Garten: Den alten Regeln darf man ruhig folgen

Garten: Den alten Regeln darf man ruhig folgen

Mohn historische SortePflanze der Woche:
Mohn
Rot, rosarot, orangerot leuchtet es allerorten – im Garten und auch schon auf den Feldern. Der Türkenmohn (Papaver orientale) trägt die größten Blüten, bereits die Knospen sind fast so groß wie Hühnereier. Klatschmohn (Papaver rhoeas) blüht gewöhnlich feuerrot, Gartenformen gibt es auch gefüllt und mehrfarbig. Sage und schreibe zweieinhalb Millionen Pollenkörner produziert jede Blüte – in jeder der bald reifenden Fruchtkapseln entwickeln sich bis zu 5000 schwarze Samenkörnchen.

Bauernregel:
April warm, Mai kühl, Juni nass,
füllt dem Bauern Scheuer und Fass.

WunderblumeBlumen aus Knollen
„Pflanze jetzt auch Knollen, die noch blühen sollen.“, sagt eine Bauernregel. Nach den Eisheiligen kommen in Gegenden mit sehr rauem Klima nämlich erst Dahlien und Gladiolen in die Erde. Aber auch einige sehr wärmebedürftige Exoten wie Sterngladiolen, Hakenlilien, Fransenschwertel, Tigerblumen oder Wunderblumen setzt man erst nach den Eisheiligen. Und selbst für Dahlien ist es noch nicht zu spät, die dann im Herbst für volle Blütenpracht sorgen. Dahlienknollen bekommen Sie derzeit schon sehr günstig im Abverkauf, zugreifen lohnt durchaus.

Stangenbohne BluetenHülsenfrüchte zum Ernten
„Die Bohnen werden nie versagen, legst du sie erst an diesen Tagen.“ Befolgen Sie den Ratschlag, denn Bohnen mögen’s warm. Die Samenkerne von Buschbohnen für die Herbsternte, Stangenbohnen für den Vorrat oder Feuerbohnen zur Zierde werden nur flach in die Erde gelegt. Bohnen sollen die Glocken läuten hören, heißt es. Höchstens einen Fingerbreit Erde darf die Kerne bedecken, sonst keimen sie nicht.

MaikaeferSchaden ohne Folgen
„Sind die Maikäfer und Raupen viel, steht eine reiche Ernte am Ziel.“ Mancherorts fressen Maikäfer Bäume kahl, überziehen Gespinstmotten Sträucher mit Seide, vertilgen Raupen Blatt um Blatt. Ruhig Blut, vertrauen Sie der der alten Weisheit. Es dauert nicht lange, dass treiben maikäfergeschädigte Bäume wieder aus, stehen versponnene Sträucher wieder schön grün da, erholen sich raupengeschädigte Pflanzen. Raupen lassen sich am besten durch Absammeln dezimieren.

Gartenzitat
„Blumen sind die Liebesgedanken der Natur.“
Bettina von Arnim (1785 – 1859), geborene Brentano, pflegte nicht nur die hohe Kunst der Literatur, sondern auch mit Hingabe einen Garten.

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