorfinden. Zu viel Kalk im Boden behindert die Eisenaufnahme, sofort werden die Blätter gelb und fallen vorzeitig ab, zeigen die Sträucher keinen Zuwachs mehr. Eine dicke Mulchschicht aus Rindenhumus oder Rindenkompost wirkt sich wie jährliche Gabe von einer guten Handvoll Hornspäne günstig aus. Die mehr als erbsengroßen Früchte mit hellem Fruchtfleisch färben sich schon deutlich blau. Ernten sie die Heidelbeeren immer erst, wenn sie vollreif sind. Wie Erdbeeren reifen sie nämlich nicht nach.

AmeisenLästige Gäste
Alles voll mit geflügelten Ameisen? Keine Panik, das sind nur Männer auf Brautschau. Der Spuk ist bald vorbei, denn die Männchen leben nur kurze Zeit, um Jungköniginnen zu begatten. Wo krabbelnde Ameisen zur Plage werden, kann man sie mit Teebaumöl oder Zimt, das in die Behausungen oder auf die Ameisenstraßen getropft bzw. gestreut wird, vergrämen. Ameisen sind an sich nützliche Gartenbewohner, sie stellen die Gesundheitspolizei und Müllabfuhr, sorgen für natürliche Hygiene.

Gruenduenger Gelbsenf und PerserkleeGünstiges Grün
Haben Sie einzelne Beete im Gemüsegarten schon abgeerntet und abgeräumt? Dann nicht wie neu gesät: Ein Gründünger, z.B. Perserklee oder Gelbsenf, bereitet das Beet optimal auf. Die Wurzeln lockern die Erde ganz ohne Graben, die Blätter bedecken ganz ohne Mulch, die Pflanzenreste liefern später Nährstoffe ganz ohne Dünger, der Klee reichert Stickstoff an ganz ohne Zutun, der Gelbsenf reinigt den Boden von Schädlingen ganz ohne Zusatzmittel. Bodenoberfläche lockern und glätten, Gründüngersaat breitwürfig ausstreuen, mit dem Rechen leicht einarbeiten, feucht halten – fertig.

Ringelblume 2Gartenzitat
“Die Ringelblume hat etwas Gescheites. Wenn sie morgens nach sieben Uhr geschlossen ist, dann regnet es gewiss noch an diesem Tag, geht sie aber zwischen sechs und sieben auf, dann regnet es sicher nicht”.

Sebastian Kneipp (1821-1897)

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