Geht Ihnen das auch so? Ich gehe spazieren, da entdecke ich hier etwas und dort noch was. Zuerst kann ich mich ja noch zügeln, nicht sofort alles in meine Taschen zu stopfen. Lass es liegen, stehen, wachsen – sagt mein Hirn. Gehört doch der Natur…
Rosenkohl
Die letzten Königinnen der Blumen sind verblüht – da kommt der schnöde Kohl zu majestätischen Ehren: Rosen-Kohl? Blumen-Kohl? Zier-Kohl.
Straßenränder gehören in diesen Tagen mit zu den blütenreichsten Streifen überhaupt. Nirgends blüht es so üppig und so bunt wie entlang der Autobahnen, rund um Kreisverkehre und an Böschungen. Was es da alles zu sehen gibt! Stoße ich doch da neulich auf eine seltene Schönheit: Strahlen-Breitsame (Orlaya grandiflora) – eine vom Aussterben bedrohte Art. Berühmt geworden als Heidenheimer Schlossblume, denn in Heidenheim an der Brenz überzieht das Doldenblütengewächs den Schlosshang mit einem weißen Spitzenteppich. Dann all die zauberhaften Wegwarten, die „Blume des Jahres 2009“ scheint an den Asphaltbändern mit vielen blauen Blütenaugen den Liebhabern hinterher zu schauen. Johanniskraut, wo leuchtet das sonnige Gelb kräftiger und lässt Abgase vergessen?










Gerade sind sie wieder überall im Angebot – die Prinzessinnen der Fensterbank: Orchideen. Allen voran die Nachtfalterorchideen, meist mit ihrem botanischen Namen Phalaenopsis angesprochen, die für wenige Euro reißenden Absatz finden. Tatsächlich gehören Orchideen heute zu den beliebtesten Zimmerpflanzen. Nicht allein ihrer Schönheit wegen, sondern vor allem dank ihrer erstaunlich lang anhaltenden Blütezeit. Aber die Prinzessinnen wollen auch gepflegt werden, damit sie gesund und munter bleiben – und ihren Liebreiz jahrelang behalten, ohne Läuse. Hier meine Tipps dazu.
Deutschland sucht den Superstar? Nein, eigentlich hat Deutschland ihn schon gefunden! Den Star unter den Zimmerpflanzen – den Weihnachtsstern. Alljährlich begleitet er uns durch die Vorweihnachtszeit, freuen wir uns an seinen herrlichen Blättern und den schmucken Blüten – wobei die leuchtend gefärbten Blätter gar keine Blütenblätter sind, sondern so genannte Hochblätter. Sie rahmen die eigentlichen, eher unscheinbaren Blüten ein. Ursprünglich stammen die Gewächse mit dem schönen botanischen Namen Euphorbia pulcherrima aus Mexiko, wo man die Kirchen zum Weihnachten üppig damit schmückte. 
